Aeron

Aeron – Wirkweise, die ähnlich wie bei Atropin und Scopolamin ist. Das Präparat wirkt beruhigend, verringert die Sekretion von Schweiß-, Tränen- und Speicheldrüsen sowie der Bronchial- und Magendrüsen, zudem auch der Bauchspeicheldrüse. Der Effekt von Aeron zeigt sich in der Senkung des Tonus der Muskulatur des Gastrointestinaltraktes, der Gallenblase und der Regulation des Gallenflusses sowie in der Verbesserung der Leitfähigkeit der Impulse durch den AV-Knoten im Herzen.

Darreichungsform und Zusammensetzung

Das Arzneimittel wird in Form von Tabletten mit einer Stärke von 5 mg (in umrissigen Blisterpackungen à 10 Stück) abgegeben.

Der Gehalt an wirksamer Substanz pro Tablette:

  • Scopolamin-N-butylat: 0,0001 g
  • Hyoscinn-Butylat: 0,0004 g

Anwendungshinweise

Die Fähigkeit von Aeron, die glatte Muskulatur des Gastrointestinaltraktes zu entspannen, führt nach der Einnahme zu einer Verringerung und Verhinderung von Übelkeit sowie Erbrechen.

Aufgrund dieser Eigenschaften wird Aeron in folgenden Fällen verschrieben:

  • Zur Prophylaxe und Therapie der Reisekrankheit (Luft- und Seekrankheit);
  • Die Verhinderung und Linderung der Symptome der Meniere-Krankheit;
  • Plastische Operationen sowie Operationen an den oberen Atemwegen zur Verringerung von Schleim- und Speichelabsonderung (während des Eingriffs).

Die Anwendung von Aeron ist bei erkrankten Schwangeren zur Behandlung von Erbrechen und Übelkeit sowie zur Linderung der Toxämie zugelassen.

Kontraindikationen

Die Anwendung des Arzneimittels ist bei Überempfindlichkeit gegen seine Bestandteile, bei Prostatahyperplasie sowie bei einem Sakralglaukom kontraindiziert.

Anwendung und Dosierung

Die Prophylaxe der Reisekrankheit (Luft- und Seekrankheit) mit Aeron erfolgt nach folgendem Schema: 30 bis 60 Minuten vor der Abreise werden 1–2 Tabletten eingenommen; alle 6 Stunden wird bei Bedarf eine weitere Tablette eingenommen. Wenn prophylaktische Maßnahmen nicht durchgeführt wurden, beginnt die Behandlung bei ersten Krankheitsanzeichen wie Kopfschmerzen oder Schwindel mit Übelkeit durch Einnahme von 1 bis 2 Tabletten Aeron; danach erfolgt die Fortsetzung der Therapie mit 1 Tablette zweimal täglich.

Die maximale Einzeldosis für Erwachsene beträgt 2 Tabletten, wobei die Tagesdosis 4 Tabletten nicht überschreiten darf.

Das Anwendungsschema für Aeron bei der Menière-Krankheit lautet: Eine Tablette dreimal täglich.

Zur Verringerung von Schleim und Speichelabsonderung vor dem chirurgischen Eingriff werden zwei Tabletten eingenommen; an den beiden folgenden Tagen jeweils eine Tablette zweimal täglich.

Nebenwirkungen

Die Anwendung von Aeron kann Mundtrockenheit, Schluckbeschwerden sowie Durst verursachen. Dieser Zustand lässt sich durch reichliches Trinken und die Einnahme von Koffein erleichtern.

In seltenen Fällen können Erscheinungen wie Tachykardie, Mydriase, Darmatonie, Urinretention sowie Schwindel auftreten.

Zudem erschwert das Präparat den Abfluss des Kammerwassers, dehnt die Pupillen aus, ruft eine Lähmung der Akkommodation hervor (Verschlechterung der Sehkraft in der Nähe) und erhöht den Hirndruck.

Besondere Hinweise

Vor der Anwendung des Arzneimittels ist eine ärztliche Beratung erforderlich.

Äquivalente

Das Arzneimittel hat keine direkten Äquivalente.

Als Alternative zu Aeron bei Reisekrankheit können Präparate gegen Übelkeit wie Dramin, Bonine oder Dimenhydrinat eingesetzt werden.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen.

Aufbewahren bei Raumtemperatur an einem dunklen Ort.

Die Haltbarkeit beträgt 4 Jahre.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Ein statistisch durchschnittlicher Mensch bildet im Laufe seines Lebens weder besonders viel noch besonders wenig Urin.


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