Diätetik bei Obstipation

Ursachen der Verstopfung

Bei Verstopfung bei Kindern sollte die Ernährung durch einen Gastroenterologen oder Kinderdiätologen verschrieben werden In der Tat stößt jeder Mensch, wenn auch nur einmal im Leben, auf Verstopfung. Wenn ein Mensch dies erlebt hat, entsteht dem Organismus kein wesentlicher Schaden. Werden die Verstopfungen jedoch chronisch, kommt es zu einer allmählichen Intoxikation des Körpers. Bei den Patienten treten multiple Hautprobleme auf: Akne, seborrhoische Dermatitis und eine erhöhte allergische Reaktivität. Daher ist es wichtig, rechtzeitig mit der Diättherapie bei Erwachsenen zu beginnen.

In den meisten Fällen wird eine Störung des Darmtrakts durch Ernährungsfehler bedingt, d.h. es liegt eine ernährungsbedingte Ursache vor. Schlankheitsdiäten sowie ein unzureichender Verzehr von Gemüse, Früchten und anderen ballaststoffreichen Lebensmitteln führen zu einer Verminderung der motorischen Funktion des Darms.

Als zweiter Grund (nach dem Ernährungsfehler) kann die Lebensweise gelten. Eine ungeeignete oder ungewöhnliche Toilettengewohnheit am Arbeitsplatz, sitzende Arbeit sowie die Unmöglichkeit, rechtzeitig zur Toilette zu gehen, führen alle zu Verstopfungen. Wenn die Lebensweise oft schwer zu korrigieren scheint, stellt die Formulierung einer optimalen Ernährung bei Erwachsenen keine große Herausforderung dar. Es ist jedoch schwieriger, eine Ernährung bei Kindern mit Verstopfung anzupassen. Der Arzt Gastroenterologe oder der Ernährungsberater hilft dabei. Bei Kindern unterscheidet sich die Darmfunktion wesentlich von der bei Erwachsenen. Viele Lebensmittel können aufgrund des Alters von Kindern nicht einfach aufgenommen werden. Daher sollte die Ernährung bei Kindern mit Verstopfung vom Experten gestaltet werden.

Diätetik bei Obstipation

Zur Normalisierung des Stuhls bei ernährungsbedingten Verstopfungen ist eine Änderung des Ernährungsstils erforderlich. Das Menü sollte um ballaststoffreiche Lebensmittel erweitert werden.

Folgende Lebensmittel sollten in die Ernährung bei Verstopfung aufgenommen werden:

  • Ballaststoffe binden Wasser und quellen dabei auf. Dadurch vergrößert sich das Stuhlvolumen, und der Stuhlgang wird erleichtert.
  • Ballaststoffe fördern die Darmperistaltik.
  • Sie dienen als hervorragender Nährboden für die normale Darmflora.
  • Ballaststoffe sind in der Lage, Toxine sowie Schlacken auf ihrer Oberfläche zu adsorbieren und zudem kleine Mengen an Cholesterinüberschüssen und Glukose zu binden.

Um das physiologische Bedürfnis des Organismus nach Ballaststoffen zu befriedigen, müssen täglich etwa 1,5 kg Obst und Gemüse verzehrt werden. Dies ist oft schwierig, insbesondere in der Winterperiode. Zur Hilfe können speziell hergestellte Ballaststoffe kommen, die in Apotheken oder Geschäften erhältlich sind. Zusätzlich können sie mit Vitaminen und Mineralien angereichert sein.

Auch für die Prophylaxe ist es wichtig, eine ausreichende Wassermenge zu verwenden. Die Diät bei Verstopfung sollte nicht weniger als 1,2 bis 2 Liter Flüssigkeit täglich aufnehmen. Das Wasser wird aufgenommen und weicht die Ballaststoffe auf. Ist die Flüssigkeitsmenge ungenügend, werden die Stuhlmasse dicht und bleiben im Darmkanal zurück. Es ist sehr schwierig, eine solche Diät bei Erwachsenen mit langdauernden Erkrankungen einzuhalten, bei denen der Umfang des getrunkenen Wassers verringert werden muss.

Verzeichnis der für die Verstopfungsdiet geeigneten Lebensmittel.

  • Backwaren. Für eine Ernährung bei Verstopfung ist Weißbrot sowie Gebäck untersagt. Bei Erwachsenen sind hingegen trockenes Gebäck, Brot aus grob gemahlenem Mehl oder Roggenmehl sowie ungesüßtes Backen und Brot mit Kleber erlaubt.
  • Suppen: Geeignet sind vegetarische Gemüsesuppen oder Suppen auf nicht fettiger Fleischbrühe, Fruchtsuppen sowie Rettichsuppe, Kohlsuppen und Borschtsch. Bei der Ernährung bei Verstopfung im Kindesalter ist zu beachten, dass Suppen mit hohem Kohlgehalt Kolik hervorrufen können; daher sollten sie vermieden werden. Alle fettigen Suppen und Borschtschs sind untersagt.
  • Fleisch: Zugelassen wird beliebiges mageres Fleisch (Schweinefleisch, Rindfleisch, Kalbfleisch sowie Geflügel wie Truthahn und Huhn). Die Zubereitungsart ist Kochen oder Dünsten. Bei der Ernährung bei Verstopfung im Erwachsenenalter ist die Aufnahme von fetthaltigem Fleisch sowie von Gans- und Entenfleisch kontraindiziert.
  • Eier: Im rohen oder weichgekochten Zustand sind sie verboten. Eine mäßige Aufnahme in das Menü ist jedoch möglich. Beachten Sie, dass vor der Einlagerung von Eiern in die Ernährung bei Kindern im Rahmen einer Verstopfungsdiet eine ärztliche Konsultation zur Zweckmäßigkeit erforderlich ist. Bis zu einem bestimmten Alter gelten Eier als einfach notwendige und nahrhafte Lebensmittel für Kinder.
  • Fisch: Erlaubt sind ausschließlich nicht fettige Sorten. Die Zubereitung erfolgt durch Kochen oder Dünsten. Konserven, Räucherfisch sowie gebratener und fetthaltiger Fisch sind bei der Diät gegen Verstopfung untersagt.
  • Gemüse: Empfohlen sind Blattgemüse, Rüben, Kohl, Möhren sowie andere Sorten. Ausgeschlossen werden Gemüsesorten, die eine erhöhte Gasbildung im Darm verursachen (z. B. Bohnen, Kohl). Zudem sollten Radieschen, Wurzelgemüse, Knoblauch und Rettich eingeschränkt werden.
  • Pilze: Sind untersagt.
  • Milchprodukte: Für eine Ernährung bei Verstopfung sind grundsätzlich alle Milchprodukte geeignet; besonders empfohlen werden die Milch, der Quark und saure Sahne (Kefir, Azidophilusmilch, Ryazhenka usw.).
  • Getränke: Empfehlenswert sind verschiedene Aufgüsse von Kräutern, Kompott aus Hagebutten, Aprikosen und Pflaumen. Auch Säfte aus ähnlichen Früchten können aufgenommen werden. Gut ist es, Säfte und Mürben mit einem hohen Gehalt an Fruchtfleisch zu verwenden (z. B. Möhren-, Tomatensaft).
  • Fette und Öle: Alle pflanzlichen Öle sind zum Verzehr erlaubt; tierische Fette sowie Margarine müssen ausgeschlossen werden.

Besonderheiten der Kochkunst bei der Beachtung der Diät gegen Verstopfung.

Wichtig ist, dass beim Zubereiten von Speisen das Prinzip der Schonung des Darmkanals beachtet werden muss. Zudem gilt: Bei langdauernder Verstopfung kann sich im Darm früh oder spät ein entzündlicher Prozess entwickeln. Daher muss die Nahrung maximal vor schädlichen mechanischen, thermischen und chemischen Einwirkungen durch Schleim geschützt werden.

Eine Diät bei Verstopfung bevorzugt insbesondere den Verzehr von fermentierten Milchprodukten Unter mechanischer Schonung versteht man das Vermeiden von zerkleinerten Lebensmitteln sowie das Abwischen. Eine solche Ernährung fördert die Motilität des Gastrointestinaltraktes und trägt zur Normalisierung seiner Funktion bei.

Unter chemischer Schonung versteht man das Ausschluss von sauren, scharfen und salzigen Lebensmitteln, da diese die sekretorische Aktivität des Gastrointestinaltraktes verstärken können und bei einigen Patienten einen reizenden Effekt auf den gesamten Organismus haben.

Die thermische Schonung bedeutet den Verzehr von Speisen, deren Temperatur sich im Intervall zwischen 15 °C und 65 °C befindet.

Außerdem ist es wichtig, eine Nahrungskarenz einzuhalten und mindestens zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts zu essen.

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Forscher der Oxford-Universität haben eine Reihe von Studien durchgeführt, aus denen hervorgeht, dass Vegetarismus das menschliche Gehirn schädigen kann, indem er dessen Masse verringert. Daher empfehlen sie, Fisch und Fleisch vollständig nicht von der Ernährung auszuschließen.


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