Diese Zitrusfrucht ist bei uns und unseren Kindern sehr beliebt; sie wächst auf dem kleinen, weitverzweigten immergrünen Baum aus der Familie der Rautengewächse (Zitrusgewächse). Die Heimat der Mandarine ist China. Anfang des 19. Jahrhunderts gelangte die Mandarine nach Europa – heute ist diese Kulturpflanze vor allem in tropischem Asien sowie in anderen warmen Ländern wie Frankreich, Spanien, Georgien, Aserbaidschan und Marokko verbreitet. In Russland wird die Mandarine im Kaukasus und an der Schwarzmeerküste angebaut.
Mandarinen wachsen auf kleinen, nicht übertreffenden Büschen mit dunkelgrün gefiederten Blättern. Die Früchte sind klein, etwa 5–6 cm im Durchmesser und leicht abgeplattet von der Spitze bis zur Basis. Ihre Schale ist fein und durchlässig, von heller orangener Farbe. Das Fruchtfleisch ähnelt dem der Apfelsine; im Geschmack ist es jedoch in der Regel süßer. Die Mandarinen bestehen aus gut getrennten Segmenten (Dolken), meist 10–12 Stück, und zeichnen sich durch ein helles, ausgeprägtes Zitrusaroma aus.
Das Fruchtfleisch der Mandarine besteht zu 90 % aus Wasser; die restlichen 10 % enthalten Zucker, Pektin, Säuren, Glykoside, Mineralsalze, Vitamine, Phytonzide und ätherische Öle. Zu beachten ist, dass die Mandarine Nitrate nicht enthält, da das darin enthaltene Zitronensäure als physiologisches "Gegengift" wirkt. Selbst bei langdauernder Lagerung und Beförderung ist das Fruchtfleisch der Mandarine fähig, alle für die menschliche Gesundheit notwendigen Substanzen zu speichern.
Über den Vitaminbestand der Zitrusfrucht sollte man gesondert berichten. Die Mandarine ist reich an Ascorbinsäure (der Gehalt in 100 g Frucht beträgt 35 Milligramme) – einem Element, das vom Organismus selbst nicht produziert wird. Die Ascorbinsäure nimmt an allen Oxidations- und Rekonstruktionsreaktionen teil, verringert die Gefäßdurchlässigkeit und aktiviert die Abwehrkräfte des Organismus. Zudem bestimmt die Ascorbinsäure starke antioxidative Eigenschaften der Mandarinen und trägt zur Verzögerung von Alterungsprozessen bei.
Darüber hinaus sind Mandarinen reich an Vitaminen der Gruppe B, insbesondere an Niacin (Vitamin PP) und Riboflavin (Vitamin B2), sowie an Provitamin A, Vitamin D und Vitamin K. Der Nutzen des regelmäßigen Verzehrs ist beträchtlich: Sie sättigt den Organismus in der Winterzeit, schützt Kinder vor Rachitis, trägt zur Erhaltung der Elastizität der Blutgefäße bei und wird erfolgreich zur Behandlung von Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts sowie als Mittel zur Stillung von Blutungen eingesetzt.
Die Mandarine ist ein wertvolles diätetisches Produkt, das den Appetit anregt, die Stoffwechselprozesse des Körpers verbessert und die Stimmung hebt. Ihre Eigenschaften beeindrucken: zytostatische (antioxidative), allgemein kräftigende, antimikrobielle, entzündungshemmende, antifungale und sekretolytische Wirkungen.
Ein Aufguss aus den Schalen der Mandarinen senkt den Blutzuckerspiegel bei Diabetes mellitus effektiv. Zur Zubereitung werden die Schalen von drei Zitrusfrüchten in 1 Liter Wasser für 10 Minuten gekocht.
Die therapeutischen Eigenschaften der Mandarinen-Schale beschränken sich nicht auf das zuvor genannte: In der Volksmedizin werden sie bei anhaltendem Erbrechen, zur Linderung von Diarrhöe-Symptomen sowie als wirksames Mittel gegen Husten bei Bronchitis und Tracheitis eingesetzt.
Mandarinen enthalten ätherische Öle in der Schale, die eine antiparasitäre Wirkung entfalten. Die Früchte werden äußerlich angewendet, während der Saft als Heilmittel gegen Mastopathie sowie Hautmykosen (z. B. Mikrosporie, Trichophytie) eingesetzt wird.
Der Kaloriengehalt einer Mandarine beträgt 52 Kilokalorien pro 100 Gramm essbarem Anteil.
Mandarinen sind ein wertvolles diätetisches Mittel, das häufig als Hauptbestandteil der Speisekarte an Fastentagen eingesetzt wird.
Die Früchte der Mandarine sind in frischer Form sehr lecker, werden jedoch häufig für die kulinarische Produktion genutzt, beispielsweise zur Herstellung von Säften, Kompotten, Konfitüren sowie Likören und anderen Erzeugnissen. Durch den Zusatz von Zucker zum Produkt nimmt der Kaloriengehalt der Mandarinen zu, wodurch sie ihre diätetischen Eigenschaften verlieren.
Dank des hellen und frischen Aromas wird die Schale der Zitruse für die Zubereitung des Mandarinöls verwendet. Das Anwendungsspektrum dieses Öls ist breit: In vielen Ländern wird es als Präparat zur Behandlung von Koliken und Meteorismus bei Kindern (mittels einer leichten Bauchmassage) eingesetzt.
Die Rolle des Mandarinenöls in der Schönheitsindustrie ist bedeutend: Das Öl unterstützt die Ernährung und Feuchtung der Haut sowie die Reduktion von Dehnungsstreifen bei Schwangeren.
Trotz des offensichtlichen Nutzens ist der übermäßige Verzehr dieser Zitrusfrucht allergieauslösend und für Menschen mit gastrointestinalen Erkrankungen kontraindiziert: Gastritis mit erhöhtem Säuregehalt, Kolitiden, Enteritis sowie Magengeschwüre und Zwölffingerdarmulkus. Das in den Mandarinen enthaltene Citronensäure reizt nicht nur die Schleimhäute von Darm und Magen, sondern auch die Nieren; daher ist die Frucht bei Erkrankungen wie Hepatitis, Cholezystitis sowie akuter Nephritis kontraindiziert.
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