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Bakterielle Vaginose

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Analyse zur Diagnose einer bakteriellen Vaginose

Die bakterielle Vaginose ist eine Infektionskrankheit, die sich durch reichliche, unangenehm riechende Absonderungen aus der Scheide manifestiert und auf eine Dysbiose des vaginalen Mikrobioms zurückzuführen ist. In der Regel wird das Vorhandensein einer bakteriellen Vaginose durch die Vermehrung krankheitsauslösender Bakterien (z. B. Gardnerella vaginalis) sowie die Verdrängung nützlicher Mikroorganismen, insbesondere Lactobazillen, angezeigt. Die genauen Ursachen für die Entstehung dieser Erkrankung sind bis heute nicht vollständig geklärt; Experten vermuten jedoch, dass hormonelle Dysbalancen, das Vorhandensein einer intrauterinen Spirale sowie bestimmte Antibiotika die Entwicklung der Infektion begünstigen.

Bei der bakteriologischen Untersuchung des Scheidenausflusses werden folgende Bakterien nachgewiesen: Bacteroides, Fusobakterien, Klebsiellen und Gardnerella. Aufgrund des Vorhandenseins von Gardnerella wird die Erkrankung häufig als „Gardnerellose" bezeichnet.

Ursachen der Erkrankung

Wie bereits oben erwähnt, sind die genauen Ursachen der bakteriellen Vaginose nicht vollständig geklärt. Ärzte haben jedoch bestimmte Faktoren identifiziert, die wahrscheinlich zur Entstehung der Krankheit beitragen:

  • Hormonell – Hormone beeinflussen den Zustand des Scheidenmikrobioms. Es ist bekannt, dass eine bakterielle Vaginose bei Jugendlichen seltener auftritt als bei erwachsenen Frauen, da bei Letzteren das hormonelle Niveau höher ist.
  • Das Vorhandensein einer intrauterinen Spirale verdoppelt das Risiko für eine Infektion.
  • Der breite Einsatz von Antibiotika unterdrückt das Wachstum der Laktobakterien und schafft günstige Bedingungen für die Vermehrung schädlicher Mikroorganismen.
  • Eine verminderte Immunität: Die Behandlung einer bakteriellen Vaginose kann nach schweren Erkrankungen erforderlich sein, da sie die körpereigene Abwehr schwächt und zur Vermehrung pathogener Bakterien beiträgt.

In den letzten Jahren wurde belegt, dass eine bakterielle Vaginose nicht sexuell übertragen wird. Dennoch können bestimmte Geschlechtskrankheiten die Immunität beeinträchtigen und die Scheidenflora verändern; daher ist bei der Partnerwahl trotz aller Vorsichtsmaßnahmen höchste Aufmerksamkeit geboten.

Bakterielle Vaginose – Symptome und Krankheitsbild

In über 50 % der registrierten Fälle von bakterieller Vaginose liegt keine Symptomatik vor. Dennoch ist die Erkrankung bei der vorbeugenden gynäkologischen Untersuchung sehr häufig feststellbar. Bei den übrigen Fällen führt das Überwachsen krankheitserregender Bakterien zu folgenden Folgen:

  • Starker Scheidenausfluss mit einem charakteristischen, unangenehmen Fischgeruch; die Ausflussmenge nimmt nach dem Geschlechtsakt zu.
  • Leichtes Jucken in der Genitalregion.
  • Unbehagen und Brennen während des Geschlechtsverkehrs
  • Schmerzen beim Wasserlassen (treten jedoch selten auf)

Das Fehlen einer Behandlung bei bakterieller Vaginose führt zu schwerwiegenden Folgen. Bei Schwangeren kann die Erkrankung Komplikationen während der Geburt sowie ein vorzeitiges Einsetzen der Wehen verursachen; zudem gilt sie als eine der Ursachen für das Entstehen von Gebärmutterhalskrebs. Veränderungen des Scheidenmikrobioms beeinflussen darüber hinaus die allgemeine Widerstandskraft des Organismus. Es ist bekannt, dass bei Frauen mit bakterieller Vaginose Infektionen wie Gonorrhoe, Chlamydien sowie das Papillomavirus deutlich häufiger auftreten.

Für Männer stellt eine bakterielle Vaginose kein Problem dar; sie wird nicht sexuell übertragen und gilt als rein weibliche Erkrankung. Dennoch sollte die Diagnose so schnell wie möglich behandelt werden, da der unangenehme Geruch und das Dyskomfort beim Geschlechtsverkehr ein Paar davon abhalten können, ein normales Leben zu führen.

Bakterielle Vaginose bei Schwangeren

Eine bakterielle Vaginose im Verlauf der Schwangerschaft manifestiert sich nach der hormonellen Umstellung des Organismus. Die Erkrankung beeinflusst Größe und Entwicklung des Fötus, kann eine Frühgeburt auslösen und erfordert daher eine termingemäße Behandlung. Das Fehlen unangenehmer Symptome ist kein Grund, auf ärztliche Hilfe zu verzichten, da es hier um das Leben und die Gesundheit des Kindes geht.

Wie wird bakterielle Vaginose behandelt?

Metrogil Plus wird bei bakterieller Vaginose eingesetzt, um das Bakterienwachstum zu unterdrücken Der Schwerpunkt der ärztlichen Maßnahmen liegt in der Warnung vor Komplikationen einer bakteriellen Vaginose. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen die Experten auf die Wiederherstellung der normalen Scheidenmikroflora sowie auf die Elimination der pathogenen Bakterien. In der Regel werden dazu mikrobizide Tabletten und lokale Präparate wie Gele oder Zäpfchen eingesetzt. Im Folgenden präsentieren wir eine Liste der am effektivsten bewährten Mittel:

  • Metronidazol, Trichopol, Metrogil und Flagil hemmen das Wachstum der Bakterien; sie können jedoch Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Verdauungsstörungen hervorrufen. Daher ist eine Einnahme unter ständiger ärztlicher Beobachtung notwendig.
  • Clindamycin wird in Form von vaginalen Zäpfchen oder Creme verabreicht und einmal täglich vor dem Einschlafen in die Scheide eingelegt.
  • Metrogil unterdrückt das Wachstum der Bakterien und verhindert die Entwicklung des Milchflusses; das Präparat wird zweimal täglich – morgens und abends – vaginal appliziert.

Bei bakterieller Vaginose im Schwangerschaftsverlauf ist eine ärztliche Konsultation vor der Einnahme jedes der genannten Präparate unerlässlich, um das schonendste Mittel zu erhalten.

Nach der Elimination der pathogenen Bakterien ist es erforderlich, die normale Vaginalmikroflora wiederherzustellen. Probiotika – Medikamente mit lebenden nützlichen Mikroorganismen – eignen sich hierfür hervorragend; beliebt sind Linex, Bifidumbacterin und Lactobacterin.

Ob Das sollten Sie wissen:

Personen, die sich regelmäßig eine ausgewogene Ernährung mit Frühstück angewöhnt haben, leiden seltener unter einer Fettüberlastung.


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