Kolm

Kolme Tropfen zur Einnahme Kolemin – Wirkstoff zur Behandlung einer Alkoholabhängigkeit

Darreichungsform und Verfügbarkeit

Darreichungsform: Tropfen zur oralen Anwendung, dargestellt als farblose klare Lösung mit schwachem Essigsäuregeruch (15 ml in dunklen Glasampullen, 4 Ampullen pro Satz mit Flakon und Tropfflasche in einer Plastikschale, 1 Schale im Karton)

Wirkstoff: Zianamid; Konzentration: 3 mg pro Tropfen bzw. 60 mg pro Milliliter

Zusatzkomponenten: Natriumacetat, Essigsäure, Sorbinsäure sowie Wasser zur Injektion

Anwendungshinweise

Kolm – Arzneimittel zur Behandlung des chronischen Alkoholismus sowie zur Rückfallprophylaxe nach der Therapie

Kontraindikationen

Absolute Kontraindikationen

  • Niereninsuffizienz
  • Erkrankungen des Atmungssystems
  • Schwere Lebererkrankungen
  • Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Überempfindlichkeit gegen das Präparat

Bei den folgenden Fällen ist Colm nur mit Vorsicht einzusetzen:

  • Epilepsie
  • Diabetes mellitus
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Nierenleiden
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Anwendung und Dosierung

Kolm wird eingenommen.

Das Präparat wird in einer Dosis von 12–25 Tropfen (entsprechend 36–75 mg) zweimal täglich im Abstand von 12 Stunden nach individuellem Schema verabreicht.

Um die Dosierung zu vereinfachen, wird die Ampulle geöffnet, die Lösung in das beiliegende Fläschchen abgefüllt und die Tropfflasche aufgezogen. Das Fläschchen muss bei Lagerung dicht verschlossen werden.

Nebenwirkungen

Kolm wird gut vertragen, wenn der Patient keine alkoholischen Getränke zu sich nimmt. In seltenen Fällen können folgende Symptome auftreten: Ohrensausen, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Hautausschlag und Leukozytose im Blutbild.

Bei gleichzeitiger Aufnahme von Alkohol kann es zur Entwicklung folgender Reaktionen kommen: Pulsationsgefühl im Hals und Kopf, Sehstörungen, ausgeprägte Hautrötung, Tachykardie, Schwäche, vermehrte Schweißbildung, Atembeschwerden sowie Brustschmerzen; bei schweren Fällen – Atemdepression, Erbrechen und Blutdruckabfall bis hin zum kollapsartigen Zustand. Die Art der Symptome und deren Schweregrad hängen von der Dosis des Kolms und der Menge des konsumierten Alkohols ab. Bei schweren Verläufen wird die intravenöse Gabe von Antihistaminika sowie eine symptomatische Therapie durchgeführt, die auf die Aufrechterhaltung der Funktion des kardiovaskulären und Atmungssystems ausgerichtet ist.

Besondere Hinweise

Kolm darf nur nach sorgfältiger Überprüfung des Patienten angewendet werden.

Aufklärungspflicht des behandelnden Arztes: Der Arzt muss den Patienten vor Beginn der Therapie über mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen informieren.

Medikamentöse Wechselwirkungen.

Zianamid ist mit Aldehyd-Präparaten (Paraldehyd und Chloral) nicht verträglich.

Bei Patienten, die eine Disulfiram-Therapie durchgeführt haben, darf Kolm frühestens 10 Tage nach Absetzen des Medikaments angewendet werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Phenytoin, Isoniazid, Metronidazol sowie anderen Hemmstoffen der Aldehyddehydrogenase kann die Reaktion auf Alkohol verstärken; daher sind solche Kombinationen zu vermeiden.

Lagerfristen und Lagerbedingungen.

Lagern Sie das Arzneimittel an einem vor Licht geschützten und für Kinder unzugänglichen Ort. Die Temperatur darf dabei 25 °C nicht überschreiten.

Die Haltbarkeitsdauer beträgt 2 Jahre.

Ob Dies sollten Sie wissen:

Nach Ansicht vieler Wissenschaftler sind Vitaminkomplexe für den Menschen tatsächlich unwirksam.


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