Pimidel

Pimidel-Kapseln Pimidel – ein uroantiseptisches Antibiotikum aus der Chinolone-Gruppe.

Darreichungsform und Inhalt

Die Darreichungsform sind schalenfeste, undurchsichtige, zweifarbige Kapseln mit einem Körper in Elfenbeinfarbe und einer Haube in dunkelgrüner Farbe. Der Inhalt besteht aus einem teilweise knollenartigen Pulver von weißer bis weiß-gelblicher Farbe (Verpackung: pappumrissige Folienpackungen à 10 Kapseln).

Wirkstoff: Pipemidsäure; der Inhalt einer Kapsel beträgt 200 mg.

Hilfsstoffe: wasserfreies kolloidales Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Natriumglykolat und Laktosemonohydrat.

Anwendungsgebiete

Pimidel ist zur Behandlung von Infektionen der Harnwege (akut und chronisch) indiziert, die durch eine Flora hervorgerufen werden, die auf Pipemidinsäure anspricht, einschließlich:

  • Zystitiden
  • Urethritiden
  • Nierenbeckenentzündung
  • Vorsteherdrüsenerkrankung

Zur Prophylaxe der Entstehung infektiöser Prozesse bei instrumentellen Eingriffen, einschließlich Katheterisierung und Endoskopie, wird das Präparat empfohlen.

Kontraindikationen

Absolut:

  • Organische Infektionen des Zentralnervensystems
  • Schwere Leberfunktionsstörungen
  • Schwere Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Klärfunktion weniger als 60 ml/Minute, Serumkreatinin mehr als 265 µmol/l)
  • Infektionen, die durch gegen Pimidel-Azid resistenten Erreger verursacht werden
  • Das Kindesalter
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Überempfindlichkeit gegen jeden Bestandteil des Arzneimittels

Relativ (der Zustand, bei dem Pimidel mit besonderer Vorsicht angewendet werden muss nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung):

  • Anurie
  • Oligurie
  • Gehirnkrämpfe
  • Störung der Hirndurchblutung
  • Anamnese eines Schlaganfalls
  • Krämpfe
  • Niereninsuffizienz
  • Hohes Lebensalter (Patientinnen ab dem 70. Lebensjahr)

Applikationsform und Dosierung

Pimidel sollte vor dem Essen eingenommen werden.

Die Standard-Einzeldosis beträgt 2 Kapseln; die Einnahmehäufigkeit beläuft sich auf zweimal täglich (morgens und abends).

In Einzelfällen, bei denen bei der Anwendung des Präparats Mikroorganismen nachgewiesen wurden, kann die Tagesdosis auf das Doppelte erhöht werden.

Bei Staphylokokken-Infektionen sollte das Intervall zwischen den Einnahmen mindestens 8 Stunden betragen.

Die durchschnittliche Behandlungsdauer beträgt 10 Tage. Falls erforderlich, kann der Arzt die Therapie verlängern.

Für die Behandlung von Nierenerkrankungen sind 3 bis maximal 6 Wochen erforderlich; für die Therapie einer Prostatitis üblicherweise 6 bis maximal 8 Wochen.

Nebenwirkungen.

  • Dermatologische und allergische Reaktionen: Juckreiz, Hautausschlag, Angioödem sowie Lichtempfindlichkeit mit Erythem.
  • Gastrointestinale Nebenwirkungen: Durchfall, Übelkeit und/oder Erbrechen.
  • Nervensystembedingte Nebenwirkungen: Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen sowie allgemeine Schwäche; in seltenen Fällen periphere Störungen (manifestiert durch Muskelschwäche und Myalgie), Halluzinationen, Psychosen sowie depressive Verwirrungen; in äußerst seltenen Fällen große Krampfanfälle.

Patienten mit einem Glukose-6-phosphatdehydrogenase-Mangel sind einem erhöhten Risiko für eine hämolytische Anämie ausgesetzt.

Besondere Hinweise

Während der Behandlung mit Pimidel ist eine hohe Liquormenge unter Kontrolle der Diurese erforderlich.

Es wird empfohlen, die Entwicklung von Katarakten sowie den Sonnenaufenthalt zu vermeiden.

Bei der Dauerbehandlung ist es notwendig, periodisch ein Antibiotogramm durchzuführen sowie unter Kontrolle der Nierenfunktion und Leber das Bild des peripheren Blutes zu überwachen.

Unter Beachtung der Vorsichtsmaßnahmen muss Pimidel zur Behandlung von Patienten mit Epilepsie eingesetzt werden.

Medikamentöse Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Anwendung von Pipemidinsäure kommt es zu einer Erhöhung der Konzentrationen von Koffein und Theophyllin, wodurch deren Metabolismus verzögert wird.

Lagerungsfristen und -bedingungen

Aufbewahrung an einem trockenen Ort, vor Kindern geschützt; die Temperatur darf nicht über 25 °C steigen.

Die Haltbarkeitsdauer beträgt fünf Jahre.

Ob Bitte beachten Sie:

Ein Lächeln nur zweimal täglich kann den arteriellen Blutdruck senken und das Risiko für Herzinfarkte sowie Schlaganfälle verringern.


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