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Erstversorgung bei Stromschlag

Erste Hilfe bei Stromschlag Der Stromstoß verursacht ein Elektrotrauma – eine besondere Traumaspzies, die sich von allen anderen unterscheidet. Am häufigsten sind Elektriker infolge ihrer Berufstätigkeit betroffen, sowie Kinder aufgrund von Neugier und mangelnder Aufsicht seitens der Erwachsenen.

Die größte Gefahr beim Stromschlag ist seine Wirkung auf den Herzmuskel. Es ist bekannt, dass bereits schwache elektrische Ströme, die vom Organismus selbst produziert werden, die Herzkontraktion stören können. Eine starke externe Stromzufuhr führt zu Störungen der Herzarbeit; dies kann Arrhythmien, Vorhofflimmern oder eine Lähmung der Herzvorhöfe bedeuten, woraufhin ein Herzstillstand eintritt.

Zudem verursacht das Elektrotrauma Verbrennungen, deren Schwere nicht sofort korrekt eingeschätzt werden kann, da Elektroverbrennungen spezifisch sind: sie erstrecken sich nicht oberflächlich wie bei Feuerbränden, sondern gehen tief in das subkutane Fettgewebe, die Muskeln, Blutgefäße sowie Nerven und sogar Knochen hinein. Dabei können die äußeren Erscheinungsformen der Verbrennung sehr gering sein.

Ein weiterer schädigender Faktor besteht darin, dass beim Stromschlag die beträchtliche Kraft des Menschen zurückwirft; das Elektrotrauma wird daher häufig von mechanischen Traumata begleitet, wie Frakturen der Gliedmaßen, Gewebeschäden und Zerreißungen weicher Strukturen.

Die Berücksichtigung aller genannten Faktoren verdeutlicht, dass das Elektrotrauma eine hochgradige Verletzungsform darstellt; die Einschätzung des Schweregrads durch Laien ist äußerst schwierig, da hier unmittelbare Lebensgefahr besteht. Daher ist es zwingend erforderlich, im Rahmen der Erstversorgung bei Stromschlag den Arzt oder das Rettungsteam so schnell wie möglich zum Unfallort zu beaufschlagen. Die genaue Beurteilung und Behandlung erfolgen erst im Krankenhaus.

Vorärztliche Maßnahmen bei Stromschlag

Bevor die Hilfeleistung unmittelbar begonnen wird, ist eine Lagebeurteilung erforderlich: Der Betroffene kann sich noch unter dem Einfluss des elektrischen Stroms befinden; ihn zu berühren wäre dann lebensgefährlich.

Es ist wünschenswert, sofort die Quelle der elektrischen Energie, die das Trauma verursacht hat, abzuschalten. Fehlt diese Möglichkeit, muss die Quelle (meist eine Hochspannungsleitung) vom Betroffenen mit Hilfe eines trockenen Gegenstands entfernt werden, der über geringe elektrische Leitfähigkeit verfügt, wie z. B. ein Pappeblatt, ein trockener Ast oder ein Plastikstab. Erst danach können die weiteren Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden.

Der Algorithmus für die Erstmaßnahmen des Retters nach einem Stromschlag ist wie folgt:

  1. Zunächst muss sichergestellt werden, dass der Betroffene nicht mehr unter Spannung steht und keine Gefahr besteht. Anschließend prüft man Atmung und Herzaktivität: Fehlt auf der Halsschlagader ein Puls und atmet die Person nicht, so ist sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (Mund-zu-Mund-Atmung oder Mund-zu-Nase-Atmung sowie indirekte Herzmassage) zu beginnen.
  2. Wenn der Betroffene atmet, muss er so gelagert werden, dass sein Kopf tiefer als seine Beine liegt (die Beine leicht anheben). Es ist erforderlich, Schockmaßnahmen zu ergreifen.
  3. Körperabschnitte, die durch Verbrennungen oder erneute Traumata geschädigt sind, müssen aufgrund ihrer Beschaffenheit untersucht werden, um das Eindringen einer Infektion zu verhindern. Am besten eignen sich hierfür steriles Verbandmaterial oder Mull; wenn dies nicht verfügbar ist, kommen Leinwandtücher, Laken oder Hemden in Frage. Haarige Materialien wie Watte, Papierhandtücher oder Wolldecken dürfen nicht verwendet werden.
  4. Die weiteren Maßnahmen bestehen darin, den Lebensvorgang des Betroffenen aufrechtzuerhalten, bis der Krankenwagen eintrifft. In der kalten Jahreszeit muss darauf geachtet werden, dass keine Unterkühlung eintritt; im Sommer ist eine Überhitzung zu vermeiden.

Befindet sich das Opfer bei Bewusstsein, so ist zu bedenken, dass das Elektrotrauma Infektionen des Nervensystems hervorrufen kann, einschließlich des Gehirns. Zudem sind nicht alle Symptome einer Schädigung zwingend sofort sichtbar.

Ohne ärztliche Hilfe darf nicht gehandelt werden.

Eine Besonderheit von Stromschlagverletzungen ist ihre Tiefe sowie die Wirkung auf alle Gewebe und Organe, die im Verlauf des elektrischen Stromkreises gelegen sind. Deshalb sollte selbst dann, wenn es anscheinend so aussieht, als sei alles erledigt, auf den Krankenhausaufenthalt und die ärztliche Untersuchung keinesfalls verzichtet werden. Selbst wenn der Betroffene meint, dass die Ersteversorgung beim Stromschlag ausreichend war, müssen die Retter auf einen unverzüglichen Arztbesuch bestehen. Andernfalls ist nicht ausgeschlossen, dass Organe und Gewebe, die dem Elektrotrauma ausgesetzt sind, durch allmählich zunehmende Schäden beeinträchtigt werden, was zum Tod des Menschen führen kann; dies würde erst nach einigen Tagen nach dem Trauma sichtbar werden.

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Nur beim Menschen tritt eine Prostatitis auf; bei Hunden ist dies nicht der Fall.


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