Magnesiumchlorid

Magnesiumchlorid ist eine anorganische Verbindung aus Chlor und Magnesium, die in der Natur als Mineral Bischofit vorkommt. Magnesiumchlorid – das Mineralwasser Bischofit

Gewinnung von Magnesiumchlorid und seine Eigenschaften

Magnesiumchlorid kristallisiert in Form transparenter Kristalle mit einer Dichte von 2,3 g/cm³ und schmilzt bei 1400 °C. Magnesium sowie sein Rohstoff wurden erstmals im Jahr 1695 in England entdeckt; das reine Element wurde hingegen 1808 vom Chemiker Humphry Davy isoliert.

Die Gewinnung von Magnesiumchlorid erfolgt auf verschiedene Weise, darunter die natürliche Extraktion aus dem Mineral Bischofit sowie die Gewinnung aus Meerwasser und anderen Mineralien.

Aus einer Lösung von Magnesiumchlorid kann Carnallit gewonnen werden, der als Quelle für Kalium- und Magnesiumchlorid dient.

Zur Herstellung wasserfreien Magnesiumchlorids (Bischofit-Typ) sind eine Entwässerung sowie eine Dehydratisierung bei Temperaturen unter 200 °C erforderlich.

Magnesiumchlorid besitzt einige nützliche Eigenschaften und ist für die Anwendung sowohl äußerlich als auch innerlich zugelassen; diese Lösung wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd, regenerierend und tonisierend.

Magnesium wirkt sich positiv auf das Hautgewebe aus, verbessert den Zustand des Stütz- und Bewegungssystems, normalisiert die Durchblutung sowie die Funktion des Nervensystems.

Die Anwendung von Magnesiumchlorid.

In der Lebensmittelindustrie wird Magnesiumchlorid als Zusatzstoff mit der Kennzeichnung E 511 geführt; es dient als Verdickungs- und Härtungsmittel für alkoholfreie Getränke, Diät- und Kindermischungen.

Die konzentrierte Lösung von Magnesiumchlorid ist ein wesentlicher Bestandteil des japanischen Salzes Nigari. Dieses Salz wird durch das Eindampfen von Meerwasser gewonnen; Nigari dient zudem als Koagulans für die Herstellung von Tofu aus Sojamilch. Magnesiumchlorid – Lösung von Magnesiumchlorid

Als Emulgator bildet Magnesiumchlorid folgende Lebensmittel:

  • Konserviertes Gemüse und Früchte wie Tomaten, Gurken, Paprika, Pfirsiche, Ananas, Guaven und Mangos
  • Backwaren, einschließlich Hefeteig und Backpulver
  • Verdickungs- und Festigungsmittel für Konditoreiwaren
  • Milchprodukte
  • Alkoholische Getränke und Cocktails
  • Kindernahrung, einschließlich Joghurt und Gelee
  • Diätetische Lebensmittel

In der Nahrungsmittelindustrie ist Magnesiumchlorid als Farbstabilisator für Produkte nach spezieller technologischer Bearbeitung zugelassen. Es dient in Lebensmitteln als Magnesiumquelle, verlängert die Haltbarkeit und bereichert das Produkt mit Mineralstoffen.

In Medizin und Kosmetik wird Magnesiumchlorid zur Herstellung von Gelen, Salben (zur Behandlung des Bewegungsapparats) sowie von Kompressen und Tinkturen für den externen Gebrauch eingesetzt. Zudem werden Salze für Bäder und Mundspülungen bei entzündlichen und infektiösen Erkrankungen verwendet.

Ob Das sollten Sie wissen:

In Großbritannien gibt es ein Gesetz, das Chirurgen erlaubt, Patienten eine Operation zu verweigern, wenn sie Raucher oder Übergewichtige sind. Der Mensch soll auch in diesem Fall auf schädliche Gewohnheiten verzichten; ihm wird die operative Intervention nicht mehr angeboten.


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