Hibiskus

Dieses köstliche, hellrote ostasiatische Getränk erfrischt an heißen Sommertagen und spendet im Winter Wärme sowie Gemütlichkeit.

Hibiskus – eine Pflanze aus der Familie der Malvengewächse

Beschreibung

Karkade ist eine Pflanze aus der Familie der Malvengewächse; ihr botanischer Name lautet Hibiskus sabdariffa. Ursprünglich stammt sie aus Indien, wird heute jedoch in vielen tropischen Ländern kultiviert. Sie lässt sich leicht auch zu Hause aus Samen anbauen, die man im Teebeutel findet.

Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 3,5 Metern. Stiel und Blätter sind grün mit rötlicher Schattierung. Die Blüten haben einen Durchmesser von bis zu 5 Zentimetern und ein helles Aroma.

In Sudan ist Karkade so populär, dass sie als "sudanesische Rose" bezeichnet wird. In Ägypten gilt sie als das Getränk der Pharaonen; man glaubt, sie schenke Unsterblichkeit und Lebenskraft. In Malaysia wird Hibiskus unter dem Namen "Blume des Paradieses" bekannt, was ihn zur Nationalblume macht. Seine Abbildung prangt auf dem Wappen des Landes, da Muslime glauben, die fünf Blütenblätter entsprächen den fünf Geboten des Islam.

Nach dem Aufkochen bleiben die Schalen an den Zweigen haften und beginnen sich zu verdichten; daraus wird das wohltuende Getränk zubereitet.

Farbe und Geschmack von Karkade-Tee variieren je nach Wachstumsregion: Ägyptischer Tee schmeckt sauer und hat eine kirschrote Farbe, mexikanischer Tee ist leicht salzig mit einer gesättigt orangen Färbung, während thailändischer Tee eine schöne purpurrote Farbe und einen süßen Geschmack aufweist.

Blütenblätter, Samen und Blätter werden in der Küche sowie in der Kosmetik eingesetzt; zudem finden alle Pflanzenteile Anwendung bei der Färbung von Textilien.

Der Vertrieb von Karkade

Die heilkräftige Wirkung des Hibiskusses wurde bereits im alten Ägypten erkannt; die Pflanze etablierte sich dort als nationales Getränk, wobei Archäologen in Gräbern mehrfach getrocknete Pflanzenteile dieser Art nachgewiesen haben.

In Afrika und im Osten wird der Hibiskus in der Volksmedizin breit eingesetzt, da er bei Bluthochdruck sowie weiteren Erkrankungen therapeutisch wirkt.

Die Verbreitung der Karkade in Europa begann im 17. Jahrhundert; damals gewann das Getränk jedoch keine besondere Popularität, während seine Beliebtheit heute, insbesondere in den skandinavischen Ländern, rasch zunimmt.

Der Nutzen von Karkade

Zur Zusammensetzung der Karkade gehören 13 organische Säuren, darunter Apfel-, Zitronen- und Weinsäure; sie verleihen dem Tee seinen säuerlichen Geschmack und wirken zudem sehr beruhigend.

Die Eigenschaften von Karkade werden durch die enthaltenen Mikroelemente bestimmt. Die biologisch aktiven Substanzen im Getränk stärken das Immunsystem, lindern nervöse Anstrengungen, erhöhen die körperliche Belastbarkeit und schützen effektiv vor Erkältungskrankheiten sowie Influenza.

Die Anthozyane, die der Pflanze ihre rote Farbe verleihen, stärken zudem die Gefäßwände, machen diese weniger durchlässig und senken den Cholesterinspiegel im Blut.

Der Nutzen von Karkade umfasst eine krampflösende Wirkung sowie eine Verbesserung der Gallenleistung; seine Eigenschaften wirken wohltuend auf das Verdauungssystem und die Leber. Bei regelmäßigem Verzehr normalisiert Hibiskus den Stoffwechsel und beeinflusst Magen sowie Bauchspeicheldrüse günstig.

Zu den nützlichen Eigenschaften der Hibiskusblüte (Karkade) zählen unter anderem die Prophylaxe gastrointestinaler Erkrankungen sowie die Linderung bei diathetischen Zuständen. Zudem wirkt das Aufgussgetränk als mildes Abführmittel; ein systematischer Konsum über zwei Wochen bewirkt eine Normalisierung der Gastrointestinaltätigkeit.

Der Einfluss von Karkade auf den Blutdruck ist bekannt: Heißer Tee erhöht den Blutdruck, während kalter Tee ihn senkt.

Ein nicht unwesentlicher Nutzen von Karkade liegt in der Linderung alkoholischer Vergiftungen; zudem wurden Zwetschkerne im Altertum zur Unterbrechung von Blutungen bei Wunden verwendet.

Anwendung von Karkade.

Einsatz von Karkade in der Küche: Frische Blätter werden zu Fischplatten und Gemüsesalaten hinzugefügt, getrocknete Samen (Gibiskussa) in Suppen eingearbeitet, und aus den Blütenblättern ein sehr leckeres Getränk zubereitet.

Karkade findet auch Anwendung in der Kosmetik: Eiswürfel aus aufgebrühtem Tee erfrischen und tonisieren die Haut; zudem wird er in Peelings zusammen mit Kaffee verwendet.

Der Tee aus Hibiskus (Karkade) kann auf verschiedene Weise zubereitet werden: Entweder durch Aufguss in Porzellan- oder Gläsern mit kochendem Wasser, durch kurzes Kochen am Feuer oder alternativ durch Ziehen im kalten Wasser, wodurch ein gleichwertiges erfrischendes Getränk entsteht.

Hibiskustee

Zu den Nachteilen von Karkade zählen unter anderem die potenzielle Beeinträchtigung der Eisentherapie bei Eisenmangel sowie eine mögliche Reizung des Magens bei empfindlichen Personen.

Der Konsum von Karkade sollte bei Menschen mit Gastritis und erhöhter Säureproduktion sowie bei Ulkuskrankheiten vermieden werden. Zudem kann der Tee bei Personen mit sehr niedrigem Blutdruck schädlich wirken.

Der Tee ist für Kleinkinder bis zum ersten Lebensjahr kontraindiziert.

Außerdem kann Karkade bei individueller Niereninsuffizienz schädlich sein.

Ob Das sollten Sie wissen:

In vier Quadranten dunkler Schokolade sind etwa zweihundert Kalorien enthalten; wer nicht genesen möchte, sollte pro Tag zwei Stück nicht zu sich nehmen.


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