Imet

Imet – ein nichtsteroidales Antiphlogistikum (NSAR) mit schmerzstillender und fiebersenkender Wirkung.

Gallenform und Füllmenge

Darreichungsform – Tabletten mit Filmüberzug (in Blisterpackungen à 10 Stück, im Karton 1, 2 oder 3 Blister).

Wirkstoff: Ibuprofen; pro Tablette sind 400 Milligramm enthalten. Der Inhalt umfasst zudem Hilfsstoffe.

Anwendungsgebiete

Die Anwendung von Imet ist zur symptomatischen Behandlung des Schmerzsyndroms bei schwacher bis mäßiger Intensität indiziert.

  • Anwendungsgebiete: Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Osteoarthrose, rheumatoide Arthritis, ankylosierende Spondylitis sowie weitere entzündlich-degenerative Pathologien; psoriatische Arthritis und Gelenkmanifestation bei Gichtexazerbation.
  • Bursitiden, Sehnenscheidenentzündungen.
  • Indikationen: Posttraumatische Gelenkschmerzen und Muskelschwäche.
  • Zahn- und Kopfschmerzen.
  • Akute respiratorische Virusinfektionen (als Teil einer komplexen Therapie)
  • Adnexitiden und Algodysmenorrhö
  • Fieberhafte Zustände unterschiedlicher Ätiologie

Kontraindikationen

  • Schwere Funktionsstörungen von Niere und/oder Leber
  • Schwere Formen einer kardiovaskulären Insuffizienz
  • Peptische Geschwüre sowie Hämorrhagien (einschließlich in der Anamnese)
  • Funktionelle Störungen des Kreislaufsystems mit Neigung zu floriden Blutungen, einschließlich Magen-, Enteral- und zerebrovaskulärer Blutungen
  • Aspirin-Triade (in der Anamnese)
  • Die gleichzeitige Anwendung selektiver Cyclooxygenase-2-Hemmer oder anderer nichtsteroidaler entzündungshemmender Medikamente
  • Das Alter bis zum 12. Lebensjahr
  • Das dritte Schwangerschaftsdrittel
  • Eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen des Präparats sowie anderen nichtsteroidalen Antiphlogistika

Imet ist mit Vorsicht indiziert bei Patienten fortgeschrittenen Alters aufgrund des erhöhten Risikos für Blutungen, einschließlich tödlicher Blutungen; bei Lichen ruber planus (rote systemische Flechte), arterieller Hypertonie, gemischten Bindegewebserkrankungen, kardiovaskulärer Insuffizienz, Nierenfunktionsstörungen und Lebererkrankungen; im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie während der Stillzeit; unmittelbar nach chirurgischen Eingriffen

Anwendungsweg und Dosierung

Tabletten unzerkaut einnehmen, zeitgleich oder direkt nach dem Essen, unter Verwendung einer ausreichenden Menge Flüssigkeit

Die Dosis und die Anwendungsdauer werden vom Arzt individuell festgelegt; dies basiert auf den klinischen Befunden sowie dem aktuellen Zustand des Patienten.

Empfohlene Tagesdosis

  • Schmerzsyndrom bei schwacher bis mäßiger Intensität: 200–400 mg 2-3-mal täglich mit einem Intervall zwischen den Einzeldosen von mindestens 4 Stunden.
  • Fieberhafte Zustände unterschiedlicher Genese: 200–400 mg einmal täglich; eine erneute Gabe ist bei Bedarf nach weiteren 4 Stunden zulässig.

Die maximale Tagesdosis beträgt bei Patienten ab dem 15. Lebensjahr 1200 mg und bei Kindern ab dem 12. Lebensjahr 1000 mg.

Eine Dosisanpassung des Präparats wird für Patienten im fortgeschrittenen Alter nicht empfohlen.

Nebenwirkungen:

  • Seitens des Gastrointestinaltrakts: Übelkeit, Oberbauchschmerzen, Erbrechen, Mundtrockenheit, Sodbrennen, Blähungen, Verdauungsstörungen, Durchfall oder Verstopfung; möglich sind Magengeschwüre und Zwölffingerdarmgeschwüre (einschließlich Perforation und Blutung), Magen-Darm-Blutungen, Geschwürstomatitis, Verschlimmerung von Kolitis und granulomatöser Kolitis, Ösophagitis, Gastritis sowie Pankreatitis; in Einzelfällen Duodenitis.
  • Seitens des kardiovaskulären Systems: Herzinsuffizienz, Arrhythmie, arterielle Hypertonie; möglich ist die Entwicklung eines Herzinfarkts (bei Gabe hoher Dosen).
  • Seitens des Nervensystems: Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Reizbarkeit, erhöhte Ermüdbarkeit; möglich sind Depression, emotionale Labilität, das Gefühl grundloser Besorgnis sowie andere psychotische Reaktionen; in Einzelfällen Krampfanfälle und psychomotorische Erregung.
  • Im hämatopoetischen System können Thrombozytopenie, Anämie, Pancytopenie und Agranulozytose auftreten; das Felty-Syndrom ist ebenfalls möglich. Bei gestörter Funktion dieses Systems sind erosive Schleimhautinfektionen der Mundhöhle sowie Schmerzen im Rachen oder in den Muskeln zu erwarten, begleitet von Fieber und Depressionen. Mögliche Komplikationen umfassen Hämatome, Hautblutergüsse, Nasenbluten sowie andere Blutungen unklarer Ätiologie.
  • Im hepatobiliären System sind funktionelle Leberstörungen, toxische Leberschädigung, Hepatitis, akutes Leberversagen und das hepatorenale Syndrom zu berücksichtigen.
  • Seitens der Sinnesorgane: Sehstörungen (bei Langzeitanwendung), einschließlich Trocknung der Schleimhaut und Beeinträchtigung der Farbwahrnehmung; möglich sind Hörstörungen sowie Ohrensausen.
  • Von Seiten des Urogenitalsystems: Wassergeschwülste (vorzugsweise bei Patientinnen mit arterieller Hypertonie und/oder Niereninsuffizienz), nekrotische Nephrose, interstitielle Nephritis, Hyperurikämie, nephrotisches Syndrom, Polyurie sowie Blasenentzündung; in Einzelfällen Hämaturie und Glomerulonephritis.
  • Allergische Reaktionen manifestieren sich durch Juckreiz, Exanthem, Rhinitis, polymorphes Erythem und Nesselsucht. Zu den anaphylaktoiden Reaktionen gehören Ödeme der Zunge und des Kehlkopfes sowie arterielle Hypotonie; möglich sind zudem Bronchospasmus und Bronchialasthma bei Patienten mit erhöhter individueller Sensibilität.
  • Seitens der Haut treten Trockenheit, das Stevens-Johnson-Syndrom, Alopezie sowie eine Laryngitis (bei Lichtempfindlichkeit) auf.
  • Sonstige: Arterielle Embolie, Hirninfarkt (bei Langzeitanwendung in hohen Dosen).

Zudem können unerwünschte Wirkungen der Imet-Anwendung eine Verschärfung oder Entwicklung von Infektionskrankheiten sein: nekrotisierende Fasciitis, aseptische Meningitis (Symptome – Nackensteifigkeit, Fieber, Übelkeit, Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörung).

Besondere Hinweise

Bei Patienten fortgeschrittenen Alters ist am Anfang der Behandlung die Verabreichung der minimalen Einzeldosis erforderlich; bei Bedarf und guter Verträglichkeit kann diese schrittweise erhöht werden.

Im Falle allergischer Reaktionen muss der Patient die Einnahme abbrechen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Bei Langzeitanwendung wird eine regelmäßige Kontrolle des Hämogramms sowie der Nierenfunktion empfohlen.

Bei Magendarmblutungen – gekennzeichnet durch starke Oberbauchschmerzen, Erbrechen von kaffeesatzähnlichem Material und schwarzen Stuhl – ist die Einnahme des Präparats sofort zu unterbrechen und ein Arzt aufzusuchen.

Im Falle einer Verschlimmerung infektiöser Erkrankungen oder bei Auftreten neuer Infektionen während der Anwendung sollte sich der Patient an den behandelnden Arzt wenden, um eine antibakterielle Therapie einzuleiten.

Während der Anwendung von Imet sollten Patienten potenziell gefährlichen Tätigkeiten wie dem Führen von Kraftfahrzeugen oder der Bedienung von Maschinen ausweichen, da das Medikament die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen kann.

Arzneimittelwechselwirkungen

Die gleichzeitige Einnahme von Imet kann die blutdrucksenkende Wirkung von Amlodipin, Captopril sowie ACE-Hemmern (Angiotensin-Conversions-Enzym-Inhibitoren) und Beta-Blockern abschwächen; zudem den pharmakologischen Effekt von Furosemid, Hydrothiazid und anderen Diuretika.

Das Präparat verstärkt die Wirkung von Antikoagulanzien und erhöht dadurch das Risiko einer Magendarmblutung.

Die gleichzeitige Einnahme von Ibuprofen in Kombination mit Lithiumpräparaten, Phenytoin oder Digoxin kann deren Plasmaspiegel erhöhen.

Die gleichzeitige Gabe verdrängt aus den Bindungen an Plasmaeiweiße indirekte Antikoagulanzien (Sulfonamide), orale hypoglykämische Mittel sowie Derivate von Gabapentin; zudem wird die toxische Wirkung von Methotrexat und Baklofen verstärkt.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Imet:

  • Kolestiramin verringert die Absorption von Ibuprofen im Gastrointestinaltrakt.
  • Die gleichzeitige Einnahme von Warfarin kann zu einer Mikrohämaturie sowie zur Bildung von Hämatomen führen und die Blutungszeit verlängern.
  • Azetylsalicylsäure senkt den Plasmaspiegel von Ibuprofen.
  • Magnesiumhydroxid kann die initiale Absorption von Ibuprofen im Magen-Darm-Trakt erhöhen.
  • Glukokortikoide steigern das Risiko für Nebenwirkungen des Verdauungssystems.

Lagerungsdauer und Lagerungsbedingungen

Das Präparat lichtgeschützt bei einer Temperatur von 15 bis 30 °C an einem trockenen Ort lagern und vor Kindern schützen.

Haltbarkeit: 3 Jahre.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Arbeit, die dem Menschen unangenehm ist, schädigt seine Psyche weniger als das vollständige Fehlen von Arbeit;


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