Der Psychologe

Der Psychologe ist ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Er befasst sich mit der Erforschung von Denk- und Verhaltensweisen sowie deren Beeinflussung, um das Wohlbefinden des Menschen zu fördern.

Psychologe – Fachkraft, die sich mit der Erforschung von Prinzipien zur Verhaltenskorrektur und dem seelischen Leben des Menschen befasst

Das erste psychologische Labor wurde 1879 in Leipzig durch Wilhelm Wundt gegründet. Anschließend entstanden ähnliche Institute weltweit, darunter in Russland, wo sich verschiedene Richtungen wie die Psychoanalyse und der Behaviorismus etablierten sowie die humanistische Psychologie.

Tätigkeitsbereiche des Psychologen

Zu den Hauptaufgaben eines Psychologen gehören die Beratung, die psychologische Diagnostik sowie das psychologische Training.

Die Diagnostik umfasst die Erforschung individueller Besonderheiten der menschlichen Psyche mittels Tests. Die Beratung stellt einen Austausch zwischen Klient und Psychologe dar, der auf die Suche nach Lösungsansätzen für belastende Probleme sowie auf eine umfassende Realisierung der Fähigkeiten des Klienten ausgerichtet ist. Das Training beinhaltet eine praxisorientierte Ausbildung in Methoden zur Persönlichkeitsentwicklung, emotionalen Regulation und Problemlösung; es erfolgt meist in Form von Gruppenschulungen, die vielfältige psychologische Übungen und Spiele kombinieren. Einige Experten vereinen diese Tätigkeitsbereiche, doch spezialisieren sich Psychologen häufig auf einen bestimmten Bereich.

Persönliche Qualitäten und Arbeitsplatz des Psychologen

Psychologen arbeiten vorzugsweise in spezialisierten Zentren. Viele Experten beschäftigen sich zudem mit wissenschaftlichen Forschungen und dem Unterricht. Nicht selten setzen sie ihr Wissen in anderen Tätigkeitsfeldern bei der Arbeit mit Menschen ein; beispielsweise erhalten Führungskräfte in verschiedenen Organisationen häufig eine psychologische Ausbildung.

Eine solche feine und komplexe Aufgabe wie die psychologische Beratung erfordert sowohl professionelle Kompetenz als auch menschliche Qualitäten. Der kompetente Experte ist verpflichtet, zuzuhören und den Gesprächspartner wirklich zu verstehen; er muss über ausgeprägte Logik, Auffassungsgabe sowie Stressresistenz verfügen und in der Lage sein, richtige Ergebnisse zu erzielen.

Viele sind verwirrt über die Unterschiede zwischen den Berufen der Psychotherapie und Psychiatrie. Dabei ist entscheidend, dass Psychiatrer und Psychotherapeuten Ärzte sind, die ihre Ausbildung an medizinischen Lehrinstitutionen erhalten haben, während der Psychologe kein Arzt ist. Er untersucht nicht die Psyche des Menschen oder seine Innenwelt; vielmehr hilft er dabei, Harmonie sowohl mit den umgebenden Menschen als auch mit sich selbst zu finden.

Die Beratungsstelle für Kinderpsychologen.

Man sollte sich bei einer Beratungsstelle für Psychologen einschreiben, wenn beim Kind kindliche Ängste, aufdringliche Effekte (wie Haarschuppen oder Fingerzucken), Aggressionen sowie Besorgnisse vorliegen. Auch bei psychosomatischen Erkrankungen – wie Fazialismus, Enuresis, erhöhtem oder gesenktem Blutdruck, Psychoglossie sowie bei kindlicher Masturbation – ist die Beratung nicht überflüssig. An der Beratungsstelle können Ratschläge des Psychologen bezüglich Erziehung, Entwicklung und Ausbildung des Kindes erhalten werden.

Gewöhnlich arbeitet der Kinderpsychologe mit gesunden Kindern zusammen, um ihnen dabei zu helfen, entstehende Schwierigkeiten zu überwinden. Ist das Kind krank, so arbeitet der Kinderpsychologe gemeinsam mit dem Nervenarzt oder Psychiatrer.

Zu Beginn der Beratung spricht der Psychologe die beunruhigenden Probleme mit den Eltern, führt anschließend eine psychologische Diagnostik der Persönlichkeitsmerkmale und der intellektuellen Entwicklung des Kindes durch und unterhält sich mit diesem zur Einschätzung des bestehenden Problems sowie zur Auswahl adäquater Korrekturmethoden. Die Korrekturmaßnahmen werden vom Experten im Kabinett meist durchgeführt, während die Eltern nach der Sitzung Empfehlungen für häusliche Bedingungen erhalten. Für die Korrekturarbeiten kommen Methoden wie Kunsttherapie (Malen, Zeichnen, Musik), Spieltherapie, Skaschotherapie und körperlich ausgerichtete Psychotherapie zum Einsatz. Mit Hilfe spezieller Methoden bestimmt der Experte den Stand der psychologischen Bereitschaft eines siebenjährigen Kindes für Schulbeschäftigungen.

Während der Beratung unterstützt der Psychologe dabei, Hemmungen, Übererregbarkeit und Hyperaktivität bei Kindern abzubauen. Er versucht, die Gründe für schlechte Leistungen und Unachtsamkeit (zerstreute Aufmerksamkeit, Verstöße im logischen Denken) aufzudecken und Probleme in den Wechselbeziehungen mit Altersgenossen in der Schule oder im Kindergarten zu lösen.

Der Familienpsychologe.

Die Beratungsstelle des Familienpsychologen unterstützt vor allem bei der Klärung eines breiten Spektrums von Konfliktfragen innerhalb der Familie. Der Familienpsychologe agiert während der Problemanalyse als unabhängiger Experte und nimmt keine Partei für eine Seite auf. Der Experte strebt an, Ehepaare dabei zu unterstützen, alle Konfliktsituationen zu lösen und die Familie zu bewahren. Im Falle einer Scheidung hilft der zeitgemäße Rat des Psychologen, den Umgang zwischen den ehemaligen Ehepartnern zivilisiert zu gestalten.

Ob Sie sollten das wissen:

Menschen, die sich regelmäßig an das Frühstück gewöhnt haben, entwickeln eine Fettleber deutlich seltener.


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