Erbrechen

Die Vertreibung des Mageninhalts wird als perorales Erbrechen bezeichnet. In der Regel geht dem Erbrechen Übelkeit – ein Unwohlsein im Bereich von Speiseröhre und Magen – voraus. Erbrechen – Ausstoß des Mageninhalts durch den Mund

Erbrechen: Ursachen, Diagnostik und Hilfe

Oft wird das Erbrechen durch die Aufnahme schädlicher Substanzen in den Organismus ausgelöst; dies können beschädigte Nahrungsmittel oder Gifte sein. Sie stellen eine effektive Methode zur Ausscheidung von Toxinen dar. Für das Auftreten des Erbrechens ist ein spezielles Brechzentrum im Gehirn verantwortlich.

Als häufige Ursache für Erbrechen gilt die sogenannte Reisekrankheit. Während der Schwangerschaft ist Erbrechen eines der Symptome einer Toxämie. Es kann auch als Nebenwirkung durch die Einnahme bestimmter Medikamente auftreten.

Viele Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts – wie Gastritis, Gastroduodenitis, Enteritis und weitere – werden häufig von Erbrechen begleitet. Nicht selten liegt dem Erbrechen eine psychogene Ursache zugrunde.

Um die Art der Auslöseursache für das Erbrechen zu klären, ist eine ausführliche Anamnese des Patienten unerlässlich. Ergänzend können Blut- und Urintests sowie Röntgenaufnahmen, Ultraschalluntersuchungen oder eine Ösophagogastroduodenoskopie erforderlich sein.

Einige dringende Zustände können ebenfalls von Erbrechen begleitet werden. Wenn das Erbrechen reichlich und unkontrolliert ist, manchmal mit Blutbeimengungen, die Ursachen unklar bleiben oder bei Verdacht auf Kopf- oder Bauchtrauma der Zustand des Patienten sich verschlimmert, so ist eine ärztliche Notfallversorgung notwendig. Bei Kindern wird ein besonders eiliger Besuch beim Facharzt gefordert.

Die Aufmerksamkeit – die Drohung: das Erbrechen und die Temperatur beim Kind.

Die Gefahr des Erbrechens beim Kind liegt in der unkontrollierten Entwässerung des Organismus und dem Verlust von Elektrolyten, was zum Tod führen kann. Im Kindesalter kann das Erbrechen im Rahmen von Magen-Darm-Infektionen auftreten, ist aber auch bei neurologischen Störungen durch emotionale Überforderung sowie bei verschiedenen Erkrankungen, die einen chirurgischen Eingriff erfordern, möglich. Die Eltern sollten lernen, zwischen harmlosem Erbrechen (z. B. durch Schluckluft) und schwerwiegenden Ursachen zu unterscheiden.

Bei einem Kind jeden Alters – insbesondere bei Säuglingen oder Kleinkindern – ist bei reichlichem, wiederholtem Erbrechen unverzüglich ein Facharzt aufzusuchen. Als vorärztliche Maßnahmen sind eine ständige Überwachung des Zustands des Kindes, die Lagerung in einer Position, die das Verschlucken von Brechmassen durch die Atemwege verhindert (z. B. seitlich), sowie die Gabe eines Elektrolytgetränks notwendig.

Ein besorgtes Elternpaar – Erbrechen und Durchfall

Erbrechen und Durchfall sind unangenehme Symptome einer vielfältigen Störung der Verdauung unterschiedlicher Ätiologie. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine Abwehrreaktion des Organismus, die versucht, Schadstoffe aus dem Körper zu eliminieren.

Die Ursachen für Erbrechen und die Ätiologie der Diarrhöen können minderwertige Lebensmittel sein. Neben Fieber und Bauchschmerzen können sie auf das Anfangsstadium einer Infektionskrankheit hinweisen. Magen-Darm-Infektion – eine der Ursachen für Erbrechen und Fieber beim Kind

Wenn Erbrechen und Durchfall keinen erschöpfenden Charakter haben, ist reichliches Trinken in den ersten Tagen notwendig. Geeignet sind alkalisches Mineralwasser oder Apothekensalzlösungen. Falls erforderlich, kann man ein Elektrolytgetränk selbst ansetzen: In ein Glas mit reinem abgekochtem Wasser einen Kaffeelöffel Salz und Zucker geben. Ziel ist es, dem Organismus die Möglichkeit zu geben, toxische Substanzen aktiv auszuschleusen.

Ein wirksames Antiseptikum ist eine schwache Kaliumpermanganatlösung. Die Einnahme von Sorbentien wie beispielsweise Aktivkohle ist ebenfalls indiziert. Ein hervorragendes Mittel gegen Durchfall ist ein Glas Wasser mit einem Teelöffel Stärke.

Wenn die genannten Maßnahmen innerhalb weniger Tage keine Besserung bringen und Erbrechen sowie Fieber anhalten, ist eine Konsultation eines Facharztes notwendig.

Das spezifische Symptom: Galle-Erbrechen

Bei Erkrankungen wie Magengeschwüren kann eine langdauernde Cholezystitis oder Pankreatitis zu einem Erbrechen von Gallenflüssigkeit führen; dies deutet auf einen Reflux in die Speiseröhre hin. Die Aufnahme fettiger und gebratener Nahrung kann das Galle-Erbrechen auch im Remissionsstadium der Haupterkrankung infolge einer Hypersekretion sowie einer Pylorus-Funktionsstörung provozieren.

Zur Diagnostik kommen eine Fibrogastroskopie und die Bestimmung der Magensäurekonzentration zum Einsatz. Für die Therapie stehen entzündungshemmende Medikamente, Prokinetika (wie Motilium) zur Normalisierung der Pylorus- und Magenfunktionen sowie Spasmolytika und Antibiotika zur Verfügung.

Zur Senkung des Magensäurespiegels werden Präparate aus der Gruppe der H2-Rezeptorantagonisten oder Antazida verwendet. Zur schnellen Wirkung können zudem Präparate mit Ursodeoxycholsäure eingesetzt werden, die überschüssige Gallensäuren binden.

Ob Sie sollten Folgendes beachten:

Zur Aussprache der kürzesten und einfachsten Wörter werden insgesamt 72 Muskeln eingesetzt.


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