Mazeration

In der Medizin bezeichnet Mazeration das Einweichen von Geweben in Flüssigkeiten und deren Anschwellen. Längeres Verbleiben in Flüssigkeit führt zur Auflösung des Interzellulargewebes. In der Kosmetik wird unter Mazeration eine Variante der Nassmaniküre verstanden. In der Pharmakologie beschreibt der Begriff den Prozess des langwierigen Auslaugens von Arzneipflanzen im Wasser. Manchmal bezeichnet man damit das Einweichen von Geweben und Pflanzen in Pflanzölen. In der Morphologie wird die Methode zur Vorbereitung anatomischer Präparate (Knochen, Nerven etc.) als Mazeration verwendet. Histologen nutzen diese Technik zur Bestimmung der Form von Gefäßen sowie ihrer Verbindungen. Hautmaceration des Fußes

Mazeration der Haut

Pathologen und Ärzte stoßen häufig auf das Phänomen der Mazeration der Haut. Dieser Prozess kann sowohl bei Lebzeiten als auch nach dem Tod beobachtet werden. Dabei quillt die Haut an, wird weich und zerfällt. Durch das Anschwellen des Gewebes kommt es zum vollständigen oder teilweisen Haarausfall sowie zur Ablösung der Oberhaut. Der Prozess der Hautmazeration beginnt mit der Quellung bestimmter Bereiche der Oberhaut (Handfläche, Fußsohle). Diese Hautschicht verliert die Verbindung zu den benachbarten Geweben und löst sich von den darunterliegenden Schichten ab. Die ersten Anzeichen treten im warmen, nicht salzigen Wasser bereits nach etwa einer halben Stunde auf. Der Verlauf dieses Prozesses hängt vom Salzgehalt des Wassers, der Wassertemperatur und dem Vorhandensein von Kleidung (Schuhe, Handschuhe) ab. Eine vollständige Entwicklung der Mazeration erfolgt innerhalb eines Zeitraums von drei Tagen bis zu zwei Monaten. Die Mazeration des Leichengewebes wird gewöhnlich durch die Fäulnis begleitet.

Mazeration der Haut im Neugeborenenalter kann ein Merkmark tiefen Entwicklungsstandes und Übertragbarkeit auf den Fötus sein. Ein intrauterin verstorbener Fötus unterliegt ebenfalls einer Mazeration durch die Einwirkung des Fruchtwassers auf das Gewebe seiner Haut.

Nassmaniküre

In der Kosmetik wird die Nassmaniküre gelegentlich als Mazeration bezeichnet. Die Mazeration ist ein untrennbarer Bestandteil der Spa-Maniküre.

Kosmetiker gehen davon aus, dass sich bei der Mazeration zwei Varianten der Maniküre unterscheiden: die Abrasionsmaniküre (Vorhandensein eines speziellen Handbads) und die Europäische Maniküre (Ablösung des Hauthäutchens). Maceration – feuchter Maniküre

Das Sortiment für das spezielle Bad zur Nassmaniküre kann sehr vielfältig sein; man kann darin Sahne, Rosenblütenblätter, grünen Tee und Fruchtstücke mischen. Für diese Prozedur sind Manikürschere, Orangestäbchen und die Nagelfeile notwendig.

Die Methodik der Durchführung einer Mazeration.

Zu Beginn der Prozedur wird eine Händedesinfektion durchgeführt; es werden Reste von altem Lack entfernt und die Nägel unter dem Nagelrand (Hypothek) gereinigt. Anschließend führt man die Mazeration durch, indem die Hände in das warme Wasserbad eintauchen. Danach werden die Hände entnommen, Verschmutzungen mit einem Tupfer entfernt und die Hände gespült. Die Nagelhaut wird anschließend mit den Orangestäbchen zurückgezogen und dann mit der Manikürschere gekürzt. Das Peeling der Hände ist die nächste Etappe; man trägt einen exfolierenden Scrub auf die Haut auf, massiert ihn ein bis zwei Minuten lang und wäscht danach ab. Zum Abschluss erfolgt eine befeuchtende Massage unter Verwendung einer feuchtigkeitsspendenden Creme für die Hände.

Ob Wussten Sie das?

Unsere Nieren sind in der Lage, pro Minute drei Liter Blut zu reinigen.


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