Blauer Eibisch

Blauer Eibisch – eine krautige Pflanze aus der Familie der Boraginaceae, die in West- und Ostsibirien auf feuchten, humusreichen Böden, Wiesen, Flussufern sowie unter Gebüschen und Waldwiesen wächst. Bekannte Namen für diese Pflanze sind: griechischer Baldrian, blaues Hartheu, azurblaues Sinjucha oder Lasorewaja sowie der Zweikräfte. Sinjucha die Blaue

In der Medizin werden die Wurzeln der Pflanze verwendet; sie werden gesammelt, wenn sich der Hochbereich der Blüte im Herbst verwelkt. Die Wurzeln werden ausgegraben, nach dem Abschneiden des Stiels in kaltem Wasser gewaschen, gegebenenfalls in kleinere Stücke zerschnitten und entweder an der Luft unter der Sonne oder bei 50 Grad Celsius getrocknet. Die vorbereiteten trockenen Wurzeln können zwei Jahre lang gelagert werden.

Nützliche Eigenschaften und Anwendung von Sinjucha (Blauer Eibisch)

In den Wurzelstöcken und -wurzeln des Blauen Eibischs wurden zahlreiche Triterpen-Glykoside nachgewiesen, die für die ausgeprägte schleimlösende Wirkung der daraus hergestellten Präparate verantwortlich sind. Zudem enthalten die Wurzeln Kalium, Magnesium, Kupfer, Mangan, Nickel, Selen, Eisen sowie Calcium, Fette und ätherische Öle, galaktosehaltige Substanzen sowie Harze.

Es ist auch bekannt, dass diese Pflanze eine beruhigende Wirkung hat und den Baldrian deutlich übertrifft. Sie stellt den Lipidaustausch wieder her, aktiviert die Funktion der Nebennierenrinde, beschleunigt die Blutgerinnung und beugt Atherosklerose vor.

Aufgrund dieser Eigenschaften wird Sinjucha (der Blaue Eibisch) in der Neurologie eingesetzt – zur Behandlung von Störungen des zentralen Nervensystems sowie bei Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, die auf Cholesterinstoffwechselstörungen zurückzuführen sind.

Der Sud oder Aufguss aus den Wurzelstöcken und Wurzeln wird bei Bronchopneumonie, akuter oder chronischer Bronchitis, respiratorischen Erkrankungen, Lungentuberkulose, Keuchhusten, Fieber sowie Dysenterie angewendet (siehe auch Abschnitt SCHKT).

Heiße Umschläge mit dem Aufguss von Sinjucha helfen bei Schlangenbissen.

In der Volksmedizin werden die Stiele von Sinjucha verwendet; der Aufguss aus den Stielen dient bei nervösen Erkrankungen und Dysenterie, während das Pulver aus ihnen zur Behandlung von Tollwutbissen eingesetzt wird.

Es gibt positive Bewertungen für Sinjucha (die Blaue), deren Blüten zur Herstellung eines Aufgusses zur Behandlung von Weißfieber verwendet werden.

Der Aufguss der Wurzeln wird wie folgt zubereitet: Zwei Esslöffel des Rohmaterials werden in ein emailliertes Gefäß gegeben, mit 200 ml abgekochtem heißem Wasser übergossen und 15 Minuten im Wasserbad unter dem Deckel erhitzt. Die Tinktur wird anschließend 45 Minuten ziehen gelassen und abgekühlt. Danach wird das Filtrat aus den ausgekochten Wurzeln abgetrennt, mit abgekochtem Wasser aufgefüllt und durchgesiebt, um 200 ml Aufguss zu erhalten. Zur Behandlung von Auswurfbewältigung nimmt man das Mittel nach dem Essen in Höhe von 3–5 Esslöffeln pro Tag ein (siehe auch Abschnitt SCHKT); bei Geschwüren wird empfohlen, gleichzeitig mit der Tinktur die Ruhrkräuter in gleicher Dosierung einzunehmen. Wurzel der Sinjucha die Blaue

Anstelle des Aufgusses kann ein Sud aus den Wurzeln zubereitet werden: 1–2 Esslöffel der Wurzeln werden mit 200 ml kochendem Wasser übergossen, 20 Minuten gekocht und anschließend 10 Minuten ziehen gelassen. Nach dem Abseihen wird das Mittel in Höhe von 4–5 Esslöffeln pro Tag nach der Nahrungsaufnahme eingenommen – analog zum Aufguss.

Bei Epilepsie hilft folgende Tinktur aus Sinjucha: 10 g Wurzeln werden zu einem Mus zerstoßen, mit 70 %igem Spiritus übergossen und zwei Wochen stehen gelassen; es ist wünschenswert, das Gefäß alle zwei Stunden umzuschütteln. Das Mittel wird nach dem Abseihen in Höhe von 15 Tropfen dreimal täglich eingenommen.

Kontraindikationen für die Anwendung von Sinjucha (die Blaue).

Die Hauptkontraindikationen für die Anwendung von Sinjucha (die Blaue) sind die Einnahme des Präparats auf nüchternen Magen sowie eine Überempfindlichkeit gegenüber der Pflanze.

Es liegen Berichte vor, wonach Sinjucha bei hohen Dosen Durchfall, Atemnot, Erbrechen und Kopfschmerzen verursacht; daher ist es notwendig, das vorgeschriebene Dosierungsschema einzuhalten und die Kur unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen. Bei Überschreitung des Behandlungsschemas und Auftreten von Symptomen einer Überdosierung muss das Mittel zur Aufrechterhaltung der Herztätigkeit eingesetzt werden. Der Magen ist bei schweren Vergiftungsfällen mit Sinjucha zu waschen.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Zur Artikulation auch der kürzesten und einfachsten Wörter werden insgesamt 72 Muskeln benötigt.


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