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Facharzt für Innere Medizin (Lungenheilkunde)

Der Pneumologe – ein Arzt, dessen Spezialisierung die Prophylaxe, Diagnostik und Behandlung der Tuberkulose (einer Infektionskrankheit mit dem Erreger *Mycobacterium tuberculosis*) umfasst.

Der Lungenfacharzt – ein Arzt, dessen Spezialisierung die Prävention, Diagnose und Behandlung von Tuberkulose ist

Die Tätigkeiten des Pneumologen

Die Tuberkulose ist eine potenziell tödliche Infektionskrankheit, die über den Tröpfcheninfektionsweg übertragen wird. Das primäre Zielorgan ist die Lunge; jedoch kann diese Erkrankung auch andere Systeme des menschlichen Körpers befallen: Nieren, Knochen, Leber sowie bei Männern die Prostata und bei Frauen Eileiter und Eierstöcke. Solche Befunde werden von Pneumologen als extrapulmonale Tuberkulose bezeichnet. Mykobakterien können sich in verschiedenen Sekreten ablagern: im Auswurf (bei Infektionen der Atmungsorgane), im Stuhl (bei Infektionen des Gastrointestinaltraktes), im Samenflüssigkeit oder Urin (bei Infektionen der urogenitalen Systeme) sowie in vaginalen Sekreten (bei Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane). Eine Ansteckung erfolgt durch das Einatmen von Luft, die Partikel des krankheitserregenden Auswurfs enthält.

Zu den Haupterkrankungen, die ein Pneumologe behandelt:

  • Hauttuberkulose
  • Augentuberkulose
  • Darmtuberkulose
  • Tuberkulose des Stütz- und Bewegungssystems
  • Meningeale Tuberkulose
  • Genitaltuberkulose
  • Tuberkulose des Nierenbeckens und der ableitenden Harnwege
  • Akute Glomerulonephritis

Wenn eine Vorstellung zum Lungenfacharzt notwendig ist,

Die Hauptsymptome der Tuberkulose sind Schwäche, allgemeines Unwohlsein, Husten mit Auswurf in geringer Menge von gelblicher oder grünlicher Farbe, vermehrte Nachtschweißbildung, Atemnot sowie das Vorhandensein von Flüssigkeit oder Luft im Pleuraraum. Je nach Fortschreiten der Erkrankung nimmt die Menge des Auswurfs zu; dabei können Blutspuren enthalten sein. Bei Auftreten charakteristischer Symptome bei sich selbst oder nahen Kontaktpersonen ist ein Besuch in einer Beratungsstelle beim Lungenfacharzt erforderlich.

Bei Verdacht auf Tuberkulose weist der Lungenfacharzt folgende Untersuchungen an:

  • Die Reaktion des gereinigten Fleischextrakts (oder die Hauttuberkulinprobe), die das Vorhandensein einer Infektion nachweist;
  • Der Lungenfacharzt untersucht den Auswurf auf das Vorhandensein von Mikroorganismen.
  • Die mikrobiologischen Untersuchungen des Auswurfs, Eiters, Urins, Spinnomys sowie anderer biologischer Materialien;
  • Der Mittwoch-Lewendsohn-Test
  • Die Petschenz-Probe
  • Die Augenhintergrunduntersuchung
  • Der Hörtest
  • Die Urinuntersuchung zur Erkennung einer Nieren-Tuberkulose

In der Beratungsstelle bietet der Lungenfacharzt die Röntgenologische Überprüfung (Leuchtfotografie) an, um die Differentialdiagnostik zwischen Tuberkulose und anderen Lungenerkrankungen wie Silikose zu ermöglichen. Damit lassen sich Abszesse und Pneumonien erkennen sowie der Charakter der Infektion (herdförmig, infiltrativ, hohlräumig, disseminiert), die Lokalisation und das Ausmaß des Prozesses bestimmen. Neben der Leuchtfotografie kann der Lungenfacharzt weitere diagnostische Verfahren anordnen.

  • Die Biopsie
  • Die mikrobiologische Diagnostik
  • Die Tuberkulose-Diagnostik
  • Die Diagnostik der extrapulmonalen Tuberkulose
  • Die Liquoruntersuchung im zerebrospinalen Raum
  • Magnetresonanztomographie (MRT)
  • Computertomographie (CT)

Lungenfachärzte können sich in großen medizinischen Einrichtungen auf die Behandlung und Diagnostik bestimmter Organe spezialisieren. Beispiele hierfür sind: Ftisiopulmonologen für Lungentuberkulose, Urologen mit Spezialisierung auf Nierentuberkulose sowie Hals-Nasen-Ohrenchirurgen (HNO) mit Fokus auf Kehlkopf-Tuberkulose. Kinderlungenfachärzte behandeln Tuberkulose bei Kindern (Schwindsucht).

Tätigkeitsbereich des Kinderlungenfacharztes

Der Kinderlungenfacharzt befasst sich mit der Aufspürung, Behandlung und Prophylaxe von Tuberkulose bei Kindern. In der Beratungsstelle klärt der Lungenfacharzt über das Auftreten von Schmerzen beim Kind auf, bewertet die Bedingungen seines Aufenthalts, analysiert Ergebnisse der Röntgenaufnahmen (früher: gezeichnete Fleischtasche) sowie untersucht periphere Lymphknoten. Meistens handelt es sich bei Kindern um eine primäre Infektion durch Mykobakterien; dies bedeutet jedoch nicht zwingend eine unmittelbare Ansteckung mit der Krankheit. Dennoch besteht die Wahrscheinlichkeit eines Krankheitsausbruchs bei Kindern mit einer positiven Tuberkulin-Hautprobe: Diese Patienten werden regelmäßig zur Aufnahme beim Lungenfacharzt gebracht und erhalten eine prophylaktische Behandlung.

Empfehlungen des Pneumologen

Zum Schutz von sich selbst und Kindern vor Tuberkulose empfehlen Pneumologen die Einhaltung der folgenden Prophylaxemaßnahmen:

  • Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems (ausgewogene und vielfältige Ernährung, aktive Lebensweise, geregelte Arbeit und Erholung sowie Verzicht auf Alkohol- und Tabakkonsum)
  • Initiativen zur Verbesserung der Wohn- und Arbeitsbedingungen (z. B. Lüftung der Räume, Einhaltung sanitär-hygienischer Normen usw.).
  • Präventive Gabe von Chemoprophylaxe zur Verhinderung des Krankheitsausbruchs (wird Personen, die in ständigem Kontakt mit Tuberkulosekranken stehen, sowie bei ungünstigen Lebensbedingungen oder langdauernden Erkrankungen verschrieben).
  • Die Tuberkulose-Impfung.

Lungenfachärzte betonen, dass eine Ansteckung mit Tuberkulose beim Händedruck unmöglich ist – Bakterien werden ausschließlich über den Luft-Tröpfchenweg übertragen; die Nutzung gemeinsamer Gegenstände und der Tastkontakt erhöhen das Infektionsrisiko erheblich.

Ob Sie wissen:

In vier Stück dunkler Schokolade sind etwa 200 Kalorien enthalten. Wer nicht genesen will, sollte pro Tag nicht mehr als zwei Stück zu sich nehmen.


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