Die Sorte Rotkohl ist eine der bekanntesten Kohlsorten.
Die nächste Schwester-Sorte ist der Weißkohl.
Der Anbau von Kohlpflanzen wird seit langem gepflegt. Pythagoras war ein großer Gemüsefreund und meinte, dass Gemüse die Gesundheit stärkt und gleichzeitig zur seelischen Ruhe beiträgt. Seit dieser Zeit werden die Eigenschaften des Rotkohls in medizinischen Zwecken genutzt. Der Rotkohl wurde aus den Ländern der mediterranen Region über Westeuropa nach Russland eingeführt. Quellen nennen unterschiedliche Daten: einige datieren dies auf das 17. Jahrhundert, andere auf die Vereinigung von 19. und 20. Jahrhundert. Heute ist dies jedoch weniger relevant. Wichtig ist vor allem, dass der Kohl in kürzester Zeit Popularität im Volk erlangt und einen würdigen Platz in den Gemüsegärten eingenommen hat.
Die Sorte 'Krasnokotschannaja' (Rotkohl) bildet dichte, runde oder ovale Köpfe (selten konusförmig) mit einem Gewicht von 1 bis 3 kg. Sie verfügt über eine massive verzweigte Wurzel und einen sehr kurzen Stiel. Die Samenreife erfolgt erst im zweiten Lebensjahr; im ersten Jahr entwickelt sich ausschließlich der Kopf, während im zweiten Jahr die Samen sowie der Blütenstand gebildet werden. Im Gegensatz zum weißen Kohl zeichnet sich diese Sorte durch eine längere Haltbarkeit, kleinere Blätter und den Kopf sowie durch die charakteristische violettrote Färbung aus. Das optimale Temperaturregime für das Wachstum liegt bei 15–18 °C.
Aus dem Bestand an Rotkohl (Krasnokotschannaja) lassen sich folgende Substanzen gewinnen:
Der Nutzen des Rotkohls ergibt sich aus seinem hohen Wassergehalt (bis zu 90 %) und dem Gehalt an Ballaststoffen; es handelt sich um ein sehr nützliches und diätetisches Lebensmittel.
Das Vorhandensein von Ballaststoffen und Milchsäure im Rotkohl gewährleistet einen positiven Einfluss auf die Darmflora, während die Ballaststoffe dem Organismus ermöglichen, überschüssiges Cholesterin abzubauen.
Der Nutzen des Rotkohls für Schilddrüse, Nieren und den Blutbildungsprozess wird durch seinen hohen Eiweißgehalt bestimmt; da dieser Kohl in dieser Hinsicht unter anderem Gemüse führend ist, enthält er mehr Eiweiß als Rüben oder Möhren.
Was die Vitamine betrifft, so enthält der Rotkohl am meisten Ascorbinsäure, die auch nach längerer Lagerung erhalten bleibt. Nikotinsäure (PP-Faktor) unterstützt normales Wachstum und Entwicklung sowie die Energiegewinnung aus Zucker und Fetten, während das Blattgrün die Blutbildung fördert.
Der Rotkohl ist reich an Makro- und Mikroelementen; insbesondere das Selen ist hier in höherer Konzentration vorhanden als in anderen Gemüsesorten. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Immunität, unterstützt die Aktivierung der Schilddrüsenfunktion durch Enzymbildung, wirkt als Antioxidans zur Reinigung des Organismus von Schwermetallen und Toxinen sowie an der Sauerstoffversorgung. Das Zink wirkt sich günstig auf die Gehirnfunktion aus.
Phytonzide und Anthocyane erhöhen die Elastizität und Durchlässigkeit der Kapillaren, schützen den Organismus vor Strahlung und beugen Leukämie und Tuberkulose vor.
Rotkohl bietet Hypertonikern einen deutlichen Nutzen: Die Bereicherung der Ernährung mit diesem Gemüse trägt zur Senkung des arteriellen Blutdrucks bei, ist zudem gut für die Prophylaxe vaskulärer Erkrankungen und dank gefäßstärkender Eigenschaften angezeigt bei häufigen Blutungen und erhöhter Kapillarbrüchigkeit.
Dieses Gemüse wird empfohlen, vor dem geplanten Essen zu verzehren, da es die Wirkung von Alkohol mildert.
Fügt man Zucker in den Saft dieses Kohls ein oder verwendet stattdessen besser Honig, so ergibt sich ein bemerkenswertes Mittel gegen Husten und Gastritis.
Eine weitere charakteristische Eigenschaft dieser Rotkohlsorte ist ihre Eignung für Personen mit kardiovaskulären Erkrankungen, da sie die Entwicklung atherosklerotischer Gefäßveränderungen verzögert.
Viele Menschen (insbesondere Frauen) wissen wahrscheinlich, dass Rotkohl ein obligatorisches Element verschiedener Diätprogramme zur Gewichtsreduktion darstellt. Aufgrund des hohen Zellstoff- und Wassergehalts weist dieses Produkt einen niedrigen Kalorienwert auf, was es aus guten Gründen in die Ernährung von Übergewichtigen integriert. Ein weiteres ‚weibliches' Geheimnis des Rotkohls ist die Stimulation der Brustdrüsengröße; dies wird zwar nicht wissenschaftlich bestätigt, im Volksglauben jedoch vertreten.
In welcher Kategorie dieses Gemüse besonders nützlich ist? Hier ist Vielseitigkeit erlaubt: Es kann sowohl gekocht als auch geschmort werden, und das feuchte Gemüse kann direkt serviert werden. Wenn der Kohl einer Temperaturbehandlung unterzogen wurde, wird empfohlen, ihn nicht länger als eine Stunde vorzubereiten, um die nützlichen Eigenschaften zu bewahren. Der Sud, der nach dem Kochen übrig bleibt, eignet sich hervorragend als Grundlage für Suppen oder als eigenständiges Getränk.
Mit einem Wort: Die ‚Heldin' unseres heutigen Artikels ist eine von allen Seiten bemerkenswerte Pflanze.
Vergleicht man den Nutzen von Rotkohl mit dem von Weißkohl, so liegt der Vorteil eindeutig beim Rotkohl. Wer im Gemüsehandel steht und sich zwischen den Sorten entscheiden muss, sollte mutig für den Rotkohl wählen.
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