Anwendungshinweise
Oxytetracyclin ist ein antibakterielles Arzneimittel aus der Gruppe der Antibiotika. Das Präparat wird zur Behandlung bakterieller Infektionen verschiedener Organe sowie zur Beseitigung pathogener Mikroflora in den Atemwegen und dem Magen-Darm-Trakt eingesetzt.
Der Wirkstoffgehalt beträgt 100 mg Oxytetracyclin.
Hilfsstoffe: Natriumchlorid, Povidon, Natriumbenzoat, Ethanolamid und gereinigtes Wasser.
Das Präparat wird als sterile Lösung in Flaschen bis zu 10–20 ml sowie als Kapseln bis zu 0,25 g in Packungen mit 10 Stück abgegeben.
Oxytetracyclin besitzt eine breite mikrobiostatische und bakterizide Wirkung. Das Präparat wirkt gegen folgende Erreger: Bacillus anthracis, Yersinia pestis, Bartonella, Streptococcus, Vibrio cholerae, Brucella, Chlamydia, Treponema usw.
Oxytetracyclin wirkt auf Mikroben und Viren im Zellstand ein, entfernt Infektionsherde und hemmt den Entzündungsprozess. Das Präparat greift die Proteinsynthese pathogener Mikroorganismen an, unterbricht die Peptidbindung zwischen Aminosäuren in der Kette und verzögert so die Vermehrung der Mikroorganismen.
Zu den Anwendungsgebieten von Oksitetrazin zählen Infektionskrankheiten verschiedener Ätiologie, einschließlich Pneumonie und anderer bakterieller Atemwegsinfektionen (z. B. durch Mycoplasma pneumoniae oder Haemophilus influenzae).
Weiterhin wird das Präparat bei Gonorrhoe im Anfangsstadium, Syphilis sowie anderen Infektionen der Haut- und Schleimhäute, schwerer Stomatitis, Konjunktivitis, Darminfektionen, Trachom und tropischer Frambösie eingesetzt.
Nach der Instruktion wird Oxytetracyclin beim Erwachsenen dreimal oder viermal täglich mit einer Einzeldosis von 0,25 g verabreicht. Bei schwereren Infektionen beträgt die Dosierung ebenfalls drei- bis viermal täglich; die maximale Tagesdosis darf dabei 4 g nicht überschreiten.
Entsprechend den Empfehlungen des behandelnden Arztes wird Oxytetracyclin bei Gonorrhoe im Anfangsstadium und Syphilis mit einer Einzeldosis von 0,5 g alle sechs Stunden über einen Zeitraum von 14 bis 20 Tagen verabreicht. Bei Spätsyphilis beträgt die Therapiedauer 30 Tage.
Die Instruktion für Oxytetracyclin schreibt vor, das Präparat bei Patienten mit Nieren- und Leberinsuffizienz nur unter Vorsicht zu verabreichen; für diese sollte die Tagesdosis von 0,25 g nicht überschritten werden.
Aufgrund des im Präparat enthaltenen Calciums (Ca²⁺) kann eine orale Einnahme zu einer Gelbfärbung der Zähne sowie zu einem Defekt des Zahnschmelzes führen.
Bei Langzeitgabe von Oxytetracyclin können die Symptome der Syphilis in eine verwischte Form übergehen; daher sind zusätzliche Analysen notwendig.
Zur Prophylaxe einer Vitaminmangelkrankheit im Komplex mit dem Präparat ist es erforderlich, Koagulationsvitamine und Vitamin C zu verabreichen.
Die wichtigsten Kontraindikationen für die Anwendung von Oxytetracyclin sind Niereninsuffizienz, Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe des Präparats, Schwangerschaft und Stillzeit sowie das Alter bis zum zehnten Lebensjahr.
Das Präparat sollte bei älteren Patienten sowie bei Vorliegen einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung mit Vorsicht verabreicht werden.
Zu den Nebenwirkungen von Oxytetracyclin gehören Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Glossitis, Ödeme (z. B. des Kniegelenks), erhöhte Lichtempfindlichkeit, Thrombozytopenie, arterieller Hochdruck und Anämie.
In einigen Fällen können bei der Einnahme des Präparats allergische Reaktionen auftreten: Hautausschläge, Juckreiz, Brennen sowie eine Erhöhung der Eosinophilen im Blut.
Bei einer langdauernden Behandlung mit Oxytetracyclin kann die Harnstoffkonzentration im Blut ansteigen; zudem ist das Auftreten von Vitaminmangelkrankheiten und Hyperbilirubinämie wahrscheinlich.
Wäre die Leber gestört, würde der Tod innerhalb weniger Tage eintreten.
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