Tollwut

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Ein Tollwutkranker Das Tollwutvirus gelangt in den menschlichen Organismus durch Bisse von Wildtieren oder Haustieren. Die Infektion erfolgt beim Kontakt des Speichels des Trägers mit geschädigter Haut oder Schleimhäuten. Die Inkubationszeit beträgt meist zwei bis acht Wochen, kann aber in Einzelfällen bis zu einem Jahr dauern. Bei Kontakten mit infizierten Personen ist äußerste Vorsicht geboten, da das Virus auch im Speichel der Erkrankten enthalten ist.

Die Hauptgefahr stellen tiefe Bisse sowie Verletzungen am Hals, an den Händen und im Kopf dar. Zudem kann das Virus bei direktem Kontakt mit einem Infizierten durch kleine frische Ritzen, offene Wunden oder Schleimhäute (Augen, Mund) in den Blutkreislauf eindringen. Bei Bissen im Kopfbereich liegt das Infektionsrisiko bei 90 %, bei Handverletzungen bei 63 % und bei Beinverletzungen bei 23 %. Für die Allgemeinbevölkerung sind diese statistischen Werte jedoch irrelevant: Jeder potenzielle Biss muss als Quelle einer tödlichen Erkrankung gewertet werden, unabhängig davon, wer gebissen hat. Die Tollwut kann sich dabei von einem harmlosen Ereignis in eine böse, unkontrollierte Krankheit verwandeln.

Symptome der Tollwut

Nach dem Eindringen des Virus beginnt es rasch mit der Vermehrung; dieser Prozess verläuft in drei klar abgegrenzten Phasen:

  • Prodromalphase: An den Einstichstellen treten erste Symptome wie Jucken, Schmerz, Schwellung und Rötung auf. Zudem entwickeln sich Allgemeinsymptome wie Unwohlsein, Kopfschmerzen und Luftnot; die Temperatur steigt an, und das Schlucken wird erschwert. Möglicherweise zeigen sich Zeichen einer Zentralnervensystem-Störung (Alpdrücke, Schlaflosigkeit, grundlose Angst).
  • Enzephalitische Phase – Diese Erregungsphase tritt zwei bis drei Tage nach dem Beginn der ersten Symptome ein. Charakteristisch sind krampfartige Muskelzuckungen, die durch verschiedene Reize ausgelöst werden (Geräusche, helles Licht, Zugluft). Die Patienten werden aggressiv: Sie schreien, reißen sich die Kleidung aus und werfen Möbel sowie andere Gegenstände um. Zwischen den Attacken können Hör- und Sehstörungen sowie unzusammenhängende Wahnvorstellungen auftreten; in diesem Zustand ist der Mensch hochgefährlich aufgrund der anomalen "tollwütigen" Kraft. Zusätzlich treten beschleunigter Puls, häufiges Wasserlassen und vermehrte Speichelabsonderung auf; ein weiteres Kennzeichen ist der Schaum im Mund.
  • Schlussphase – Das Virus führt zu Lähmungen der Gliedmaßen und einer Schädigung der Hirnnerven, während die psychomotorische Erregung nachlässt. Der Patient wird ruhiger, kann wieder selbstständig essen und trinken sowie weniger unter Krämpfen leiden. Dies ist jedoch nur eine scheinbare Normalisierung: Nach 10 bis 20 Stunden folgt zwingend der Tod durch Herzstillstand oder Atemlähmung ohne Agonie.

Besonders wichtig ist eine zentrale Tatsache: Bei der Tollwut manifestieren sich die Symptome bereits in der dritten Phase, was dem Betroffenen keine Überlebenschance mehr lässt. Vergessen Sie nicht, dass das Tollwutvirus tödlich gefährlich ist und ohne Behandlung mit 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit zum Tod führt. Aus diesem Grund muss man sich nicht erst dann an den Arzt wenden, wenn die ersten Symptome der Tollwut auftreten, sondern sofort nach Bissen und anderen Verletzungen durch Tiere. Besonders wichtig ist zudem, dass es in einigen Fällen eine sogenannte "stille" Tollwut gibt, die keine ausgeprägten Symptome zeigt; bei dieser Entwicklung bemerkt der Mensch die Veränderungen des allgemeinen Zustands nicht und meint fälschlicherweise, alles sei vorüber. Die Folgen der Untätigkeit werden erst nach den ersten Lähmungen deutlich, wenn das Leben des Patienten bereits nicht mehr zu retten ist.

Wie wird Tollwut beim Menschen behandelt?

Impfstoff, der auf einem attenuierten Tollwutvirus-Stamm basiert Besonders wichtig ist eine zentrale Tatsache: Bei der Tollwut manifestieren sich die Symptome bereits in der dritten Phase, was dem Betroffenen keine Überlebenschance mehr lässt. Vergessen Sie nicht, dass das Tollwutvirus tödlich wirkt und keine Heilung nach Ausbruch der Krankheit möglich ist.

Wie wird Tollwut beim Menschen behandelt?

Ob Das sollten Sie wissen:

Selbst wenn das menschliche Herz nicht schlägt, kann eine Person über einen längeren Zeitraum noch leben. Dies wurde beispielsweise durch den norwegischen Fischer Jan Rewsdal demonstriert: Sein „Motor" blieb für vier Stunden stillstand, nachdem der Fischer geirrt und im Schnee eingeschlafen war.


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