Gelbsucht

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Gelbsucht ist eine Manifestation von Erkrankungen der Leber und anderer Organe, die sich durch die gelbe Verfärbung der Haut, Schleimhäute und Skleren aufgrund des Bilirubin-Anreicherungsprozesses äußert. Im Normalzustand wird dieses Pigment zusammen mit dem Verdauungsinhalt praktisch vollständig ausgeschieden; bei kranken Menschen hingegen sammelt es sich im Organismus an und deutet auf Störungen der Gallenwege, der Leber sowie anderer lebenswichtiger Systeme hin. In Einzelfällen tritt Gelbsucht bei Kindern oder Erwachsenen infolge eines anomalen intensiven Zerfalls der Erythrozyten oder nach der Aufnahme bestimmter Medikamente auf. Wichtig ist zu betonen: Sobald Gelbsucht diagnostiziert wurde, richtet sich die Behandlung primär nach der Klärung ihrer Ursache und der Beseitigung der Grunderkrankung, nicht nach den Untersuchungen zur Farbveränderung von Haut und Schleimhäuten.

Ursachen des Auftretens von Gelbsucht

  • Gutartige und bösartige Lebererkrankungen
  • Erbliche Gallengangsanomalien
  • Postoperative Komplikationen
  • Erkrankungen der Leber und der Gallenblase
  • Die Aktivität bestimmter parasitärer Mikroorganismen;
  • Folgen der Aufnahme ausgesonderter Gruppen von Arzneimitteln.

Unbedeutend ist, aus welchem Grund bei Ihnen die Symptome einer Gelbsucht entstanden sind. Wichtig ist lediglich, dass diese Pathologie die Funktion aller Körpersysteme beeinträchtigt. Insbesondere betrifft dies Leber und Nieren.

Die Gelbsucht – Symptome der Erkrankung und das Krankheitsbild.

Symptome der Gelbsucht

In der medizinischen Praxis wird üblicherweise eine bestimmte Form der Gelbsucht unterschieden. Der Krankheitsverlauf hängt entsprechend von der Erkrankungsform, dem Alter des Patienten sowie weiteren wichtigen Faktoren stark ab.

Die mechanische Gelbsucht ist durch einen Störungszustand des normalen Gallenabflusses und Probleme bei der Bilirubin-Ausscheidung gekennzeichnet. Ursachen sind: Cholelithiasis (Gallensteine), Tumore der Gallengänge oder mechanische Verletzungen der Gallenblase. Bei dieser Form verfärbt sich die Haut nicht gelb, sondern zeigt eine grünliche Schattierung; das Hautjucken ist vorhanden, und die Stühle sind meist dunkel gefärbt.

Die Neugeborenen-Gelbsucht wird durch einen Enzymmangel provoziert und manifestiert sich in den ersten Lebenstagen des Kindes. Sie unterscheidet zwei Typen: Der erste Typ zeichnet sich durch eine starke Erhöhung des Bilirubins im Blut, eine Verfärbung der Haut und der Sklera sowie Schleimhäute in hellgelbe Töne aus, begleitet von Symptomen, die auf eine Infektion des Zentralnervensystems hindeuten. Der zweite Typ (Neugeborenen-Gelbsucht II) äußert sich durch ein leichtes Gelbfärbung der Haut und spricht gut auf die Behandlung an.

Die hepatotoxische (wahre) Gelbsucht tritt unter Einfluss erblicher Faktoren sowie nach infektiösen oder toxischen Leberschädigungen auf. Insbesondere entstehen die Symptome bei Toxikosen, akuten Infektionskrankheiten oder einer Intoxikation des Organismus. Das Jucken ist schwach ausgeprägt; Haut und Schleimhäute färben sich scharlachrot-gelb, wobei eine rötliche Färbung selten ist. Der Urin des Patienten wird dunkel, die Stühle bleiben meist hell. Bei schweren Krankheitsverläufen entwickelt sich eine Mangelernährung (Kachexie).

Die hämolytische Gelbsucht – gekennzeichnet durch eine verstärkte Hämolyse der Erythrozyten, was zu einer intensiven Bilirubin-Ausscheidung führt. Wenn bei einem Patienten eine hämolytische Gelbsucht diagnostiziert ist, ähneln die Symptome allen Merkmalen einer Vergiftung durch Schlangengifte, Sulfonamide, Methämoglobinbildner oder andere Substanzen, die die Hämolyse der Erythrozyten beeinflussen. Verschlimmerungen der Erkrankung treten bei Unterkühlung des Organismus und neuen Intoxikationen auf. Bei Kindern manifestiert sich die hämolytische Neugeborenen-Gelbsucht häufig infolge eines Rhesusfaktor-Konflikts während der Schwangerschaft.

Die Gelbsucht – Behandlung der Erkrankung.

Das Medikament Die richtige Methode des Kampfes mit der Gelbsucht ist auf der termingemäßen Aufspürung des Grundes der Erkrankung gegründet. Dazu wird dem Patienten die allgemeine Analyse des Blutes und die Leberbiopsie ernannt. Jetzt bis ins Einzelne über die Hauptmethodiken der Behandlung.

Die Lichttherapie – wird bei Gelbsucht bei Neugeborenen erfolgreich eingesetzt. Das Verfahren erfolgt im Kinderzimmer unter einer Fluoreszenzlampe. In der Regel reichen 1–2 Tage Therapie, bis die Leber reif genug ist, um Bilirubin selbstständig zu verarbeiten. Die Lichtbehandlung ist bei Gallengangatresie nicht wirksam; in diesem Fall ist ein chirurgischer Eingriff notwendig.

Die medikamentöse Behandlung von Gelbsucht basiert auf Hepatoprotektiva wie Silibor, Sirepar und Silibinin sowie anderen Präparaten. Gleichzeitig werden dem Patienten krampflösende Mittel wie Remidon, Papaverin, Ab-Schpu und Dibazol verschrieben.

Bei obstruktiver Gelbsucht ist eine Behandlung ohne chirurgischen Eingriff unmöglich, da die medikamentöse Therapie den gewünschten Effekt nicht erzielt. Der Operationstyp hängt von der Ursache des Gallenabflussversagens ab.

Wie Sie sehen, gibt es vielfältige Methoden zur Behandlung von Gelbsucht; daher sollten Sie sich nicht auf die Selbstheilung verlassen und bei ersten Symptomen einen Experten der Rayon-Poliklinik konsultieren, der die notwendigen Analysen anordnet und die adäquatste Therapie wählt.

Ob Sie wissen:

Die mittlere Lebensdauer von Linkshändern ist geringer als die von Rechtshändern.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt