Betiol

Rektalsuppositorien Betiol Betiol gehört zu den hämorrhoidalen Arzneimitteln und wirkt entzündungshemmend, krampflösend sowie lokal schmerzlindernd.

Darreichungsform und Zusammensetzung

Das Arzneimittel wird in Form von kugelförmigen rektalen Zäpfchen ausgegeben; sie weisen eine dunkelgrau-braune Farbe und den charakteristischen Geruch nach Ichthyol auf. Auf der Oberfläche ist das Vorhandensein einer Überzugsschicht erkennbar. Die Packungen enthalten 5 Stück, die Kartons bestehen aus zwei solcher Packungen.

Zusammensetzung eines Zäpfchens

  • Wirkstoffe: Belladonna-Extrakt 0,015 g und Ichthyol 0,2 g
  • Hilfsstoffe: festes Fett vom Typ „Und“ oder „Witepsol“ in einer Menge, die zur Erhaltung des Zäpfchens im Verhältnis von 1,17–1,29 ausreicht.

Anwendungshinweise

Betiol wird bei Hämorrhoiden und Analrissen empfohlen.

Kontraindikationen

  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen des Arzneimittels
  • Glaukom
  • Prostatakarzinom

Betiol-Zäpfchen sind bei Kindern unter 14 Jahren kontraindiziert.

Anwendung und Dosierung

Das Präparat wird rektal appliziert. Vor dem Einbringen des Zäpfchens müssen Hände sowie die Haut im Bereich des Anus gründlich gereinigt werden.

Die Dauer der Behandlung und die Dosierung bestimmt der Arzt individuell für jeden Patienten. Erwachsenen und Kindern ab 14 Jahren wird einmal täglich ein bis maximal drei Zäpfchen verschrieben. Bei Bedarf kann die Dosis erhöht werden, darf jedoch nicht mehr als zehn Zäpfchen pro Tag betragen.

Nebenwirkungen.

Betiol-Zäpfchen werden gut vertragen; bei Patienten mit einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen können folgende Nebenwirkungen auftreten:

  • Gastrointestinaltrakt: Mundtrockenheit, Durst, gestörte Geschmacksempfindungen, Dysphagie, Abschwächung der Darmmotilität (bis zur Atonie), Senkung des Tonus von Harn- und Gallenwegen.
  • Nieren und Harnleiter: Schwierigkeiten beim Wasserlassen sowie eine Hemmung der Urinsekretion;
  • Herz und Gefäße: deutliche Verstärkung des Herzklopfens, Arrhythmien (einschließlich Extrasystolie), Ischämie; Rötung der Hautdecken, insbesondere im Bereich des Gesichts; Schwindelanfälle.
  • Neuralgien: Kopfschmerzen und Schwindel bis hin zu Ohnmachten;
  • Sehorgane: Erweiterung der Pupillen, Photophobie, Lähmung der Akkommodation sowie Erhöhung des Augeninnendrucks.
  • Atmungsorgane: Absenkung der sekretorischen Aktivität und des Bronchialtonus (was zur Bildung von schwer auszuwuschendem zähen Auswurf führen kann);
  • Haut: Exanthem, Nesselsucht, exfoliative Dermatitis sowie Hyperämie.
  • Immunsystem: Anaphylaktische Reaktionen (bis hin zum Schock);
  • Sonstige: Verminderte Schweißabsonderung, Hauttrockenheit sowie Dysarthrie.

Im Falle des Auftretens ähnlicher Symptome ist die Anwendung von Betiol einzustellen, und es ist ärztliche Hilfe aufzusuchen.

Besondere Hinweise

Schwangere müssen das Präparat unter Berücksichtigung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses mit Vorsicht anwenden.

Bei der Anwendung von Betiol während der Stillzeit ist es ratsam, das Kind vorübergehend vom Brustkorb zu entziehen.

Patienten, deren Berufstätigkeit mit der Bedienung gefährlicher Maschinen oder dem Führen von Kraftfahrzeugen verbunden ist, sollten die Kerzen Betiol mit Vorsicht anwenden.

Die Analoga

Zu den Präparaten, die sich nach ihrem Wirkmechanismus der Betiol-Gruppe zurechnen lassen, gehören: Anusol, Balis, Besornil, Gemorol, Gepasolon, Doloprokt, Nigepan, Olestesin, Posterisan, Prokto-Gliwenol, Proktosan, Proktosedil, Relif, Simetrid, Ultraprokt usw.

Lagerungsfristen und -bedingungen

Lagerung an einem trockenen Ort, fern von direkter Sonneneinstrahlung, bei einer Temperatur von 8 bis 15 °C.

Die Haltbarkeitsdauer beträgt 2 Jahre.

Ob Beachten Sie Folgendes:

In Großbritannien existiert ein Gesetz, das Chirurgen erlaubt, eine Operation einem Patienten zu verweigern, wenn dieser raucht oder Übergewicht hat. Der Patient sollte auch in diesem Fall auf schädliche Gewohnheiten verzichten, da ihm die operative Intervention ansonsten nicht zuteil wird.


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