Ambene

Ambene Ambene – ein komplexes entzündungshemmendes, schmerzlinderndes und fiebersenkendes Arzneimittel.

Ausgabeform und Inhalt

Ambene wird als Lösung zur intramuskulären Verabreichung ausgegeben. Das Präparat besteht aus Doppelampullen (6 Stück) aus dunklem Glas, die jeweils mit den Lösungen U (2 ml) und I (1 ml) gefüllt sind. Die Ampullen werden in Plastikverpackungen verkauft. Ein Pappkarton enthält eine Verkaufsverpackung.

Die Lösung U ist klar, farblos oder zeigt eine leichte Gelbfärbung. Die Lösung I ist rot gefärbt.

Zu den Inhaltsstoffen der Lösung U gehören:

  • Dexamethason (wirkt entzündungshemmend);
  • Natriumsalicylat (fördert die rasche Auflösung des Präparats);
  • Phenylbutazon (wirkt schmerzlindernd, krampflösend und entzündungshemmend; fördert die Ausscheidung von Säure)
  • Lidocainhydrochlorid (sichert eine schmerzfreie Verabreichung des Mittels)

Zur Zusammensetzung der Lösung I des Präparats Ambene gehören:

  • Cyanocobalamin, welches den aktiven Fettstoffwechsel sowie die Regenerationsprozesse des Gewebes fördert.
  • Lidocain-Hydrochlorid

Anwendungshinweise

Ambene wird gemäß Packungsbeilage bei folgenden Zuständen verschrieben:

  • Das Syndrom der unteren Extremität;
  • Neuralgien
  • Rheumatoide Arthritis
  • Gicht
  • Neuritis
  • Radikulopathien
  • Osteoarthritis
  • Ankyloisierende Spondylitis sowie weitere degenerative Wirbelsäulen-Erkrankungen

Kontraindikationen

Die Anwendung von Ambene ist nach den Anweisungen bei folgenden Erkrankungen nicht gestattet:

  • Magengeschwüre sowie Zwölffingerdarmgeschwüre;
  • Gastritis im Stadium der Exazerbation
  • Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen des Arzneimittels
  • Akuter Myokardinfarkt
  • Chronische Herzinsuffizienz II. und III. Grad
  • Herzleitungsstörungen
  • Schilddrüsenpathologien

Die Anwendung von Ambene ist auch bei Kontraindikationen unzulässig

  • Virusinfektionen
  • Systemmykosen
  • Hornhautverletzungen
  • Glaukom
  • Bluterkrankheiten und Knochenmarkserkrankungen
  • Myasthenia gravis
  • Muskelkrankheiten
  • Blutungsneigung
  • Porphyrin-Stoffwechselstörung
  • Pankreatitis
  • Lymphadenitis nach Gabe des BCG-Impfstoffs
  • Mundschleimhautentzündung

Gemäß der Ambene-Anweisung ist das Präparat für Frauen in Schwangerschaft und Stillzeit sowie für Kinder bis zum 14. Lebensjahr und Patienten im fortgeschrittenen Alter kontraindiziert.

Anwendungsform und Dosierung

Die Ambene-Injektionen werden einmal täglich, jeden zweiten Tag oder nach dem Tag verabreicht; nicht mehr als dreimal pro Woche. Zwischen den Therapiekuren ist eine Pause von 2–3 Wochen erforderlich.

Anwendung und Dosierung: Die Lösungen aus zwei Ampullen (Mischen von Lösung A und Lösung B) werden in einer Spritze kombiniert und dem Patienten langsam tief intramuskulär injiziert; der Patient sollte sich während der Injektion in flacher Lagerung befinden. Beachten Sie, dass die Temperatur des verabreichten Medikaments nicht niedriger als die Körpertemperatur des Patienten sein darf.

Nebenwirkungen

Die Anwendung von Ambene kann folgende Nebenwirkungen hervorrufen:

  • Krampfanfälle
  • Kopfschmerzen
  • Psychose
  • Euphorie
  • Schwindel
  • Schlafstörungen
  • Nieren-, Leber- sowie Hör- und Sehstörungen
  • Erregungszustände
  • Anurie
  • Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und gesteigerter Appetit
  • erosive Läsionen sowie Blutungen im Magen-Darm-Trakt (Magen)

Zu den Nebenwirkungen von Ambene gehören unter anderem aplastische Anämie, Panzytopenie, Agranulozytose, Bradykardie, Orthostasekollaps, Blutdruckabfall, Allergien, Fieber, Pilzinfektionen sowie Pleura- und Hirnödeme; in seltenen Fällen kann es zum Koma kommen. An der Injektionsstelle können gelegentlich Schmerzen, Entzündungen oder Gewebenekrosen auftreten.

Zur Behandlung schwerwiegender Nebenwirkungen nach der Anwendung von Ambene werden Beatmung, Hämodialyse sowie weitere Reanimationsmaßnahmen durchgeführt. Bei Bedarf ist die intravenöse Gabe von Diazepam erforderlich.

Besondere Hinweise

Dieses Arzneimittel sollte bei den nachfolgend genannten Erkrankungen mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden:

  • Tuberkulose
  • Bakterielle Infektionen
  • Bronchialasthma
  • Amöbiasis
  • Epilepsie
  • Psychische Störungen
  • Bluthoch- und Blutdruck
  • Fiebersenkung
  • Osteoporosen
  • Thromben

Während der Behandlung ist unbedingt zu beachten, dass die Kombination von Ambene mit Ethylalkohol sowie anderen entzündungshemmenden Mitteln das Risiko einer Blutungsneigung erhöht.

Hypoglykämie und Hyperglykämie können sich bei gleichzeitiger Einnahme des Präparats zusammen mit oralen Antidiabetika entwickeln.

Zudem erhöht das Mittel die Toxizität von Methotrexat und Phenytoin, verstärkt die Wirkung von Schmerzmitteln sowie verringert die Wirksamkeit blutdrucksenkender und hormoneller Verhütungsmittel, Sulfinpyrazon und Probeneid.

Barbiturate, Gidantoin, Promethazin, Rifampicin und andere Enzyminduktoren verringern den Effekt von Ambene; bei Methylphenidat und anabolen Steroiden wird die Wirkung hingegen verstärkt.

Analoga

Falls Ambene nicht angewendet werden kann, ist es notwendig, Dexamethason mit Lidocain als Blockade auf Höhe des geschädigten Nervs zu verabreichen; in Einzelfällen wird zudem empfohlen, Dexamethason zusammen mit dem Präparat Milgamma einzusetzen.

Die Anwendung der genannten Arzneimittel ist ausschließlich auf ärztliche Verordnung und unter ärztlicher Aufsicht zulässig.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen

Ambene ist an einem trockenen, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Ort bei einer Temperatur von nicht mehr als 25 °C zu lagern.

Die Haltbarkeitsdauer des Präparats beträgt drei Jahre.

Ob Dies sollten Sie wissen:

Im Darmkanal leben und sterben Millionen von Bakterien; diese sind nur bei starker Vergrößerung sichtbar, würden sie jedoch in einer gewöhnlichen Kaffeetasse zusammengetragen.


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