Eierstockzyste

Eierstockzyste

Eine Eierstockzyste ist eine gutartige Gewebewucherung im Eierstock.

Das Innere dieser Geschwulst besteht in der Regel aus Flüssigkeit.

Zur Risikogruppe bei Morbidität einer Eierstockzyste gehören in der Regel junge Frauen mittleren Alters; ab dem fünften Lebensjahrzehnt sinkt das Risiko für die Bildung von Eierstockzysten erheblich.

Arten der Eierstockzyste

Es gibt verschiedene Formen von Eierstockzysten:

Endometrioidzyste

Follikuläre Zyste

mukozystische

dermoide Zyste

paraovarielle Zyste

Gelbkörperzyste

Die Symptome einer Gelbkörperzyste zeigen sich meist einseitig. Die Wandungen der Zyste sind verdickt. Der Inhalt besteht aus gelblicher Flüssigkeit, oft mit Blutanteilen. Ursache ist das unvollständige Abklingen des Gelbkörpers nach dem Eisprung: Er füllt den Follikel nicht vollständig ab, vergrößert sich im Umfang und bildet eine flüssigkeitsgefüllte Zyste.

Gelbkörperzyste und Follikelzyste zählen zu den funktionellen Zysten, da sie infolge physiologischer Prozesse im Eierstock entstehen, die monatlich im weiblichen Organismus ablaufen. Als Ursache dieser Befunde gilt meist eine hormonelle Störung der Organfunktion. In der Regel erreichen solche Zysten keine großen Ausmaße; ihre Entstehung und ihr Wachstum verlaufen häufig symptomfrei, da sie weder Schmerzen noch Unwohlsein verursachen. Oft wird die Erkrankung zufällig während einer gynäkologischen Untersuchung oder durch Ultraschall diagnostiziert.

Bei einer Paraovarialzyste entwickeln sich die Symptome im Anhangsorgan, das oberhalb des Eierstocks liegt. Die Zyste stellt eine einlagige Geschwulst mit rundlicher oder ovaler Form dar, die von transparenter Flüssigkeit ausgefüllt ist. Die Wandungen sind dünn und fast durchscheinend; sie werden vom Netz feiner Blutgefäße durchsetzt. Die Erkrankung betrifft Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. In der Regel handelt es sich um eine gutartige Neubildung, die selten den Eierstock selbst erfasst.

Symptome einer Eierstockzyste.

Diagnose und Symptome einer Eierstockzyste

Die absolute Mehrheit der Eierstockzysten entwickelt sich symptomfrei und wird zufällig während einer prophylaktischen gynäkologischen Untersuchung oder Ultraschalluntersuchung diagnostiziert.

Bei einer Vergrößerung der Zyste können folgende Symptome auftreten:

Der Bauchumfang nimmt zu.

Es können Schmerzempfindungen unterschiedlicher Intensität auftreten – vom Gefühl von Schwere und Spannung bis hin zu heftigen, paroxysmalen Schmerzen (starke, plötzliche Schmerzen können durch den Bruch einer Eierstockzyste oder die Einklemmung ihrer Stiele verursacht werden).

Der gewohnheitsmäßige Menstruationszyklus wird gestört, falls die Geschwulst Hormone produziert.

Diagnostik der Eierstockzyste.

Um diagnostische Ziele zu erreichen und die geeignete Behandlung einer Eierstockzyste festzulegen, werden in medizinischen Einrichtungen folgende Verfahren durchgeführt:

Die allgemeine gynäkologische Untersuchung.

Zur Diagnosestellung der Eierstockzyste werden die Ultraschalluntersuchung der inneren Organe mittels transabdomineller und transvaginaler Sonden durchgeführt. Diese Verfahren sind schmerzfrei und am zuverlässigsten.

Die Punktion des Zysteninhalts erfolgt durch das hintere Scheidengewölbe; dieses Verfahren wird bei komplizierten Zysten angewendet.

Die laparoskopische Untersuchung gilt als die genaueste diagnostische Methode für Zysten und dient gleichzeitig als therapeutischer Eingriff.

Laboranalytische Bestimmung von Onkogenen im Blutserum

Bestimmung des Hämoglobins durch Blutuntersuchung

Schwangerschaftstest zum Ausschluss einer Eileiterschwangerschaft

Therapie der Eierstockzyste

Die therapeutische Strategie bei Ovarialtumoren orientiert sich primär am Alter der Patientin und dem Risiko eines malignen Wachstums. Bei Frauen im gebärfähigen Alter wird die operative Entfernung kollektiv und abgewogen diskutiert, da eine chirurgische Operation den gesamten Eierstand samt Anhang umfasst.

Die konservative Therapie ist indiziert, wenn die Entstehungsgründe der Zyste einen funktionellen Charakter tragen und keine Neigung zum Riss der Kapsel oder zur Eiterung sowie anderen Komplikationen besteht.

Für die chirurgische Entfernung von Eierstockzysten wird heute meist die Laparoskopie angewendet. Diese Methode ist am effektivsten, schmerzarm und birgt im Vergleich zu offenen Eingriffen das geringste Risiko für postoperative Komplikationen.

Ob Sie sollten wissen:

Ein regelmäßiger Solariumbesuch erhöht das Risiko für Hautkrebs um 60 %.


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