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Eichenrinde

Eichenrindenextrakt Die Rinde des Eichenholzes – ein Phytopräparat mit entzündungshemmender, adstringierender Wirkung. Weit verbreitet in der Zahnmedizin sowie bei Erkrankungen der Ohren, Nase und Rachen.

Pharmakologische Wirkung und Eigenschaften

Eichenrinde – ein pflanzliches Arzneimittel mit einem komplexen Spektrum an biologisch aktiven Substanzen.

Sie wirkt zusammenziehend, immunstimulierend, adstringierend, antazid, entzündungshemmend und antimikrobiell. Durch Gerbstoffe (mindestens 8 % im Präparat) werden Gewebe vor pathogenen Organismen und lokalen Reizen geschützt. Zudem enthält die Rinde Pektin, Flavonoide, Ellagsäure und Gallussäure.

Darreichungsform

Die Eichenrinde wird in Form von ganzen oder gehobackten Rohstoffen sowie als Pulver angeboten.

  • Darreichungsformen: Der ganze Rohstoff besteht aus Rindenstücken oder nicht breiten Streifen bis zu 6 mm Länge; die äußere Oberfläche kann glänzend oder matt sein und hellgrau oder hellgraubraun gefärbt, während das Innere feinfasrig mit gelb-graubrauner Färbung ist.
  • Der gehobackte Rindenrohstoff wird bei der Verarbeitung durch ein Sieb bis zu 7 mm gesiebt.
  • Das Pulver aus Eichenrinde besteht aus feinen Partikeln von etwa 0,5 mm Größe und gelb-graubrauner Färbung.

Die Rinde übernimmt die Eigenschaften des Eichenholzes, weist einen schwachen Geruch und einen stark zusammenziehenden Geschmack auf.

Verfügbar in Papierpackungen mit den Größen 30 g, 35 g, 40 g, 50 g, 60 g, 75 g oder 100 g.

Anwendungshinweise

Anwendung von Eichenholzerinde bei:

  • Blutendem Zahnfleisch;
  • Entzündliche Erkrankungen der Mund-, Rachen- und Laryxschleimhaut
  • Zahnfleischentzündung
  • Schwellungen
  • Krampfadern
  • Entzündungen der Mundschleimhaut
  • Krampfadern im Afterbereich
  • Schwitzen der Füße
  • infizierte Wunden
  • Verbrennungen
  • Schwielen

Kontraindikationen

Die Rinde des Eichenholzes weist mit Ausnahme einer allergischen Reaktion auf Inhaltsstoffe der Rinde keine weiteren Kontraindikationen auf.

Anwendungsmethode

Eichenrindenextrakt – pflanzliches Arzneimittel Die Rinde des Eichenholzes wird als Sud für Spülungen, feuchte Kühlverbände und zum Waschen von Wunden verwendet. Sie kann auch zur Zubereitung von Bädern genutzt werden oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln eingesetzt.

Zur Zubereitung des Aufgusses werden 20 g Rinde in 200 ml Wasser im Wasserbad für 30 Minuten extrahiert. Das Filtrat wird durch doppeltes Mulltuch filtriert, der Rückstand entsorgt und das Filtrat auf ein Volumen von 200 ml aufgefüllt. Die fertige Lösung kann zwei Tage lang im Kühlschrank gelagert werden.

Der Aufguss wird zum Spülen 6–8-mal täglich angewendet; vor jedem Gebrauch sollte er gut geschüttelt werden.

Zur Behandlung von Verbrennungen wird eine 20-prozentige Lösung des Aufgusses verwendet.

Bei Fußpilz wird die Eichenrinde häufig in Form von Bädern eingesetzt: 200 g Rinde werden in 1 Liter Wasser für 30 Minuten gekocht. Das Filtrat wird im Verhältnis 1 Esslöffel pro 1 Liter Wasser bei einer Temperatur von 37–38 °C angewendet. Nach den Bewertungen ist die Anwendung der Eichenholzerinde bei Fußpilz sowie an Händen und Beinen wirksam; nach dem Eingriff sollte nicht abgewischt werden, um eine antiseptische Wirkung zu erhalten.

In der Kosmetik wird Eichenrindenaufguss häufig zur Haarbehandlung eingesetzt; er dient sowohl als Färbemittel als auch zur Stärkung des Haares und kann ähnlich wie andere Präparate zubereitet werden, oft in Kombination mit Zwiebelschalen oder Gräsern. Der Aufguss wird für eine Stunde unter Wärmeeinwirkung auf das Haar aufgetragen, insbesondere bei allergischen Reaktionen auf spezielle synthetische Mittel.

Aufgrund ihrer Eigenschaften wird Eichenrinde häufig zur Behandlung von Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes sowie bei Vergiftungen eingesetzt.

Lagerung

Eichenrindenextrakt ist ohne Rezept erhältlich und besitzt eine Haltbarkeit von bis zu fünf Jahren.

Ob Wissenswertes

Hätte die Leber ihre Funktion vollständig verloren, wäre der Tod innerhalb weniger Tage eingetreten.


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