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Preiselbeerblätter

Nutzwerte und medizinische Indikationen

Preiselbeerblätter Preiselbeerblätter besitzen wertvolle heilende Eigenschaften. Die optimale Erntezeit für das Ausgangsmaterial erstreckt sich von April bis zum Beginn der Blüte sowie vom Herbst bis zum Einbruch der Kälte. Das natürliche Mittel enthält Arbutin (wirksam gegen Keime), Antioxidantien, Gerbstoffe (besitzen adstringierende Eigenschaften) sowie Flavonoide (festigen die Kapillärwände). Zudem sind Chininsäure, Ellagsäure und Weinsäure enthalten, wobei die Ascorbinsäure ebenfalls vorhanden ist.

Preiselbeerblätter wirken bei zahlreichen Erkrankungen aufgrund ihrer antimikrobiellen, antiseptischen, adstringierenden, beruhigenden sowie herzstärkenden Eigenschaften. Sie werden zur Behandlung von Herpes und viralen Infektionen eingesetzt und wirken wie antivirale Mittel. Ihre entzündungshemmende Wirkung ist auf den hohen Gehalt an Benzoesäure zurückzuführen.

Die Anwendung von Preiselbeerblättern in Form von Aufgüssen oder Abkochungen ist wirksam bei Osteochondrose, Rheuma sowie Arthritiden und Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes. Das Präparat bietet auch Diabetikern Vorteile, da es den Blutzucker reguliert. Zudem spielt die Anwendung von Preiselbeerblattaufgüssen bei Staphylokokken-Infektionen eine nicht unerhebliche Rolle.

Die Blätter der Preiselbeere werden zur Stärkung des Immunsystems sowie bei verschiedenen Erkrankungen der Harnwege, der Gallenblase, Leberentzündungen, Bronchitis und Lungenentzündung eingesetzt. Sie wirken zudem effektiv bei Erkrankungen der Mundhöhle.

Preiselbeerblätter können während der Schwangerschaft zur Reduktion von Wassereinlagerungen sowie in der Behandlung von Diabetes mellitus, Nephropathie und Pyelonephritis verwendet werden.

Aufgrund ihrer entzündungshemmenden und reizlindernden Eigenschaften werden Preiselbeerblätter auch bei Kopfhautjuckreiz, Schuppenbildung und Haarausfall eingesetzt.

Zubereitung und Anwendungsmethoden

Aus den Preiselbeerblättern lassen sich Sud, Aufguss oder Tee herstellen.

Preiselbeerblätter Zubereitung und Anwendung: Für den Sud werden zwei Esslöffel Preiselbeerblätter mit einem Glas kochendem Wasser übergossen. Die Mischung wird anschließend 30 Minuten im Wasserbad (in emaillierter Schale) gehalten. Nach dem Abkühlen auf Zimmertemperatur wird der Sud für zehn Minuten ruhen gelassen, danach wird das Filtrat von den Blättern abgetrennt. Durch Nachfüllen mit Wasser wird die Menge auf 200 ml gebracht und im Kühlschrank aufbewahrt; die Haltbarkeit beträgt maximal zwei Tage.

Ein Preiselbeersud wird bei Schwangerschaften sowie zur Prophylaxe von Harnwegserkrankungen und Nierenleiden in einer Dosis von einem Glas einmal täglich angewendet.

Zubereitung: Für den Aufguss werden 1 Teelöffel Preiselbeerblätter mit 1 Tasse kochendem Wasser übergossen und für 2–3 Stunden ziehen gelassen; danach wird das Blattgut durchgesiebt. Anwendung: Bei Rheuma wird dieser Aufguss alle 6 Stunden in einer Dosis von einem Glas eingenommen, bei Gichtkrankheiten hingegen 4–6-mal täglich mit jeweils zwei Esslöffeln. Erweist sich dieser Aufguss bei Infektionskrankheiten und Influenza als besonders wirksam.

Zur Steigerung der Munterkeit, Kraft, des Tonus sowie zur Stimmungsaufhellung und Immunstärkung wird Tee aus Preiselbeerblättern wie folgt zubereitet: Zwei Esslöffel Rohstoff werden mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen und abgedeckt. Nach Ablauf von 10–15 Minuten wird der Tee durchgesiebt und dreimal bis viermal täglich mit Honig ergänzt getrunken.

Kontraindikationen zur Anwendung

Obwohl das Preiselbeerblatt zahlreiche therapeutische Wirkungen besitzt, gelten für dieses Heilmittel – wie für alle anderen Arzneimittel auch – spezifische Anwendungsverbote.

Aufgüsse und Sud aus Preiselbeerblättern werden Kindern bis zum 12. Lebensjahr nicht empfohlen; bei Patienten mit erhöhtem Magensäuregehalt ist besondere Vorsicht geboten.

Zu beachten ist, dass Preiselbeerblätter blutdrucksenkend wirken können: Die Einnahme wird daher für hypotoniegefährdete Personen um 2–3 Wochen hinausgezögert, während Menschen mit Nierenfunktionsstörungen aufgrund des Gerbstoffgehalts eine Kontraindikation darstellen.

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