Reflexion

Effektive Techniken der Reflexion Wesentliches

Arten der Reflexion

Je nach Ausrichtung des kritischen Denkens werden üblicherweise drei Hauptformen der Reflexion unterschieden:

  • Die elementare Form: Diese Art der Selbstkritik ist für jeden Menschen eigenständig. Häufig bilden sich im Leben solche Situationen, in denen man über die Gründe eigener Misserfolge und Fehler nachdenken muss. Ähnliche Überlegungen tragen zur Veränderung bestehender Vorstellungen von der Umwelt bei; sie ermöglichen es, Fehler zu korrigieren und künftig zu vermeiden.
  • Die wissenschaftliche Form: Diese Art findet ihre Hauptanwendung in verschiedenen speziellen Disziplinen. Sie ist auf die Erforschung von Methoden sowie auf die Analyse des Erhalts wissenschaftlicher Ergebnisse gerichtet, also auf die Begründung der darauf basierenden Theorien und Gesetze.
  • Die philosophische Form: Diese Denkweise wird als höchstwertig betrachtet. Sie umfasst das Erfassen und Verstehen der Grundlagen des Daseins sowie die Überlegung über den Sinn der menschlichen Existenz. Seit alters her dient die philosophische Reflexion als Grundlage für die geistige Vervollkommnung des Menschen sowie als Mittel seiner Selbsterkenntnis. Die Fähigkeit zur kritischen Selbstanalyse dieser Art stellt das wichtigste Merkmal des menschlichen Intellekts dar.

Die Formen der Reflexion

Die kritische Einstellung des Denkens ist vom hohen Entwicklungsstand der menschlichen Psyche abhängig. Diese Fähigkeit gilt als Kennziffer für das Wesen und die Persönlichkeit des Individuums. Zur Verwirklichung einer kritischen Analyse werden verschiedene Formen der Reflexion herangezogen. Zu den bekanntesten zählen:

  • Der Übergang in eine reflektierende Position: Die vorliegende Aufnahme erfolgt durch die Exklusion des unmittelbaren Interesses an der Situation, in der sich die Schwierigkeit ereignet hat. Der Blick richtet sich dabei auf die sogenannte 'Distanzperspektive'. Dabei wird aus einer ausgeprägten, komplizierten Lage herausgetreten in eine Position, die es zulässt, das Problem zu ordnen und einen Lösungsweg zu finden. Ein Ausgangsmoment der Reflexion ist das Erkennen von Ursachen bestimmter Schwierigkeiten sowie die Fixierung der Situation im Kontext ihres Entstehens.
  • Die reflektierende Abbildung der Situation. Der Wandel des Standpunkts gegenüber der Situation trägt häufig zum Erscheinen der Vorstellung über die wahrscheinlichen Ursachen der entstandenen Schwierigkeiten bei. Die reflektierenden Überlegungen sind in diesem Fall komplex und im Bewusstsein gewöhnlich schwer festzuhalten. In diesem Zusammenhang entsteht die Notwendigkeit, eine schematische Abbildung der Situation zu konstruieren, was es erlaubt, sich objektiv der ausgeprägten Lage zurechtzufinden;
  • Die reflektierende Begründung der Tätigkeit. Aufgrund der Ergebnisse der Reflexion, die es zulassen, die Ursachen der Schwierigkeiten aufzuklären, bildet sich das Verständnis darüber, wie die komplizierte Lage zu korrigieren ist. Die kritische Haltung zum Problem ermöglicht es, die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen zu rechtfertigen, die auf die Veränderung der Situation und die Behebung der zugelassenen Fehler gerichtet sind.

Der Besitz von Aufzeichnungen über die Reflexion – eines der wichtigsten Merkmale des psychischen Entwicklungsstandes.

Die Formen der Reflexion

Die kritische Analyse ist in der Lage, verschiedene Funktionen zu erfüllen; jede davon hängt direkt vom Zeitpunkt ihrer Durchführung ab. Im Zusammenhang mit dieser Besonderheit lassen sich drei Hauptformen der Reflexion unterscheiden:

  • Die situative Form: Sie repräsentiert die Fähigkeit des Menschen, eine sich im konkreten Moment bildende Situation zu analysieren und mit ihr die Effekte zu koordinieren. Diese Denkform ermöglicht es, Tätigkeiten in genauer Übereinstimmung mit den sich ändernden Bedingungen zu steuern;
  • Die retrospektive Form: Diese Form der Selbstanalyse erlaubt es, bereits geschehene Ereignisse sowie die Ergebnisse vollzogener Tätigkeit zu bewerten. Das kritische Denken richtet sich auf die Analyse von in der Vergangenheit gewonnenen Erfahrungen. Die Reflexion hilft dabei, wahrscheinliche Fehler aufzuspüren und nach den Gründen ihres Entstehens zu suchen.
  • Die perspektivische Form: Sie umfasst die Überlegungen des Subjekts zur bevorstehenden Tätigkeit und trägt zur Bildung von Vorstellungen über die Reihenfolge der notwendigen Effekte bei. Diese Form der Reflexion ermöglicht es in ergebnisreichster Weise, die Arbeit zu planen.

Hauptformen der Reflexion Die kritische Selbstanalyse kann sowohl individuell als auch im Gruppenkontext durchgeführt werden. Neben den oben genannten Formen des reflektierenden Denkens lassen sich zudem die inner- und zwischensubjektiven Formen abgrenzen. Jede dieser Formen gliedert sich in drei Komponenten: Die korrigierende, trennscharfe und ergänzende Reflexion. Der erste Typus ermöglicht die Auswahl einer Wirkungsweise, die optimal an die konkreten Bedingungen angepasst ist. Die zweite Form erlaubt es, den Lösungsweg aus mehreren möglichen Varianten zu wählen. Die ergänzende Reflexion macht es möglich, notwendige Effekte durch Hinzufügen weiterer Elemente zu komplexeren Strukturen weiterzuentwickeln.

Die zwischenmenschlichen Formen umfassen genossenschaftliche, entgegenwirkende sowie konkurrierende Reflexionen. Die genossenschaftliche Form vereint getrennte Subjekte zu einer gemeinsamen Tätigkeit; die entgegenwirkende Form fungiert als Mittel des Konflikts um etwas; die konkurrierende Form wird unter den Bedingungen der Partnerkonkurrenz angewendet.

Die Fähigkeit zur reflexiven Denkweise ist die wichtigste Eigenschaft der menschlichen Vernunft. Erst durch die Analyse von Effekten und Gefühlen kann das Subjekt auf eine höhere Entwicklungsstufe übergehen. Diese Abhängigkeit zwischen Reflexion und Entwicklung gilt nicht nur für den einzelnen Menschen, sondern auch für die gesamte Gesellschaft.

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