Hals-Nasen-Ohren-Arzt

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Die Hals-Nasen-Ohren-Arztpraxis ist ein medizinisches Fachgebiet, das Erkrankungen der oberen Atemwege (Rachen und Nase) sowie des Ohres behandelt: Oto steht für das Ohr, Rino für die Nase und Laring für den Rachen. Der Name „Hals-Nasen-Ohren" ist lang, weshalb er aus Bequemlichkeit oft auf HNO oder LOR verkürzt wird (Laryngo-Oto-Rhino). Erkrankungen des HNO-Bereichs werden zu einer Gruppe zusammengefasst, da die Ohren, die Nase und der Rachen anatomisch miteinander verbunden sind; eine Pathologie in einem dieser Organe wirkt sich zwingend auf die Funktion der übrigen aus. Entsprechend müssen diese Erkrankungen komplex behandelt werden.

Die Hals-Nasen-Ohren-Arztpraxis besitzt besondere Bedeutung auch deshalb, weil sich das Gehirn in unmittelbarer Nähe zu Ohren, Rachen und Nase befindet; eine Einbeziehung des Gehirngewebes in entzündliche Prozesse birgt die unmittelbare Lebensgefahr. Zudem sind Nase und Rachen die Eingangstore der Atemwege, und Störungen der Atmung führen zur Hypoxie des gesamten Organismus, einschließlich von Gehirn, Herz und anderen lebenswichtigen Organen. Genau deshalb erfordern HNO-Erkrankungen eine aufmerksame Beachtung und sorgfältige Behandlung.

Da Rachen und Nase den Anfang des Atemsystems bilden und der Rachen zudem ein wichtiger Teil des Verdauungssystems ist, befindet sich hier eine große Menge lymphatisches Gewebe als "Wächter", da der Großteil der Infektionen in den Organismus gerade über diesen Weg gelangt. So gehören auch die benachbarten Lymphknoten zum Kompetenzbereich der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde: der untere Rachenring und die Adenoide.

An HNO-Erkrankungen leiden Menschen jeden Alters und Geschlechts. Diese Erkrankungen weisen überwiegend einen infektiös-entzündlichen Charakter auf (wie Sie sich erinnern, sind Nase und Rachen meist die Eingangstore für Infektionen); tumorartige Erkrankungen sind deutlich seltener. Infektionskrankheiten der Ohren, des Rachens und der Nase sind außerordentlich verbreitet und zeigen eine Saisonalität. Am stärksten gefährdet sind Kinder, was mit der Unreife ihres Immunsystems zusammenhängt, das oft nicht in der Lage ist, große infektiöse Belastungen zu bewältigen. In diesem Zusammenhang wird der Prophylaxe bei Kindern sowie Erwachsenen im Rahmen der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde eine wichtige Rolle zugewiesen.

Erkrankungen von Ohren, Rachen und Nase werden sowohl therapeutisch als auch chirurgisch behandelt. Die Aussage zu den häufigsten Operationen in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde – die Tonsillektomie (Entfernung der Mandeln) und die Adenotomie (Entfernung der Adenoide) – wird derzeit revidiert. Die chirurgische Behandlung erfolgt ausschließlich dann, wenn sich die Möglichkeiten der konservativen Therapie erschöpft haben.

Ob Sie sollten wissen:

Der 74-jährige Australier James Harrison spendete über 1.000 Mal Blut. Er besitzt eine seltene Blutgruppe, deren Antikörper dazu beitragen, Neugeborene mit schwerer Anämie zu retten. So rettete dieser Australier etwa zwei Millionen Kinder.


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