Anästhesin

Anästhesin – das Präparat mit schmerzstillender Wirkung.

Darreichungsform und Inhaltsstoffe

Anästhesin wird in folgenden Darreichungsformen angeboten:

  • Tabletten zu je 0,3 g (je 10 Stück in Blisterpackungen);
  • Salben zur topischen Anwendung mit 5 %, 10 % (auf Basis von Anästhesin).

Anwendungshinweise

Die schmerzstillende Wirkung von Anästhesin beruht auf den Eigenschaften des Wirkstoffs Benzocain, welche die Entstehung und Weiterleitung von Schmerzimpulsen entlang der Nervenfasern hemmen.

Indikationen

  • Gastralgie
  • Ösophagitis
  • Magengeschwür und Zwölffingerdarmgeschwür

Die topische Anwendung von Anästesin ist indiziert bei Zahnfleischschmerzen, Mittelohrentzündung, juckreizbegleiteten Hauterkrankungen, Schmerzen im Bereich der äußeren Gehörgänge, Myositis, Nesselsucht, perianalen Rissen sowie Erkrankungen oberflächlicher Venen.

Anästesin wird bei der Durchführung verschiedener diagnostischer Manipulationen an den Schleimhäuten – Gastroskopie, Rektoskopie, Otoskopie, Uretroskopie – sowie bei gynäkologischen Prozeduren verwendet.

In seltenen Fällen wird Anästesin zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen bei Schwangeren sowie beim primären Erbrechen eingesetzt.

Kontraindikationen

Die Anwendung von Anästesin ist bei Überempfindlichkeit gegen Benzocain oder Hilfsstoffe kontraindiziert.

Bei der Anwendung des Arzneimittels bei Kindern unter zwei Jahren sowie bei stillenden Frauen ist besondere Vorsicht geboten.

Anwendung und Dosierung

Das Arzneimittel wird als Tablette bis zu viermal täglich eingenommen.

Die maximale Einzeldosis beträgt 0,5 g; eine tägliche Gesamtmenge von 1,5 g ist nicht zulässig.

Das Salbengemisch wird dünn auf den betroffenen Bereich 2- bis 3-mal täglich aufgetragen.

Nebenwirkungen

Anestesin verursacht Nebenwirkungen lediglich in Einzelfällen, meist handelt es sich dabei um allergische Reaktionen oder eine Kontaktdermatitis.

Besondere Hinweise

Bei einer Überdosierung ist die Entwicklung von Zyanose, Atemnot und Schwindel am wahrscheinlichsten. In der Regel wird das Blau durch symptomatische Behandlung sowie intravenöse Gabe von Methylenblau behoben.

Besondere Hinweise

Bei einer Überdosierung ist die Entwicklung von Zyanose, Atemnot und Schwindel am wahrscheinlichsten. In der Regel wird das Blau durch symptomatische Behandlung sowie intravenöse Gabe von Methylenblau behoben.

Zu den Kombinationspräparaten mit Benzocain als Wirkstoff gehören: Almagel U, Anesthesol, Genferon, Bellalgin, Azinol, Bellastesin, Geksoral Tabs, Palmagel U, Septolete Plus, Proktosedil M, Olasol, Menowasin, Nigepan und Relief Advance.

Basierend auf dem Wirkmechanismus der Anestesin-Analoga gehören zu den Arzneimitteln Amprowisol, Gelikain, Piromekain, Dineksan, Luan, Dineksan und Lidokain.

Haltbarkeit und Lagerungsbedingungen

Anestesin wird ausschließlich auf ärztliche Verordnung abgegeben.

Die Haltbarkeitsdauer der Tabletten beträgt fünf Jahre, sofern die vom Hersteller angegebenen Lagerungsbedingungen eingehalten werden (Temperatur bis maximal 25 °C).

Ob Bitte beachten Sie:

Die höchste Körpertemperatur wurde bei Willis (USA) registriert, der mit einer Temperatur von 46,5 °C ins Krankenhaus aufgenommen werden musste.


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