Skandonest

Skandonest ist ein lokalanästhetisches Mittel, das als Injektionslösung sowie als Cartridge mit 1,8 bis 2 ml des Wirkstoffs in Ampullen erhältlich ist. Skandonest in der Verpackung

Der Wirkstoff des Präparats ist Mepivacainhydrochlorid. Eine Skandonest-Cartridge (1,8 ml) enthält 54 mg Mepivacain-Hydrochlorid, 10,80 mg Natriumchlorid sowie Wasser für Injektionszwecke.

Pharmakologische Wirkung von Skandonest

Die Gebrauchsinformation zu Skandonest beschreibt folgende Wirkmechanismen: Das Präparat hemmt die Entstehung und Weiterleitung von Impulsen in den Nervenzellen durch blockierende Natriumkanäle. Skandonest bewirkt eine starke lokale Anästhesie aller Typen (infiltrativ, Leitungsanästhesie, Spinal- oder Epiduralanästhesie). Die Wirkung hält 1 bis 3 Stunden an. Mepivacain wird in der Leber gut verstoffwechselt und besitzt eine gefäßverengende Wirkung.

Anwendungsgebiete

Skandonest wird bei lokaler, Kaudal-, Epidural- und Leitungsanästhesie (bei Eingriffen im Mundbereich sowie therapeutischen und chirurgischen Maßnahmen) eingesetzt. Besonders häufig findet das Präparat in der Zahnheilkunde Anwendung. Als Anästhetikum ist es für Patienten geeignet, die unter Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder koronarer Herzinsuffizienz leiden.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen anästhesierende Substanzen vom Amid-Typ sowie Parabene (Alkyl-4-hydroxybenzoate), schwere Lebererkrankungen und schwere Myasthenie. Gemäß der Gebrauchsinformation sollte das Präparat bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz oder entzündlichen Erkrankungen unter besonderer Vorsicht angewendet werden. Eine Anwendung ist nicht empfohlen bei Schwangerschaft, Stillzeit und bei Personen über 65 Jahren (Altersgruppe).

Nebenwirkungen von Skandonest

Bei intravaskulärer Verabreichung oder Überdosierung können Kopfschmerzen, Schwindel, Schwäche, Müdigkeit, Gangstörungen, Krämpfe, Bewusstlosigkeit sowie sensorische und motorische Blockaden auftreten. Kardiovaskuläre Nebenwirkungen umfassen eine Erhöhung des arteriellen Blutdrucks, Arrhythmien und Bradykardie; urogenital wird unwillkürliches Wasserlassen beobachtet. Zudem sind allergische Reaktionen wie Exanthem, Juckreiz, Urtikaria oder angioneurotisches Ödem nicht ausgeschlossen. Weitere Nebenwirkungen von Skandonest sind Taubheitsgefühl von Zunge und Lippen, eine Verlängerung der Anästhesiedauer sowie Hypothermie; bei Anwendung während der Schwangerschaft kann es zu einer Bradykardie des Fötus kommen.

Dosierung von Skandonest

Die Dosierung und Menge des Wirkstoffs Mepivastin (Mepivakain) hängen vom Eingriffscharakter und der Art der Anästhesie ab; die mittlere Dosis für Leitungs- und Infiltrationsanästhesie beträgt 1–3 ml. Die Höchstdosis von Mepivakain in der Zahnheilkunde für Erwachsene liegt bei 6,6 mg/kg Körpergewicht (maximal 400 mg pro Einzeldosierung). Für Kinder beträgt die Höchstdosis 5–6 mg/kg Körpergewicht. Bei Patienten im fortgeschrittenen Alter sollte das Präparat mit Vorsicht angewendet werden; für Personen über 65 Jahre wird empfohlen, die Dosierung gemäß Packungsbeilage auf die Hälfte der Erwachsenendosis zu reduzieren.

Anwendung während der Schwangerschaft

Skandonest ist während der Schwangerschaft nur bei strenger Indikation anzuwenden; in allen anderen Fällen sollte das Präparat vermieden werden, da es leicht durch die Plazenta übergeht und den Fötus erreichen kann. Skandonest-Kartuschen

Bei stillenden Frauen darf das Kind nach Abklingen des Anästhesiewirkens auch dann gestillt werden, wenn andere lokale Anästhetika verwendet wurden; Mepivakain gelangt jedoch nur in vernachlässigbaren Mengen in die Muttermilch.

Zehn Tage vor der geplanten Injektion von Skandonest sollten MAO-Hemmer (z. B. Prokarbazin, Furazolidon, Selegilin) abgesetzt werden, da sie das Risiko einer Blutdrucksenkung erhöhen können.

Hinweis für Sportler: Skandonest enthält den Wirkstoff Mepivakain, der bei Dopingkontrollen eine positive Reaktion auslösen kann!

Die Packungsbeilage zu Skandonest ist in diesem Dokument enthalten; eine Anwendung des Präparats ohne ärztliche Aufsicht wird nicht empfohlen.

Ob Wichtige Hinweise:

Patienten unter Antidepressiva-Therapie leiden häufig erneut an Depressionen; im Gegensatz dazu haben Personen, die ihre Niedergeschlagenheit allein bewältigen, alle Chancen, diesen Zustand endgültig zu vergessen.


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