Kalziumzitrat

Kalziumzitrat ist das Kalziumsalz der Zitronensäure und wird als Lebensmittelzusatzstoff (E333) häufig als Konservierungs- und Aromamittel eingesetzt. Aufgrund seiner Eigenschaften ähnelt es dem Natriumzitrat. Kalziumzitrat – Calciumsalz der Zitronensäure

Kalziumzitrat ist ein unlösliches weißes Pulver ohne Geruch, das sich in kaltem Wasser nicht löst. Wie die Zitronensäure besitzt es einen säuerlichen Geschmack mit einem salzigen Beigeschmack. Die molekulare Formel des Kalziumzitrats lautet Ca3(C6H5O7)2; sein Molekulargewicht beträgt 498,46. Ca3 (C6H5O7) 2 …, das Molekulargewicht beträgt 498,46.

Kalziumzitrat stellt ein Zwischenprodukt bei der Gewinnung von Zitronensäure im Verlauf eines Fermentationsprozesses dar, mittels dessen die Industrie Zitronensäure herstellt. Durch die Reaktion von Zitronensäure mit Calciumhydroxid entsteht unlösliches Kalziumzitrat, das dann vom übrigen Substanzanteil abfiltriert, gewaschen und als reines Kalziumzitrat gewonnen wird. Bei der Zugabe von verdünnter Säure zur Gewinnung von Zitronensäure in der Industrie fällt ebenfalls Kalziumzitrat an.

Anwendung des Kalziumzitrats

In der Medizin wird Kalziumzitrat in Arzneimitteln eingesetzt, die zur Normalisierung des Calciumspiegels im Körper bestimmt sind. Es findet Anwendung bei Osteoporose, Rachitis, Hypoparathyreoidismus und Tetanie. Im Gegensatz zu Calciumcarbonat, das Magensäure neutralisiert, beeinflusst Kalziumzitrat den Säuregehalt nicht und gilt daher in der Anwendung als weniger sicher.

Kalziumzitrat sollte auf nüchternen Magen oder zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Um den optimalen Effekt zu erzielen, ist es ratsam, die ursprüngliche Tagesdosis von mehr als 600 Milligramm in mehrere Einzeldosen über den Tag verteilt aufzunehmen. Die Präparate, die Kalziumzitrat enthalten, sind als Tabletten, resorbierbare Pastillen, Pulver und Suspensionen erhältlich. Um den maximalen Nutzen zu erreichen, muss der Zusatzstoff regelmäßig zur gleichen Tageszeit eingenommen werden.

Er kann als Prophylaxe gegen ein Calciumdefizit in folgenden Situationen eingesetzt werden: während der Schwangerschaft, im Rahmen der Laktation, in der Menopause sowie bei der Einnahme von Arzneimitteln wie Phenytoin, Phenobarbital oder Prednisolon.

Vor der Anwendung von Kalziumzitrat ist eine ärztliche Beratung erforderlich.

Kalziumzitrat wird in der Lebensmittelindustrie als Farbstabilisator, pH-Regulator, Konservierungsmittel und Verdickungsmittel eingesetzt. Als Stabilisator dient es bei der Herstellung von veredelter Milch, Schmelzkäse und trockener Sahne. Als pH-Regulator wird es in Fruchtkonserven, Marmelade, Konfitüre, Gelee und Pudding zugesetzt. Der Zusatzstoff eignet sich hervorragend zur zusätzlichen Calciumanreicherung bei der Produktion von Milch und Kefir sowie alkoholfreien Getränken und Backwaren. Kalziumzitrat in Kapseln

Kalziumzitrat kann zudem als Wasserenthärter eingesetzt werden, da Zitratsäure-Ionen unerwünschte Metallionen binden können.

Schäden durch Kalziumzitrat

Bei therapeutischer Anwendung von Kalziumzitrat treten Nebenwirkungen äußerst selten auf; jedoch können bei Überdosierung Verstopfung, Magenverstimmungen, Übelkeit, Erbrechen, Appetitverlust, Gewichtsabnahme, psychische Veränderungen, Stimmungsschwankungen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Schwäche, übermäßige Schläfrigkeit, Erschöpfung sowie Probleme beim Wasserlassen auftreten.

Manchmal verursacht der Zusatzstoff allergische Reaktionen wie Hautausschlag, Juckreiz, Quaddeln im Bereich des Körpers, der Zunge und der Kehle sowie starke Schwindelgefühle und Atembeschwerden.

Dieser Zusatzstoff ist bei erhöhtem Kalziumspiegel kontraindiziert; zudem sollte er bei Nierenerkrankungen, Nierensteinen, Achlorhydrie, Herzkrankheiten, Pankreaserkrankungen, Sarkoidose sowie Resorptionsstörungen nur mit Vorsicht angewendet werden.

Kalziumzitrat verringert die Aufnahme anderer Wirkstoffe durch den Organismus, wie Bisphosphonate (Alendronat), Tetrazykline-Antibiotika (Doxizyklin, Minozyklin), Estramustin, L-Thyroxin sowie Chinolone (Ziprofloksazin, Levofloxacin).

Ob Das sollten Sie wissen:

Das Blut des Menschen „läuft" durch Gefäße unter hohem Druck; bei deren Versagen kann es bis zu 10 Meter weit spritzen.


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