Sorbit

Beschreibung der Substanz

Der Sorbit – eine als Glukitol bezeichnete sechskohlenstoffhaltige Polyolsüße, die als Nahrungsergänzungsmittel E 420 registriert ist; diese kristalline, farblose und geruchlose Festsubstanz löst sich gut in Wasser auf und besitzt einen angenehmen Geschmack. Die Süßkraft des Sorbits beträgt etwa das Doppelte der von gewöhnlichem Zucker. Sorbit – Glucit, ein geruchloses weißes kristallines Substanz

Der Sorbit kommt in großen Mengen in den Früchten des Vogelbeerbaumes vor; sein Name leitet sich von dessen lateinischer Bezeichnung (Sorbus aucuparia) ab. Dennoch wird der Sorbit industriell aus Maisstärke hergestellt.

Chemische Formel der Substanz: C6H14O6

Der Sorbit wirkt als natürliches Saccharid, Komplexbildner, Emulgator, Texturmittel und Feuchthaltemittel sowie als Farbstabilisator und Dispergiermittel für die Substanz. Er wird vom Organismus zu 98 % vollständig aufgenommen und unterscheidet sich vorteilhaft von synthetischen Substanzen durch seine ernährungsphysiologischen Eigenschaften: Der Kaloriengehalt des Sorbits beträgt 4 kcal/g.

Nach Expertenmeinungen trägt der Sorbit zur Einsparung des Vitaminverbrauchs in den Gruppen In (Nikotinsäureamid), Pyridoxin und Thiamin bei. Zudem fördert die Aufnahme dieses Nahrungsergänzungsmittels das Wachstum der Darmmikroflora, welche diese Vitamine synthetisiert.

Trotz seines süßen Geschmacks ist Sorbit kein Kohlenhydrat; daher kann er ohne gesundheitliche Nachteile für Diabetiker verwendet werden. Die Substanz behält ihre Eigenschaften beim Kochen bei und eignet sich erfolgreich zur Zugabe in Lebensmittel, die einer Erhitzung unterliegen.

Die physikochemischen Kennziffern des Sorbits

Die Substanz verfügt über folgende physikochemische Eigenschaften:

  • Die Süßkraft des Sorbits beträgt 0,6 der Süßkraft von Saccharose;
  • Der energetische Wert dieses Nahrungszusatzstoffes – 4 Kilokalorien oder 17,5 kJ;
  • Die Löslichkeit (bei einer Temperatur von 20 Grad Celsius) – 70 %;
  • Die empfohlene Tagesdosis – 20–40 g;

Anwendung des Sorbits

Dank seiner Eigenschaften wird Sorbit häufig als Zuckerersatz in der Herstellung diätetischer Lebensmittel und Getränke, Kaugummis, Konditoreierzeugnisse, Sirupe, Fruchtgelees, Bonbons sowie fruchtgeschmackiger Konserven eingesetzt. Aufgrund seiner hygroskopischen Eigenschaft bindet er Feuchtigkeit aus der Luft und verhindert so das vorzeitige Verhärtung und Austrocknen von Lebensmitteln.

In der Pharmazie dient Sorbit als Struktur- und Füllstoff bei der Herstellung von Gelatinekapseln, Vitaminpräparaten, Cremes, Salben, Pasten sowie Hustensirupen; zudem wird er in der Produktion von Ascorbinsäure eingesetzt. Nahrungssorbit – ein natürlicher Süßstoff

Darüber hinaus findet Sorbit Anwendung als hygroskopische Substanz in der kosmetischen Industrie (Herstellung von Cremes, Zahnpasten, Masken, Pudern, Deodorants, Lotionen, Duschgele und Shampoos) sowie in den Textil-, Leder-, Tabak-, Papier- und chemischen Industrien.

Nach dem Gutachten der Experten der Europäischen Gesellschaft für Nahrungszusatzstoffe wurde dem Sorbit (E 420) der Status eines zur Anwendung geeigneten und gesundheitlich unbedenklichen Zusatzstoffs verliehen.

Nutzen und Risiken des Sorbits

Laut Reviews verfügt das Sorbit über einen abführenden Effekt, dessen Stärke proportional zur vom Organismus aufgenommenen Menge zunimmt. Dosen von 40–50 g können zu Blähungen führen, während Dosen über 50 g eine starke Abführwirkung entfalten. Diese Eigenschaft ermöglicht die Verwendung des Sorbits als medikamentöses Mittel gegen Verstopfung. Im Gegensatz zu vielen anderen Abführmitteln ist das Sorbit nicht giftig und wird daher auch bei der Behandlung von Alkoholintoxikationen eingesetzt.

Dennoch kann der Sorbit-Verbrauch vermehrt Gasbildung, Magenschmerzen, Durchfälle sowie die Exazerbation einer Fruktosemalabsorption verursachen. Eine exzessive Aufnahme des Sorbits kann zudem Nerven und Augen schädigen und zu Neuropathien sowie diabetischer Retinopathie führen.

Das Sorbit besitzt eine choleretische Wirkung, was seine Anwendung bei der Leber-, Nieren- und Gallenblasenspülung zur Reinigung dieser Organe ermöglicht.

Obwohl das Sorbit kein Zucker ist, wird es nicht empfohlen, Lebensmittel mit einem hohen Sorbitgehalt an Personen mit Fettstoffwechselstörungen zu verabreichen.

Ob Das sollten Sie wissen:

Die Mehrheit der Frauen empfindet mehr Vergnügen bei der Betrachtung ihres eigenen Körpers im Spiegel als beim Sex und strebt daher nach Harmonie.


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