Sedal m

Sedal-M Tabletten

Sedal m – Kombinationspräparat mit analgetischer Wirkung.

Pharmakologische Wirkung von Sedal m

Die flüssigen Komponenten des Präparats Sedal m wirken schmerzstillend, entzündungshemmend sowie zur Linderung der Symptome bei Grippe und ORS.

  • Metamisol wirkt schmerzlindernd und entfaltet eine ausgeprägte krampflösende Wirkung auf die glatte Muskulatur von Magen und Darm;
  • Das Phenobarbital, das Sedal m bildet, wirkt krampflösend und beruhigend;
  • Codein steigert die Schmerztoleranz und verstärkt die schmerzlindernde Wirkung.
  • Paracetamol wirkt schmerzstillend und fiebersenkend.
  • Koffein entfaltet eine allgemeine anregende Wirkung; bei arterieller Hypotonie erhöht es den Blutdruck sowie die körperliche Leistungsfähigkeit, verringert Erschöpfung und Schläfrigkeit und steigert die Herzfrequenz.

Darreichungsform

Das Präparat wird als weiße Tablette mit glatter Oberfläche verabreicht. Zur Zusammensetzung von Sedal m gehören folgende Wirkstoffe:

  • 300 mg Paracetamol;
  • 15 mg Phenobarbital;
  • 150 mg Natriummetabisulfit;
  • 10 mg Codeinphosphat;
  • 50 mg Koffein.

Hilfsstoffe: Magnesiumstearat, Laktose, Natriumcarboxymethylstärke, Maisstärke, Glycerol und Povidon K25.

Inhalt der Packung: 10 oder 20 Tabletten.

Als Wirkstoffanaloga gelten die Präparate Kwintalgin, Ist Pentalgin-neu, Sedalgin-Neo, Pentalgin-ICN und Santoperalgin.

Anwendung von Sedal m

Gemäß der Packungsbeilage wird Sedal m zur Behandlung von mittelschweren bis leichten Schmerzen in folgenden Fällen eingesetzt:

  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Neuralgien
  • Radikulitis
  • Zahnbeschwerden
  • Muskel- und Gelenkbeschwerden
  • Traumatische sowie postoperative Schmerzen
  • Pathologische Menstruation

Zudem wird Sedal m bei Fieber sowie Schmerzsyndromen im Rahmen akuter entzündlicher Erkrankungen der oberen Atemwege, einschließlich Influenza und anderer infektiös-entzündlicher Prozesse, angewendet.

Kontraindikationen

Die Anwendung von Sedal m ist in folgenden Fällen kontraindiziert:

  • Nieren- und Leberinsuffizienz
  • Bronchospasmus
  • Bluterkrankungen, einschließlich des Felty-Syndroms und hämolytischer Anämien
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Herzrhythmusstörungen
  • Glucose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel
  • Magen- und Zwölffingerdarmulkus, insbesondere im Verlauf einer Exazerbation
  • Atemdepressionszustände
  • Erhöhter intrakranieller Druck
  • Akuter Myokardinfarkt
  • Arterielle Hypertonie
  • Alkoholintoxikation
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen von Sedal M

Sedal M ist auch im Alter bis zu 12 Jahren nicht indiziert. Bei fortgeschrittenem Alter sollte das Präparat mit Vorsicht angewendet werden.

Anwendungsform von Sedal M

Sedal M wird gemäß den Packungsbeilagen bis zu viermal täglich in einer Einzeldosis von 1–2 Tabletten eingenommen; eine tägliche Gesamtzahl von maximal sechs Tabletten darf nicht überschritten werden.

Bei Anwendung des Präparats als Schmerzmittel sollte die Kurzdauer maximal fünf Tage betragen. Wird Sedal M zur Fiebersenkung eingesetzt, beträgt die maximale Anwendungsdauer drei Tage.

Bei einer Überdosierung von Sedal M können folgende Symptome im Zusammenhang mit der Unterdrückung des Zentralnervensystems auftreten: Schwindel.

  • Zusätzlich sind Übelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit, Benommenheit sowie eine verminderte Reaktionsfähigkeit möglich.
  • Verzögerung der Reflexe
  • Atemdepression
  • Bewusstlosigkeit
  • Schläfrigkeit
  • Mundtrockenheit
  • Kräfteverlust

Zur Behandlung einer Überdosierung sind das induzierte Erbrechen, die Gabe von Aktivkohle, die Magenspülung und eine symptomatische Therapie indiziert.

Die gleichzeitige Einnahme von Sedal m mit bestimmten Arzneimitteln kann zur Entwicklung unerwünschter Wirkungen führen:

  • Die Kombination mit anderen nichtopioiden Analgetika kann die toxischen Effekte verstärken.
  • Barbiturate und Phenylbutazon können den Wirkungseffekt von Sedal m abschwächen.
  • Die Giftigkeit von Metamisol-Natrium wird durch Empfängnisverhütungs- und trizyklische Antidepressiva erhöht.
  • Beruhigungsmittel verstärken die analgetische Wirkung von Sedal m.

Sedal-M Präparat

Nebenwirkungen

Sedal m kann gemäß der Packungsbeilage Verstöße in bestimmten Organsystemen sowie folgende Nebenwirkungen verursachen.

  • Schläfrigkeit, Schwindel sowie eine Verlangsamung der psychomotorischen Reaktionen
  • Granulozytopenie, das Felty-Syndrom und Agranulozytose
  • Hautausschlag, Angioödem (Nesselsucht) und Pruritus
  • Palpitationen
  • Übelkeit, Erbrechen und Obstipation

Möglich bei Langzeiteinnahme von Sedal m in hohen Dosierungen:

  • Abschwächung der schmerzstillenden Wirkung
  • Leber- und Nierenfunktionsstörungen
  • Medikamentöse Abhängigkeit

Anwendungsbedingungen von Sedal m

Nach den Angaben kann Sedal m rezeptfrei erworben werden. Die Tabletten sollten nicht länger als drei Jahre bei einer empfohlenen Lagertemperatur von bis zu 25 °C aufbewahrt werden.

Ob Bitte beachten Sie:

Die höchste Körpertemperatur wurde bei Uilli Jones (USA) festgelegt; der Patient wurde mit einer Temperatur von 46,5 °C ins Krankenhaus eingeliefert.


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