Endometriumkarzinom

Endometriumkarzinom ist das häufigste aller bösartigen Tumore Das Endometriumkarzinom ist nach Ausbreitung unter allen onkologischen Erkrankungen führend. Es nimmt den siebten Platz in der Reihe der Todesursachen durch onkologische Krankheiten ein.

Etwa 100.000 europäische Frauen erkranken jährlich an einem Endometriumkarzinom; dabei sind in 90 % der Fälle Frauen über 50 Jahre betroffen.

Stadien und Risikofaktoren des Endometriumkarzinoms

In etwa 75 % der Fälle wird die Diagnose bereits im frühen Stadium gestellt, da das Hauptsymptom des Endometriumkarzinoms in diesem Stadium (mit Einbeziehung in den onkologischen Prozess) eine dysfunktionale Blutung ist; bei ähnlichen Fällen werden 90 % der Frauen geheilt. Nur 25 % der Patientinnen befinden sich in der prämenopausalen Phase, während die Mehrheit in der Menopause steht.

Endometriumkarzinom

  • Zu den häufigsten Risikofaktoren für die Entstehung eines Endometriumkarzinoms gehören:
  • Adenomatoses Polypenwachstum (endometriale Hyperplasie)
  • Entzündungen der Organe des kleinen Beckens
  • Endometriale Hyperplasie
  • Dyshormonien
  • Endometriale Polypen
  • Uterusfibrome
  • Häufiger Wechsel sexueller Partner
  • Portiöse Erosionen

Zur Diagnosestellung eines Endometriumkarzinoms bei entsprechender Symptomatik kommen folgende Verfahren zum Einsatz:

  • Pap-Abstrich
  • Endometriumbiopsie oder fraktionierte Kürettage
  • Ultraschalluntersuchung
  • Endometriumkarzinom (KT)
  • Zystoskopie
  • Röntgenaufnahmen
  • Urografie
  • Rektomanoskopie
  • Lymphangiographie

Zu den Risikofaktoren für die Entstehung eines Endometriumkarzinoms gehören:

  • Unfruchtbarkeit
  • Adipositas
  • Späte Menopause
  • Die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. orale Kontrazeptiva, Tamoxifen oder Östrogene)
  • Diabetes mellitus

Gemäß der Klassifikation von 2009 durch die Internationale Föderation der Gynäkologen und Geburtshelfer werden folgende Stadien des Endometriumkarzinoms unterschieden:

  • Stadium I: Der onkologische Prozess ist auf das Uteruskörpergewebe beschränkt;
  • Stadium IA: Die Invasion in das Myometrium fehlt oder reicht weniger als die Hälfte der Myometriumsdicke;
  • Stadium IB: Die Invasion in das Myometrium beträgt mehr als die Hälfte seiner Dicke;
  • Stadium II: Der Tumor breitet sich auf das Gewebe des Gebärmutterhalses aus, bleibt jedoch auf den Uterus beschränkt;
  • Stadium III: Der Tumor ist lokal fortgeschritten und/oder es liegen regionale Lymphknotenmetastasen vor;
  • Stadium IIIA: Der Tumor hat in die seröse Hülle des Uterus gewuchert; es liegen Metastasen in den Eileitern oder Eierstöcken vor;
  • Stadium IIIB: Der Tumor breitet sich auf die Vagina und/oder das Gewebe der Parametrien aus;
  • Stadium IIIA: Der Tumor hat in die seröse Hülle des Uterus gewuchert; es liegen Metastasen in den Eileitern oder Eierstöcken vor;
  • Stadium IIIB: Der Tumor breitet sich auf die Vagina und/oder das Gewebe der Parametrien aus;
  • Gibt es eine Infiltration der Schleimhaut der Harnblase, des Mastdarms sowie Fernmetastasen?
  • 4A: Eine Infiltration der Blasenschleimhaut oder des Mastdarms.
  • 4B: Fernmetastasen, einschließlich der Bauchhöhle und inguinaler Lymphknoten.

Behandlungsverfahren beim Endometriumkarzinom

In der ersten Stufe des Endometriumkarzinoms erfolgt die Entfernung von Gebärmutterkörper, -hals und Eierstöcken beidseitig Im ersten Krankheitsstadium führt die Entfernung des Uteruskörpers sowie der Adnexen beidseitig in der Regel durch, wobei das Eingriffsvolumen häufig laparoskopisch erfolgen kann. Die Indikation zur Lymphadenektomie ist derzeit Gegenstand kontroverser Diskussionen.

Während der Operation erfolgt eine sorgfältige Revision und Palpation weiterer Organe im Bauch- und kleinen Becken; zudem wird eine Peritonealwaschung durchgeführt.

Patientinnen mit Stadium I–II eines Endometriumkarzinoms, bei denen eine Operation aufgrund von Kontraindikationen wie Diabetes mellitus, Adipositas sowie kardiovaskulären und weiteren Erkrankungen nicht möglich ist, erhalten eine Ferntherapie oder Brachytherapie.

Die Behandlung schwerer Patientinnen erfolgt individuell im Rahmen ärztlicher Beratungen. Zur Prophylaxe des Endometriumkarzinoms gehört die Bestimmung des menopausalen Östrogenstatus unter Einbeziehung von Progesteron.

Ob Sie sollten wissen:

Früher ging man davon aus, dass der Körper durch Sauerstoff angereichert wird; diese Annahme wurde jedoch widerlegt. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass eine Belüftung des Gehirns dessen Arbeitsfähigkeit verbessert.


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