Rogipnol

Rogipnol (der internationale Name ist Flunitrazepam) ist ein Schlafmittel, das beruhigende, relaxierende und krampflösende Wirkungen entfaltet. Das Präparat verringert die Erregbarkeit des Zentralnervensystems, nimmt die Angstspannung und die affektive Spannung ab.

Rogipnol in Blisterpackungen

Bestand und Darreichungsform

Die Hauptsubstanz beträgt Flunitrazepam 1 mg.

Rogipnol wird in Tabletten (in Blisterpackungen à 10 Stück) sowie in Ampullen für Injektionen (in Pappverpackungen à 10 ml) abgegeben.

Pharmakologische Wirkung von Rogipnol

Rogipnol stellt ein wirksames Schlafmittel dar, das die nervöse Erregbarkeit unterdrückt, die psychomotorischen Reflexe vermindert und die produktive Symptomatik psychischer Erkrankungen günstig beeinflusst.

Der beruhigende Effekt des Präparates erstreckt sich auf neurotische Zustände und Wahnvorstellungen.

Nach der Einnahme von Rogipnol tritt das Einschlafen innerhalb von 30–40 Minuten ein; die Schlafzeit beträgt 5–8 Stunden.

Es besteht das Risiko einer Rückfallreaktion sowie einer medikamentösen Abhängigkeit bei gleichzeitiger Einnahme von Rogipnol mit Alkohol, Psychopharmaka oder anderen Suchtmitteln.

Anwendungshinweise

Rogipnol wird bei epileptischem Syndrom, Schlaflosigkeit verschiedener Ätiologie, manisch-depressiver Psychose, verschiedenen Neurosetypen, Schizophrenie, vor Operationen, Affektstörungen sowie Stress und Übererregbarkeit des Nervensystems angewendet.

Das Präparat weist eine hohe Effektivität bei der Behandlung des alkoholischen Entzugssyndroms auf.

Anwendungsinstruktion für Rogipnol.

Rogipnol wird Erwachsenen vor dem Einschlafen in einer Dosis von 1–2 mg, Kindern mit 0,5 mg und älteren Patienten mit 1 mg verabreicht. Die Behandlungsdauer beträgt einige Tage bis zu 3–4 Wochen; die Dosierung muss allmählich verringert werden. Bei abruptem Absetzen kann das Syndrom der Rückreaktion mit Wiederkehr der behandelten Symptome auftreten.

Vor der vorläufigen Operation wird eine Dosis von 2 mg Rogipnol, vor der allgemeinen Anästhesie 1 mg verabreicht.

Rogipnol wird Kindern bis zum 14. Lebensjahr bei absoluten Indikationen und hoher Behandlungseffektivität verschrieben.

Patienten, die Fahrzeuge fahren oder gefährliche Objekte verwalten, müssen während der Therapie auf erhöhte Aufmerksamkeit achten, da Rogipnol psychomotorische Reaktionen verlangsamt und die Aufmerksamkeit abschwächt.

Rogipnol in Kartons

Gegenanzeigen.

Zu den Gegenanzeigen gehören Überempfindlichkeit gegen Präparatbestandteile, Nieren- oder Leberinsuffizienz, Alkoholintoxikation, Drogenabhängigkeit, Herzinsuffizienz, Hypotonie sowie Schwangerschaft und Stillzeit; zudem ist das Kindesalter bis zum 10. Lebensjahr eine Gegenanzeige.

Die gleichzeitige Einnahme von Rogipnol und Alkohol ist kontraindiziert; dies kann zu schweren Komplikationen, allergischen Reaktionen oder psychischen Attacken führen.

Das Präparat wird bei älteren Patienten sowie bei Erkrankungen des Zentralnervensystems mit Vorsicht angewendet.

Die Nebenwirkungen von Rogipnol

Rogipnol kann folgende unerwünschte Wirkungen hervorrufen:

  • Seitens des Zentralnervensystems – Kopfschmerzen, Schwindel, Tremor, Somnolenz, Verwirrtheit, verlangsamte psychomotorische Reaktionen, Amnesie, Desorientierung, Koordinationsstörungen, Halluzinationen und Bewusstlosigkeit;
  • Seitens des Verdauungssystems – Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Dyspepsie;
  • Seitens des Kreislaufsystems – das Felty-Syndrom, Neutropenie.

Bei der Anwendung von Rogipnol können allergische Reaktionen wie Exanthem, Urtikaria, Bronchospasmus und Ödeme der Atemwege sowie Hautentzündungen auftreten.

Ob Folgendes ist zu beachten:

Viele Medikamente wurden bereits vor ihrer Zulassung auf den Markt gebracht. So wurde Heroin ursprünglich als Hustenmittel für Kinder eingeführt, und Kokain wurde von Ärzten zur Anästhesie sowie als Mittel zur Steigerung der Wachheit empfohlen.


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