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Die Rückenmuskulatur

Die Rückenmuskulatur ist zahlreich und in zwei Schichten angeordnet – tief und oberflächlich.

Rückenmuskulatur

Zu den oberflächlichen Rückenmuskeln zählen diejenigen, die am Gürtel der oberen Extremitäten befestigt sind sowie an den Rändern:

  • Der Kappenmuskel (Musculus trapezius)
  • Der breite Rückenmuskel (Musculus latissimus dorsi)
  • Der Muskel, der das Schulterblatt hebt (Musculus levator scapulae)
  • Die großen und kleinen Rhomboidmuskeln
  • Die Sägemuskeln (Musculi serrati posterior)

Die tiefen Rückenmuskulaturen sind in drei Schichten angeordnet: tiefe, mittlere und oberflächliche Ebene. Zur tiefen Schicht gehören die unteren, querlaufenden und Zwischenwirbelmuskeln. Die mittlere Schicht wird vom langen Rückenstrecker gebildet. Die oberflächliche Schicht umfasst die Rumpfmuskulatur des Halses und Kopfes sowie den großen Rückenstrecker, der die Wirbelsäule aufrichtet. Die Muskeln dieser Ebene gehören zum Typ der stabilisierenden Muskulatur und übernehmen statische Funktionen (Unterstützung der physiologischen vertikalen Haltung der Wirbelsäule).

Warum tun die Rückenmuskeln weh?

Tatsächlich wendet sich jeder erwachsene Mensch gelegentlich an medizinisches Fachpersonal mit Beschwerden über Rückenschmerzen, selbst wenn diese nur sporadisch auftreten. Zu den Ursachen dieser Schmerzen gehören:

  • Die erhebliche Muskelbelastung. Diese kann nicht nur bei der Ausübung schwerer körperlicher Arbeit oder sportlichen Aktivitäten entstehen, sondern auch durch geringere Belastungen, wie etwa durch längeres Verweilen in Zwangshaltungen. Daher leiden beispielsweise Fahrer oder Programmierer häufig unter Rückenschmerzen. Zur Prophylaxe statischer Schmerzen ist es notwendig, während des Arbeitstages regelmäßige Pausen einzulegen, um gezielte Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur durchzuführen;
  • Muskelverletzungen (Verletzungen, Zerrungen) – entstehen beim Training der Rückenmuskulatur meist dann, wenn auf nicht vorbereitete und nicht aufgeheizte Muskeln sofort eine zu hohe Belastung ausgeübt wird;
  • Myositis (Muskulitis/Muskelentzündung) – einer der häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen. Dieser Krankheitsverlauf ist gewöhnlich langwierig. Das Schmerzprofil ist charakteristisch durch anhaltende Schmerzen geprägt. Bei der Palpation betroffener Muskeln zeigt sich eine Verhärtung und Schwäche. Bei Personen, die unter Stoffwechselstörungen oder bestimmten chronischen Infektionen leiden, kann Myositis auch mit Gelenkbeschwerden kombiniert auftreten;
  • Lumbago – das plötzliche Auftreten eines heftigen Schmerzes im lumbal-kokzigealen Bereich. Die häufigste Ursache ist eine Überanstrengung der Rückenmuskulatur. Der Schmerzattacke entsteht meist beim Heben schwerer Lasten oder bei starker Veränderung der Körperhaltung, beispielsweise beim Versuch, etwas zu erreichen. Lumbago kann auch beim Rückentraining entstehen, wenn die körperliche Belastung zu hoch ist oder das Training ohne entsprechende Vorwärmung beginnt;
  • Die Radikulopathie – entsteht auf dem Hintergrund erworbener oder angeborener Veränderungen wie der Wirbelsäule sowie des Bandscheibenapparates (Osteochondrose, Bandscheibenvorfälle). Der Rückenschmerz ist gewöhnlich einseitig, kann stumpf oder scharf sein und verstärkt sich bei Körperbewegungen, Niesen oder Husten. Häufig kann er auf andere Körperabschnitte ausstrahlen und geht oft mit Paresthesien (Störungen der Hautsensibilität) einher. Zur Verhinderung von Radikulopathie-Anfällen ist es sehr wichtig, den Aufbau eines sogenannten „Muskelkorsetts" zu fördern, das die Wirbelsäule in der richtigen physiologischen Haltung stützt und exzessive statische Belastungen reduziert. Jedoch ist Muskeltraining im akuten Krankheitsstadium kontraindiziert; es darf erst begonnen werden, wenn das Schmerzsyndrom vollständig kontrolliert ist. Nützlich sind dabei Therapiesportarten wie Schwimmen;

Die wohlbekannte Tatsache, dass Rückenmuskeln bei Menschen häufig unter Stress oder nervöser Überanstrengung leiden. Stress führt zu Muskelkrämpfen, die eine Ursache für Schmerzen darstellen. Umgekehrt verstärkt dieser Schmerz den Muskelkrampf. Im Ergebnis entsteht ein „Teufelskreis". Es reicht oft nicht aus, lediglich schmerzstillende Medikamente einzunehmen. Meistens verschreibt der Arzt zusätzlich beruhigende medikamentöse Mittel.

Ob Das sollten Sie wissen:

Der 74-jährige Australier James Harrison spendete Blut für über 1000 Empfänge; seine seltene Blutgruppe enthält Antikörper, die Neugeborenen mit schwerer Anämie das Überleben ermöglichen. So rettete er weltweit zwei Millionen Kinder.


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