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Harninkontinenz beim Kind

Es ist gut belegt, dass sich Harninkontinenz bei Kindern häufiger einstellt als angenommen, oft aufgrund der Scham vor dem Problem. Diese Störung erfordert einen medizinischen Ansatz und zwingt die Eltern zu einem verantwortungsbewussten Vorgehen. Um das Kind dabei zu unterstützen, müssen falsche Hilflosigkeit überwunden und eine enge Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt aufgebaut werden. Entwicklungsverzögerung des Nervensystems – eine der Ursachen für Harninkontinenz bei Kindern

Ursachen der Harninkontinenz beim Kind

Ein systematischer Ansatz erfordert die Unterscheidung zwischen primärer und rezidivierender Enuresis für den jeweiligen konkreten Fall. Je nach Art der Situation wird das entsprechende Vorgehen zur Lösung gewählt.

Primäre Enuresis tritt am häufigsten auf. Zur Klärung der Ursache kann eine familiäre Anamnese angefordert werden. Die vermutlich primäre Enuresis entsteht bei Kindern, deren Eltern in ihrer Kindheit unter einem ähnlichen Problem litten.

In manchen Fällen kann das primäre nächtliche Einnässen bei Kindern auf einen bestimmten Entwicklungsstand des Nervensystems zurückzuführen sein. Demnach soll das Gehirn eines schlafenden Kindes bei gefüllter Blase die Harnblase über das Verbot der Urinretention informieren; bei einer Entwicklungshemmung des Zentralnervensystems kann dieses Signal unzureichend sein.

Viel seltener tritt eine rezidivierende Enuresis auf, wobei die Ursachen hierfür meist Stress oder ein psychologisches Trauma sind.

Der moderne Ansatz zur Behandlung der kindlichen Harninkontinenz

Die qualifizierte Therapie beruht auf einer qualitativ fundierten Diagnostik; für eine präzise Diagnosestellung ist dies in der Regel unerlässlich.

  • Eine detaillierte Anamnese
  • Eine Harnuntersuchung
  • Eine Schlafmedizinische Untersuchung (Polysomnographie).

Bei langdauernder Verstopfung kann sich die Harnblase durch den ständigen Druck des Darmkanals zur unwillkürlichen Urinbildung anregen; zudem können urologische Infektionen oder ein erhöhter Glukosewert im Urin als Auslöser für das nächtliche Einnässen dienen. Häufig wird in der Schlafmedizin eine Apnoe registriert, also eine kurzzeitige Atemunterbrechung, und stellt einen weiteren Grund des nächtlichen Einnässens bei Kindern dar. Stress – Ursache für sekundäre Harninkontinenz bei Kindern

Auch kann nächtliches Einnässen bei Kindern durch starke nervöse Belastungen ausgelöst sein; in solchen Fällen ist die Beratung eines qualifizierten Kinderpsychologen notwendig.

Im Arsenal der modernen Medizin stehen zur Behandlung des nächtlichen Einnassens spezielle Feuchtigkeitsgebersysteme, die helfen sollen, das Problem zu lösen. Traditionelle Methoden – wie das Wecken des Kindes nach drei Stunden Schlaf und das Angebot zum Toilettengang – haben ihre Effektivität nicht verloren.

Wenn das Kind tagsüber eine ausreichende Flüssigkeitsmenge erhält, sollte die Getränkeaufnahme am Abend eingeschränkt werden. Zudem ist es ratsam, mit dem Arzt über die Einnahme spezieller medikamentöser Präparate zur Verringerung der nächtlichen Urinproduktion zu sprechen.

Das nächtliche Einnässen bei Kindern gilt als keine Pathologie nur im Alter bis zu 4 Jahren (bei Mädchen) und bis zu 5 Jahren (bei Jungen). In der erwachsenen Phase kann es auf eine asymptomatische Epilepsie hindeuten, was die Konsultation einer kinder-epileptologischen Beratungsstelle mit Ernennung eines Enzephalogramms erfordert.

Das nächtliche Einnässen bei Kindern kann sich auch im jüngeren Schulalter entwickeln, da in dieser Phase der Harnblasenreflex noch nicht ausreichend stabilisiert ist. Wenn Lehrer Schülern den Toilettengang während der Unterrichtsstunden untersagen, verlieren die Rezeptoren der Harnblase ihre Sensibilität; dies kann ebenfalls ein Auslöser für das nächtliche Einnässen sein. Diese Frage sollte unbedingt im Voraus mit dem Pädagogen besprochen werden.

Ob Sie wissen bereits Folgendes:

In einer Arbeitszeit verbraucht unser Gehirn eine Energiemenge, die etwa 10 Watt entspricht. Daher ist die Helligkeit einer Glühbirne über dem Kopf zum Zeitpunkt des Entstehens eines interessanten Gedankens nicht weit von der Wahrheit entfernt.


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