Es handelt sich um einen Zustand, in dem Betroffene unangenehme Empfindungen in den unteren Gliedmaßen (seltener in den oberen) wahrnehmen. Dies löst ein unüberwindbares Verlangen aus, die Beine oder Hände zu bewegen; dieses Phänomen wird als Ruhelosigkeit der Beine (Restless Legs Syndrome, RLS) bezeichnet.
Die Betroffenen bemerken unangenehme Empfindungen, die in der Regel im Ruhezustand am Abend oder in der Nacht auftreten, insbesondere wenn sie liegen oder sitzen. In einigen Fällen führt das Syndrom zu schwerwiegenden Schlafstörungen; bei 15 % der Fälle ist es die Ursache für eine langdauernde Insomnie und beeinflusst damit erheblich die Lebensqualität.
Die Symptome können eine unerträgliche Unruhe verursachen, die den Patienten in Verzweiflung versetzt. Das Syndrom tritt in allen Altersgruppen auf; jedoch leiden Menschen mittleren und fortgeschrittenen Alters häufiger daran.
In 20 % der Fälle tritt das Syndrom bei schwangeren Frauen auf. Die Symptomatik zeigt sich im zweiten bis dritten Trimester und verschwindet nach der Geburt vollständig.
Das Syndrom tritt in 20 % der Fälle bei schwangeren Frauen auf. Die Symptomatik zeigt sich im zweiten bis dritten Trimester und verschwindet nach der Geburt vollständig.
Das Syndrom der unruhigen Beine ist nicht ausgeschlossen bei Kollagenosen, Alkoholismus, langdauernden obstruktiven Lungenerkrankungen, Hypothyreose, Thyreotoxikose, Porphyrie, obliterierenden Gefäßerkrankungen, Radikulopathien, Rückenmarksinfektionen, essentiellen Tremor, Huntington-Krankheit, lateraler Amyotrophie und Fibromyalgie.
Auch bei kerngesunden Menschen kann das Syndrom der unruhigen Beine (SBN) auftreten, beispielsweise nach Untersuchung des verlegten Stresses, intensiver körperlicher Belastung oder Konsum von koffeinhaltigen Getränken in großen Mengen.
Als Auslöser für das Syndrom der unruhigen Beine können auch die Einnahme bestimmter Medikamente wirken:
Auch genetische Faktoren spielen eine bedeutende Rolle: Tatsächlich sind etwa die Hälfte der an dem Syndrom der unruhigen Beine leidenden Menschen Mitglieder von Familien, in denen die Erkrankung von einer Generation auf die nächste vererbt wurde.
Das Symptom wird durch das Auftreten unangenehmer Empfindungen charakterisiert: stechend, krampfhaft, zuckend, drückend oder brennend in den unteren Gliedmaßen. Die Erscheinungsform der Symptome tritt hauptsächlich im Zustand der Ruhe auf und verringert sich bei körperlicher Aktivität erheblich.
Zur Linderung des Zustands greifen Betroffene zu verschiedenen Maßnahmen: Sie strecken und beugen die Beine, massieren, schütteln oder reiben sie; während des Schlafes drehen sie sich oft, stehen vom Bett auf und wechseln von einer Seite zur anderen oder tauschen das Bein. Solche Maßnahmen helfen zwar, die Symptome vorübergehend zu lindern, doch kehren diese kaum zurück, sobald der Betroffene wieder ins Bett geht oder einfach steht.
Ein Kennzeichen des Syndroms ist die zeitliche Konzentration der Symptomatik: durchschnittlich erreicht sie ihre maximale Ausgeprägtheit in der Nacht zwischen 12 Uhr und 4 Uhr morgens, während das Minimum auf die Zeit von 6 bis 10 Uhr fällt.
Bei fortgeschrittenen Fällen mit langjähriger Abwesenheit einer Behandlung geht der Tagesrhythmus des Syndroms verloren; die Symptome treten dann jederzeit auf, sogar im Sitzen. Solche Zustände erschweren das Leben erheblich – sie machen langanhaltende Fahrten im Transport kaum erträglich und behindern das Arbeiten am Computer sowie den Besuch von Kinos oder Theatern.
Aufgrund der Notwendigkeit beginnen die Bewegungen während des Traumes beim Patienten zu manifestieren, was zur schnellen Ermüdung und Tagesmüdigkeit führt.
Es gibt keine spezifische medizinische Analyse zur Diagnose des RLS; stattdessen können eine Blut- und Urinanalyse dazu dienen, andere Erkrankungen auszuschließen.
Die Diagnostik des RLS basiert auf:
Ein nicht unwesentlicher Faktor ist das Schlafverhalten: schlummert der Patient bevorzugt tagsüber, weil er abends oder nachts aufgrund unangenehmer Empfindungen in den Gliedmaßen unter Schlafmangel leidet, so kann eine Verdachtsdiagnose eines Ruhelosen-Beine-Syndroms (RLS) gestellt werden.
Das Hauptziel der RLS-Behandlung ist die Linderung der Symptome, die Reduktion der Tagesmüdigkeit und die Verbesserung der Lebensqualität des Patienten.
Bevor mit der Behandlung begonnen wird, muss die Ursache des Syndroms ermittelt werden. Falls sich herausstellt, dass das Syndrom durch die Einnahme von Medikamenten ausgelöst wurde (sekundäres RLS), müssen diese Medikamente abgesetzt werden. Bei Fällen, in denen das Syndrom ein Symptom einer anderen Grunderkrankung ist, muss primär diese Grunderkrankung behandelt werden.
Die Behandlung des Syndroms sollte vorrangig darauf ausgerichtet sein, die bestehende Eisenmangelanämie sowie einen Vitamin-B6-Mangel und eine Magnesiumverarmung zu korrigieren. Innerhalb der medizinischen Einrichtung können sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Therapiemaßnahmen angewendet werden.
Patientinnen wird empfohlen, abendliche Duschen zu nehmen, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, den Konsum von Tabak und Alkohol zu vermeiden, die körperliche Belastung zu moderieren sowie koffeinhaltige Getränke und Lebensmittel zum Abendessen auszuschließen; zudem sollten Fußspaziergänge vor dem Einschlafen durchgeführt werden.
Das Ruhelosigkeits-Syndrom ist ein Zustand, bei dem Patienten unangenehme Empfindungen in den Gliedmaßen wahrnehmen, was zu einem überwältigenden Bewegungsdrang der Beine (oder Hände) führt; eine rechtzeitige Diagnostik und Behandlung ermöglichen es, die mit der Erkrankung verbundenen Symptome vollständig zu vermeiden.
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