Hidradenitis

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Unter Hidradenitis versteht man eine Entzündung der Schweißdrüsen. Da sich die höchste Konzentration dieser Drüsen in den Achselhöhlen befindet, tritt die Hidradenitis dort am häufigsten auf. Auslösende Faktoren sind Unsauberkeit, mangelnde Körperhygiene und vermehrtes Schwitzen. Dies führt zur Entzündung der Talgdrüse, die sich schnell vergrößert und dem Euter ähnelt. Die Hidradenitis kann auch durch andere Ursachen ausgelöst werden, insbesondere durch hormonelle Umstellungen oder eine geschwächte Immunität. Bei Diagnose der Hidradenitis umfasst die Behandlung ein breites Spektrum von Methoden – von allgemein kräftigenden Maßnahmen bis zum chirurgischen Eingriff und der Anwendung volkstümlicher Rezepte.

Symptomatik der Erkrankung

Hidradenitis axillaris

Bei der Entzündung der Schweißdrüsen in der Achselgegend bildet sich zunächst ein dichter Knoten unter der Haut, der später über die Oberfläche hinauswächst. Das Ausmaß dieser Bildung variiert zwischen 0,5 und 3 Zentimetern. Die Hidradenitis lässt sich von Furunkeln und anderen eitrigen Entzündungen leicht durch die charakteristische gelbrote Verfärbung unterscheiden.

Der entzündliche Prozess kann sich von den Schweißdrüsen auf andere Bereiche ausdehnen sowie die Ausführungsgänge betreffen. Am häufigsten tritt die Hidradenitis unter dem Arm auf, seltener in der Brust- oder Bauchgegend sowie im Bereich der behaarten Kopfhaut und am Hals.

Zu den Hauptsymptomen, die eine Diagnose ermöglichen, gehören:

  • Es bildet sich ein dichter Knoten, der über die Hautoberfläche hinauswächst.
  • Zu den Hauptsymptomen gehören ständiges Jucken im Bereich der Entzündung sowie manchmal heftige Schmerzen.
  • Ein erhöhter Körpertemperaturwert (Fieber)
  • Bei Ausbleiben einer Behandlung bilden sich Narben, Zwischenläsionen und Komedonen.

Die medikamentöse Standardtherapie der Hidradenitis.

Der entzündete Bereich wird mit Desinfektionslösungen und antiseptischen Präparaten behandelt. Die höchste Effektivität zeigen: bakterizide Seife, 5 %ige Jodtinktur, 2 %iger Borsäurealkohol, Neomycin-Salbe sowie der feuchte Kühlverband mit 2 %iger Clindamycin-Lösung. Bei gesicherter Diagnose einer Hidradenitis sollte die Behandlung durch regelmäßige hygienische Maßnahmen und Körperpflege ergänzt werden. In fortgeschrittenen Stadien wird eine chirurgische Therapie empfohlen, bestehend aus Aufbruch und Ausschneidung betroffener Gewebeteile sowie der Entfernung von Zwischenläsionen. Operative Methoden kommen zum Einsatz, wenn konservative Therapien die erwarteten Ergebnisse nicht liefern.

Dem Patienten wird zwingend eine antimikrobielle Therapie verschrieben: Doxycyclin (100 mg zweimal täglich), Tetracyclin (250 mg dreibisviermal täglich) oder Erythromycin (bis zu 0,25 g dreibisviermal täglich). Die Kur dauert mindestens 14 Tage.

Bei Menschen mit rezidivierender Hidradenitis umfasst die Behandlung eine spezifische Immuntherapie unter Verwendung von Gammaglobulin und Staphylokokken-Vakzinen.

In der Regel ist der Behandlungsverlauf günstig; jedoch muss berücksichtigt werden, dass Entzündungen an sich selten vollständig ausheilen. Selbst bei vorübergehender Besserung kann die Erkrankung später erneut auftreten, weshalb bei begründetem Verdacht umgehend ärztliche Hilfe gesucht werden sollte, um unangenehme Folgen wie Narben und Fisteln zu vermeiden.

Zu den Schutzmaßnahmen gehören: Beachtung der Hygiene, Vermeidung von Übergewicht sowie Exklusion kosmetischer Mittel und Parfüms, die einen ätzenden Effekt auf die Haut haben.

Die Hidradenitis – eine Volksbehandlung der Erkrankung.

Bei Auftreten von Entzündungen ist dem Patienten Ruhe zu gewährleisten; zudem sollte die Standardernährung vitaminreich und reich an Mikroelementen sein. Aus den über die Zeit geprüften Volksheilmitteln lassen sich folgende Rezepte ableiten:

  • Die Blätter der Aloe werden sorgfältig mit warmem Wasser gewaschen, längs zerschnitten und auf den betroffenen Bereich aufgetragen. Zwar können die Aloe-Blätter die Erkrankung an sich nicht heilen, sie besitzen jedoch eine bakterizide Wirkung und eignen sich hervorragend zur Kombination mit anderen Mitteln;
  • Die frischen Blätter des Wegerichs werden sorgfältig in den Händen erwärmt, bis sie beginnen, Saft abzugeben. Anschließend werden sie 3–4 Mal pro Tag für 15–20 Minuten auf die Hidradenitis unter dem Arm aufgelegt. Auch der frische Saft des Wegerichs verfügt über eine gute Wirksamkeit;
  • Die Blätter des frischen Selleries werden im warmen Wasser gewaschen, erwärmt und mehrmals täglich auf den betroffenen Bereich aufgetragen;
  • Bei der Diagnose Hidradenitis können Volksmittel unter Verwendung einer Meersalzlösung eingesetzt werden. Diese wird wie folgt zubereitet: In einem Glas mit warmem abgekochtem Wasser lösen sich 2 Teelöffel trockenes Meersalz auf. Die entstandene Mischung wird durch ein Mulltuch gefiltert und vier- bis fünfmal täglich zum Waschen der entzündeten Bereiche verwendet;
  • Ein Kaffeelöffel Blüten von Kamille, Salbei, Eukalyptus oder Ringelblume wird mit einem Glas kochendem Wasser übergossen. Anschließend wird die Lösung abgeseiht und über mehrere Tage stehen gelassen. Der entzündete Bereich ist mehrmals täglich zu waschen;

Bei der Diagnose Hidradenitis können Volksheilmittel wie Sud und Aufgüsse chirurgische und andere konventionelle Therapien ergänzen, jedoch sollte vor deren Anwendung zwingend ein behandelnder Arzt konsultiert oder ein erfahrener Homöopath hinzugezogen werden.

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