Erstversorgung bei Schlaganfall

Unter einem Schlaganfall versteht man ein akutes Durchblutungsversagen im Gehirn, einen äußerst gefährlichen Zustand mit unmittelbarer Lebensgefahr. Leider zählt der Schlaganfall zu den häufigsten akuten Erkrankungen, die eine dringende Behandlung erfordern. Die Qualität der sofortigen Erstversorgung bestimmt maßgeblich das weitere Schicksal des Patienten.

Ein Hauptproblem beim Schlaganfall besteht darin, dass die pathologischen Veränderungen oft erst spät erkannt werden. Es ist entscheidend, die Symptome frühzeitig zu identifizieren, um eine verzögerte Diagnose zu vermeiden.

Arten von Schlaganfällen und ihre Merkmale

Bewusstlosigkeit ist eines der Symptome eines Schlaganfalls Es gibt zwei Arten von Schlaganfällen: hämorrhagisch und ischämisch. Ein hämorrhagischer Schlaganfall entsteht durch einen Gefäßbruch, wobei Blut ins Gehirn austritt (der Begriff 'Hämorrhagie' entspricht dem lateinischen Ausdruck für Bluterguss). Ein ischämischer Schlaganfall tritt auf, wenn ein Blutgerinnsel den Gefäßlumen verschließt und die Durchblutung des betroffenen Hirnareals unterbrochen wird (das Wort 'Ischämie' bedeutet im Deutschen Blutarmut).

Der zugrundeliegende Mechanismus beider Schlaganfallarten – ischämisch oder hämorrhagisch – ist das Versagen der Blutversorgung im Gehirn; sie unterscheiden sich jedoch in ihrem Verlauf: Während ein ischämischer Schlaganfall schleichend auftritt, entwickelt sich ein hämorrhagischer Schlaganfall plötzlich. Eine häufige Ursache für die Verzögerung der Erstversorgung bei ischämischem Schlaganfall ist das Fehlen einer rechtzeitigen Unterscheidung der Symptome.

Die Symptome eines Schlaganfalls sind:

  1. Ein heftiger Kopfschmerz, den Patienten oft als stärksten und unerträglichen Schmerz im Leben beschreiben;
  2. Taubheitsgefühl in einem Körperteil – entweder plötzlich oder schleichend auftretend;
  3. Sprachstörung: Die Sprache des Betroffenen wird undeutlich, ähnlich wie im Alkoholrausch.
  4. Plötzliche oder fortschreitende Sehverschlechterung, Ausfall von Gesichtsfeldern, Flimmern vor den Augen sowie Verdunkelung der Sicht.
  5. Gesichtsverzerrung: Der Mund ist meist gekrümmt; es kann eine erstarrte Grimasse entstehen.
  6. Störung der Bewegungskoordination: Die Bewegungen werden unkoordiniert, ein betrunkenes Gangbild ist möglich.
  7. Verlust des Gleichgewichts: Dies muss nicht zwingend lang anhaltend sein – der Mensch kann stürzen und sich schnell erholen. Ein plötzlicher, akuter Verlust des Gleichgewichts sollte jedoch als Warnsignal für einen Schlaganfall gewertet werden.
  8. Bewusstseinsverlust.
  9. Übelkeit, Erbrechen.

Die sieben charakteristischsten Symptome eines Schlaganfalls sind bereits Grund für einen Alarmruf des Rettungsdienstes und die Einleitung der Erstversorgung im Erwartungsmodus. Besondere Bedeutung haben dabei die ersten drei Stunden: Entscheidend ist, dass der Betroffene innerhalb dieses Zeitfensters ins Krankenhaus gebracht wird und eine adäquate Behandlung erhält.

Erste Hilfe bei Verdacht auf Schlaganfall.

Dem Patienten ist bei einem Schlaganfall eine qualifizierte Hilfe erforderlich Bei Verdacht auf einen Schlaganfall sollte nicht gewartet werden, bis weitere Symptome eintreffen oder die Diagnose bestätigt ist. Eine Verschlechterung des Patientenzustands kann jederzeit erfolgen. Der Betroffene muss daher unverzüglich ins Krankenhaus gebracht werden. Im Erwartungsmodus umfasst der Algorithmus der Erstversorgung folgende Schritte:

  • Bringen Sie den Betroffenen in eine bequeme Lage oder setzen Sie ihn hin;
  • Überprüfen Sie, ob das Leiden keine Störung verursacht: Achten Sie auf die Atmung, bieten Sie Hilfe an und entfernen Sie einsetzbare Prothesen aus dem Mund (falls vorhanden). Lockern Sie straffe Kleidung und stellen Sie den Zugang zu frischer Luft im Raum sicher. Wenn der Patient das Bewusstsein verloren hat, legen Sie ihn zur Seite, um eine Verschluckung von Erbrochenem zu verhindern. Trotz der weit verbreiteten Meinung, dass man einen Schlaganfall-Patienten verschieben kann, dürfen Sie den Kopf nicht zu heftig bewegen.
  • Bestimmen Sie den genauen Zeitpunkt des Schlaganfalls; messen Sie bei Möglichkeit den arteriellen Blutdruck und notieren Sie diese Werte zur Übermittlung an den Arzt;
  • Es wird strengstens verboten, den Betroffenen zu trinken oder zu füttern sowie ihm Präparate zu geben, von denen Sie nicht überzeugt sind.

Da die Symptome allmählich zunehmen können, lassen Sie den Betroffenen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes nicht los, auch wenn er sich befriedigend fühlt.

Ob Man weiß:

Während eines Niesens kommt es zu einer vollständigen Unterbrechung der Körperfunktionen; selbst das Herzstockt kurzzeitig.


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