Mikosan

Mikosan – ein komplexes Medikament, das für die lokale Anwendung in der Gynäkologie bestimmt ist.

Darreichungsform und Inhalt

Mikosan wird als Vaginaltablette (in Streifen mit je 12 Tabletten aus Aluminiumfolie, im Pappkarton ein Streifen) geliefert.

Der Inhalt einer Tablette umfasst:

  • Nystatin: 100.000 IE (internationale Einheiten);
  • Metronidazol: 200 mg
  • Chloramphenicol: 80 mg
  • Dexamethasonacetat: 0,5 mg
  • Hilfsstoffe, darunter Lactosemonohydrat.

Anwendungshinweise

Mikosinaks wird zur Behandlung infektiöser gynäkologischer Erkrankungen eingesetzt, die durch Mikroorganismen verursacht werden und auf seine Wirkstoffe empfindlich sind:

  • Trichomonas-Vaginitis
  • Vaginale Candidose
  • Bakterielle Vaginose
  • Gemischte Vaginose (durch Hefepilze, Anaerobier und Trichomonaden verursacht)

Das Präparat kann zusätzlich zur Vorbereitung von Patientinnen für gynäkologische Operationen eingesetzt werden.

Kontraindikationen.

Absolute Kontraindikationen:

  • Alter des Kindes
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • Individuelle Unverträglichkeit gegenüber den Wirkstoffen von Mikosinaks oder anderen Imidazol-Präparaten.

Relative Kontraindikationen:

  • Schwere neurologische Erkrankungen (akute und chronische Verläufe).
  • Progressive oder chronische Neuropathien.

Anwendungsform und Dosierung

Mikosinaks ist zur intravaginalen Anwendung bestimmt. Die Tablette sollte vor dem Einlegen in die Vagina mit Wasser angefeuchtet werden. Während mindestens 15 bis 30 Minuten nach der Prozedur muss man liegend bleiben.

In der Regel wird eine Tablette einmal täglich, bevorzugt abends, verschrieben. Die Behandlungsdauer pro Fall wird vom Arzt festgelegt. Der empfohlene Kurs beträgt 10 Tage. Je nach Schwere des Krankheitsbildes können zusätzlich orale Metronidazol-Präparate verordnet werden.

Im Falle der Vorbereitung auf einen chirurgischen Eingriff wird Mikosinaks fünf Tage vor und bis zu fünf Tagen nach der Operation verwendet.

Nebenwirkungen

Mikozinax kann lokale Reaktionen hervorrufen, wie Reizungen und Juckreiz der Vaginalschleimhaut sowie Brennen und Schmerzen im Scheidenbereich.

In Anbetracht des Risikos einer systemischen Absorption der Wirkstoffe darf die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von systemischen Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden:

  • Gastrointestinaltrakt und Leber-Gallengang-System: Schmerzen im epigastralen oder abdominalen Bereich, Durchfall, Stuhlveränderungen, Erbrechen, Appetitverlust, Veränderungen der Geschmacksempfindung sowie entzündliche Prozesse in der Mundhöhle; in Einzelfällen – Pankreatitis, Hepatitis mit Zeichen einer Cholestase und Leberfunktionsstörungen;
  • Zentrales und peripheres Nervensystem: periphere Neuropathie, Kopfschmerzen, Enzephalopathie, Schwindel, Halluzinationen, Krampfanfälle sowie psychotische Verwirrungen; zudem subakutes Hirnsyndrom mit Nystagmus, Tremor, Ataxie und Gangstörungen;
  • Blutbildungssystem: Thrombozytopenie, Agranulozytose, Neutropenie sowie das Felty-Syndrom;
  • Allergische Reaktionen: pustulöse Dermatitis, Hautjucken, Nesselsucht, Quinckes Ödem, Hautrötung sowie anaphylaktischer Schock;
  • Sonstige Nebenwirkungen: Diplopie, Abnahme der Sehschärfe, Färbung des Urins in rot-brauner Farbe sowie positive Ergebnisse des Nelson-Tests.

Besondere Hinweise

Die Menstruation ist kein Grund, die Therapie abzubrechen.

Während der Behandlung wird empfohlen, ein intimes Hygienemittel mit neutralem oder leicht alkalischem pH-Wert sowie Baumwollunterwäsche zu verwenden. Vaginale Spülungen und die Anwendung von vaginalen Pessarien sind verboten, ebenso wie Geschlechtsverkehr.

Bei der Behandlung einer Trichomonas-Kolpitis ist eine gleichzeitige Therapie beider Sexualpartner notwendig; zusätzlich erfolgt die perorale Gabe von Metronidazol.

Während der Behandlung ist es ratsam, das Führen von Kraftfahrzeugen sowie die Bedienung potenziell gefährlicher Maschinen zu unterlassen.

Hinweise zu Arzneimittelwechselwirkungen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Mikosinax mit Metronidazol ist eine Kontrolle des peripheren Blutbildes erforderlich.

Die Kombination von Metronidazol und Disulfiram ist kontraindiziert (wegen des Risikos für psychotische Reaktionen).

Während der Behandlung ist die Einnahme von Alkohol sowie die Anwendung von Präparaten, die Ethylalkohol enthalten, verboten, da das Risiko für disulfiramähnliche Reaktionen hoch ist; der Konsum von Spirituosen darf frühestens 24 Stunden nach der Verabreichung der letzten vaginalen Tablette erfolgen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Ciclosporin oder Kreatinin muss deren Plasmakonzentration kontrolliert werden.

Bei Patienten, die gleichzeitig orale Antikoagulanzien einnehmen, ist eine Kontrolle der Prothrombinzeit sowie gegebenenfalls eine Dosisanpassung erforderlich.

Metronidazol kann die Toxizität von Lithium und Fluorouracil verstärken sowie die Plasmakonzentrationen von Ciclosporin und Busulfan erhöhen; zudem verringert es die Haltbarkeit von Latex-Kontrazeptiva (einschließlich Diaphragmen und Kondomen).

Die Plasmaspiegel von Metronidazol können durch Phenytoin und Phenobarbital erniedrigt werden.

Haltbarkeitsdauer und Lagerungsbedingungen.

Lagern Sie bei Temperaturen von bis zu 25 °C.

Haltbarkeit: 3 Jahre.

Ob Bitte beachten Sie Folgendes:

Bei 5 % der Patientinnen kann das Antidepressivum Clomipramin einen Orgasmus auslösen.


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