Asthenie

Asthenie (astheneia – die Schwäche, die Kraftlosigkeit; das Synonym: asthenisches Syndrom) – ein Zustand, der sich durch Weinerlichkeit, erhöhte Erschöpfbarkeit, reizbare Schwäche, häufige Stimmungsschwankungen, Hyperästhesie sowie Verwirrungen des Traumes und vegetative Störungen auszeichnet.

Unterteilen Sie die folgenden Asthenie-Formen:

  • Hypersthenie (hypersthenia; griech. hyper – über + sthenos – Kraft): entsteht durch Abschwächung der aktiven Hemmungsfunktion; verläuft mit Reizbarkeit, Unbeherrschtheit und Verlust der Selbstkontrolle. Der Begriff wurde von A. G. Iwanow-Smolenski eingeführt.
  • Hyposthenie (hyposthenia; griech. hypo – unter + sthenos – Kraft): entsteht durch Abschwächung der Anregungsprozesse; verläuft mit reizbarer Schwäche und Erschöpfung. Der Begriff wurde von A. G. Iwanow-Smolenski eingeführt.
  • Intoxikationsasthenie (Synonym: toxische Neurasthenie) entsteht vor dem Hintergrund einer Toxikomanie oder Intoxikation und wird vorwiegend durch vegetative Störungen gekennzeichnet.
  • Infektiöse Asthenie (lateinisch: infectiosa; Synonym: Bonges-Asthenie) tritt während einer Infektionskrankheit oder im Anschluss daran auf.
  • Organische Asthenie (lateinisch: organica; Synonyme: organische Neurasthenie, Pseudoneurasthenie) tritt gleichzeitig mit den Anfangsmerkmalen organischer Hirninfektionen auf und wird durch Schwäche der geistigen Leistungen sowie Gedächtnisstörungen charakterisiert.
  • Periodische Asthenie (lateinisch: periodica) verläuft paroxysmal; sie ist gekennzeichnet durch Stimmungsumschwünge mit deutlichen depressiven Komponenten.
  • Psychische Asthenie: Die psychischen Prozesse sind durch eine erhöhte Erschöpfung und eine Verzögerung ihrer Wiederherstellung gekennzeichnet; zudem liegt eine emotionale Labilität sowie eine psychische Hyperästhesie vor.
  • Physische Asthenie: Bei dieser Form der Asthenie tritt die körperliche Erschöpfung schneller ein.
Ob Man weiß:

Gebildete Personen sind seltener von Hirnerkrankungen betroffen. Die intellektuelle Tätigkeit fördert die Bildung einer zusätzlichen Reserve, die krankhafte Zustände kompensieren kann.


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