Koks

Koks – Allgemeine Informationen

Der Koks (auch Kreuzbein) bildet den untersten Abschnitt der menschlichen Wirbelsäule. Er setzt sich aus vier bis fünf Wirbeln zusammen, deren Größe von oben nach unten abnimmt und die dem Knochen eine dreieckige Form verleihen. Das breite Ende des Koks ist mit dem Kreuzbein verbunden; die Spitze zeigt nach unten.

Koksbein: Aufbau und Funktionen

Auf dem ersten Koks-Wirbel lässt sich der eigentliche Wirbelkörper erkennen; es sind zwei Fortsätze vorhanden, während die Querfortsätze kaum sichtbar sind. In Einzelfällen können auch beim zweiten Wirbel noch Querfortsätze unterschieden werden; die übrigen Wirbel bestehen lediglich aus rudimentären Knochenanteilen ohne echtes Knochengewebe.

Im fortgeschrittenen Alter verschmelzen alle Kreuzbeinwirbel außer dem ersten miteinander; diese Erscheinung tritt häufiger bei Männern auf.

Am Kreuzbein setzt sich der schlanke Kreuzbeinmuskel an. Er weist eine paarige, viereckige Form auf und erstreckt sich vom Sitzbein bis zu den lateralen Rändern der oberen und unteren Kreuzwirbel. Durch die Verschlingung mit den Fasern des hinteren Bündels gewährleistet dieser Muskel die Beweglichkeit des Beckens.

Das Kokslgeflecht, das den Anfang des Nervenstrangs zum Darm darstellt, befindet sich an der Basis der Koks-Muskulatur.

Die Blutversorgung des Koks erfolgt durch die mittlere Kreuzbeinader und ihre Äste; der Abfluss des Blutes geschieht über die Hohlvene.

Funktionen des Koks

Obwohl der Koks ein rudimentäres Organ ist, erfüllt er dennoch wichtige Funktionen im Organismus.

  • Seine vorderen Abschnitte dienen als Ansatzpunkte für Bänder und Muskeln, die am Funktionieren distaler Bereiche des Darmtrakts sowie der Beckenbodenorgane beteiligt sind. Zudem kontrahieren bestimmte Muskelbündel des großen Gesäßmuskels – des mächtigen Hüftausdeiners;
  • Der Koks trägt zur Verteilung körperlicher Belastungen bei, die auf die anatomischen Strukturen des Beckens wirken, und fungiert als Stützpunkt bei Rückwärtsneigungen.

Verletzungen des Koks

Zu den häufigsten Traumen des Koks zählen Verletzungen und Frakturen.

  • Unter einer Verletzung des Koks versteht man die Beschädigung der umgebenden Weichgewebe. Dieses Trauma zählt zur Kategorie der Weichteilverletzungen und entsteht meist durch einen Sturz. Patienten wenden sich in erster Linie wegen Schmerzen am Gesäß an den Arzt. Bei einem schmerzhaften Sturz ist eine sofortige ärztliche Konsultation erforderlich, da die Folgen des Traumas schwerwiegend sein können, auch wenn der Schmerz nach einigen Stunden nachlässt. Oft bleibt eine Stoßverletzung ohne adäquate Behandlung langdauernd bestehen; in diesem Fall kann der Schmerz unerwartet auftreten, das Unwohlsein einkehren und über Wochen oder sogar Monate nicht vollständig verschwinden. Blutergüsse können ebenfalls als Hinweis auf eine Verletzung des Koks dienen. Dem Patienten wird bei einem solchen Trauma Bettruhe sowie die Exklusion jeglicher körperlicher Aktivität empfohlen. Auch das strikte Sitzen ist nicht ratsam; für extreme Fälle kann jedoch ein orthopädisches Kissen mit Gummiring verwendet werden.
  • Ein Bruch des Koks entsteht durch Stürze auf die Gesäßbacken infolge starker mechanischer Einwirkung oder bei Verletzungen im Rahmen von Verkehrsunfällen. Brüche treten bei Frauen häufiger auf, was auf anatomische Unterschiede im Beckenaufbau sowie das vorgerückte Alter zurückzuführen ist. Koksbrüche können sowohl mit als auch ohne Dislokation auftreten; meist liegt lediglich eine Ausrenkung vor, ohne dass eine eigentliche Knochenverschiebung besteht. Die Symptomatik von Bruch und Ausrenkung ist dabei ähnlich: Patienten beklagen Schmerzen im Gesäß, wobei die Schmerzempfindungen beim Gehen, bei heftigen Bewegungen und beim Husten intensiver werden. Das Sitzen in der richtigen Lage ist erschwert; zudem wird auf dem Gebiet der Infektion eine Anschwellung nicht selten beobachtet, und Probleme mit der Defäkation sind wahrscheinlich. Bei der Palpation lässt sich die pathologische Beweglichkeit des Koks feststellen. Die genaue Diagnose kann ausschließlich durch radiologische Untersuchungen gestellt werden. Die Behandlung eines Koksbruchs erfolgt durch das Auflegen einer speziellen Schiene (dargestellt als wattierter Mullring). Der Zeitraum des Tragens dieser Schiene (mindestens zwei Wochen) sollte von Ruhe, also Bettruhe, begleitet sein. In einigen Fällen werden schmerzstillende Medikamente verordnet. Um dem Organismus zu helfen, schneller mit dem Bruch zurechtzukommen, wird die Einnahme von Präparaten empfohlen, die Kalzium enthalten, sowie Vitamine und Kollagen. Auch spezieller Heilsport ist nützlich. Für Fälle, bei denen eine Knochenverschmelzung erschwert ist, wird ein chirurgischer Eingriff durchgeführt.
Ob Wussten Sie?

Karies ist die weltweit am häufigsten vorkommende Infektionskrankheit und geht in ihrer Verbreitung weit über die Influenza hinaus.


Impressum | Datenschutz | Über uns | Kontakt