Afferenz

Afferenz (vom Harnleiter, von lateinisch *afferens*, *afferentis* – bringend) – der Strom nervöser Impulse, die ins Zentralnervensystem von Intero- und Exterorezeptoren fließen. Der sowjetische Physiologe P. K. Anochin (Mitglied des Akademischen Rates des AMN der UdSSR, 1898–1974) hat folgende Begriffe für die Bezeichnung spezifischer Afferenzen vorgeschlagen:

  • Rückwärts-Afferenz – das Prinzip der Arbeit funktioneller Systeme des Organismus, bei dem eine ständige Einschätzung des Ergebnisses durch den Vergleich seiner Kennwerte mit den Kennwerten des Akzeptors dieses Ergebnisses erfolgt;
  • Situative Afferenz – die Komponente der afferenten Synthese, die die Wirkung aller extrinsischen Faktoren auf den Organismus darstellt, welche die konkrete Situation bilden, vor deren Hintergrund sich die adaptive Tätigkeit abspielt;
  • Start-Afferenz – die Komponente der afferenten Synthese, die bereits im Verhaltensakt die integrierte Vorstart-Integration der Erregungen realisiert; zur charakteristischen Form der Start-Afferenz zählt der bedingte Reiz.
Ob Wissen Sie:

Selbst wenn das Herz des Menschen nicht schlägt, kann er über einen langen Zeitraum dennoch leben, was der norwegische Fischer Jan Rewsdal demonstriert hat. Sein „Motor" blieb für vier Stunden stehen, nachdem sich der Fischer geirrt und im Schnee eingeschlafen war.


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