Prostatakarzinom

Allgemeine Charakteristik des Prostatakrebses

Prostatakrebs – bösartige Neubildung Prostatakrebs ist eine bösartige Erkrankung des männlichen Fortpflanzungssystems, die durch hormonelle Dysbalancen im Organismus ausgelöst wird und oft mit einem erhöhten Testosteronspiegel in Verbindung steht.

Das Prostatakarzinom wird bei Männern meist erst nach dem 55. Lebensjahr diagnostiziert. Eine der aggressivsten Formen stellt das Prostatasarkom dar, welches auch jüngere Männer betreffen kann.

Die genauen Ursachen für die Entstehung des Prostatakrebses sind bis heute nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass eine Erhöhung des Testosteronspiegels sowie die Bildung von Tumorknoten – die als offenkundige Symptome des Prostatakarzinoms gelten – mit Störungen im Hypothalamus-Hypophysen-Geschlechtsapparat zusammenhängen. Diese führen zu allgemeinen Hormonsynthese-Störungen und der Ausbildung atypischer Gewebe. Der genaue Grund dieser Störungen ist jedoch medizinisch noch nicht bekannt.

Zu den Faktoren, die die Entwicklung des Prostatakrebses fördern, gehören neben dem Alter auch eine erbliche Veranlagung, ein hoher Konsum tierischer Fette, ungünstige ökologische Bedingungen sowie das Vorhandensein eines langdauernden Prostataadenoms beim Mann.

Das Prostatakarzinom verläuft meist langsam. Von der Entstehung des Tumors bis zur Entwicklung von Metastasen vergehen in der Regel nicht weniger als 10 Jahre. Afroamerikanische Männer sind stärker von dieser Erkrankung betroffen, während Asiaten seltener an Prostatakrebs erkranken.

Symptome des Prostatakarzinoms

Die frühe Phase der Erkrankung ist meist symptomfrei. Erst bei zunehmender Tumorgöße treten die ersten Symptome auf: Probleme beim Wasserlassen, die je nach Lage und Ausdehnung des Tumors als erschwert oder beschleunigt manifestiert werden können. Bei bestimmten Formen des Prostatakarzinoms kann es zu einer akuten Harnverhaltung kommen.

Bei der Ausbreitung des Tumors außerhalb des Organs kann das Prostatakarzinom von einer Harninkontinenz begleitet sein, die durch die Defäkation erschwert wird, sowie von Blut im Stuhl. Auch bei fortgeschrittenen Formen mit Metastasen können Niereninsuffizienz und andere Symptome auftreten, die durch das Einwachsen des Tumors in den Harnleiter verursacht werden.

Im späten Stadium des Prostatakarzinoms treten Symptome auf, die durch die massive Ausbreitung von Metastasen im Knochenmark, in Lymphknoten sowie in Leber und Lunge bedingt sind. Infolge dieser Tumorausdehnung können Betroffene ein starkes Schmerzsyndrom, eingeschränkte Beweglichkeit, Gewichtsverlust und Anämie entwickeln.

Die Krebsdiagnostik der Prostata

Die vorläufige Diagnose eines Prostatakarzinoms wird auf Grundlage der Patientenanamnese und der Ergebnisse des rektalen Tastens gestellt. Sie erfolgt durch den Urologen; bei Verdacht auf Knoten in der Prostata wird der Patient zur weiteren Abklärung überwiesen.

Der nächste Schritt in der Krebsdiagnostik der Prostata ist die Bestimmung des Prostataspezifischen Antigen-Status (PSA). Eine erhöhte Konzentration dieses Proteins im Blut des Mannes gilt als eines der Symptome des Prostatakarzinoms. Im Normalfall sollte der PSA-Wert 4 ng/ml nicht überschreiten.

Mit Hilfe einer transrektalen Ultraschalluntersuchung (TRUS) kann ein genaues Bild von Größe, Form und Lokalisation des Tumors gewonnen werden. Die endgültige Diagnose Prostatakarzinom wird auf Basis der Biopsiebefunde festgestellt, die unter Sichtkontrolle durch den Ultraschall mit einer Nadel durchgeführt wurden.

Zur Bestimmung des Stadiums des Prostatakarzinoms werden Kontrolluntersuchungen durchgeführt: Ultraschall, Computertomographie und Magnetresonanztomographie der Organe sowie der Beckenlymphknoten, Röntgenaufnahmen des Brustkorbs und die Knochen-Szintigraphie.

Stadien des Prostatakarzinoms

Je nach Ausdehnung der Metastasierung werden vier Krankheitsstadien unterschieden.

Das erste und zweite Stadium des Prostatakarzinoms sind durch die Lokalisation des Tumors innerhalb der Prostata gekennzeichnet. Beim dritten Stadium metastasiert der Tumor in regionale Lymphknoten sowie Organe und Knochen des Beckens. Für das vierte Stadium ist eine ausgedehnte Metastasierung in ferne Organe und Lymphknoten charakteristisch.

Neben der Einordnung des Prostatakarzinoms nach Stadien existiert das Buchstabensystem TNM zur Differenzierung von Geschwülsten: "T" bezeichnet den Umfang der Geschwulst, "N" das Vorhandensein von Metastasen in regionalen Lymphknoten und "M" die Fernmetastasierung in andere Organe.

Die Behandlung des Prostatakarzinoms.

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Bei diesem Stadium des Prostatakarzinoms, bei dem sich die Geschwulst innerhalb der Grenzen des Organs befindet, spielt die chirurgische Behandlung eine Hauptrolle. Das Prostatakarzinom im frühen Stadium wird durch eine radikale Prostatektomie behandelt – also die vollständige Entfernung der Prostata und der benachbarten Lymphknoten.

Bei hohem Rückfallrisiko wird nach der Operation eine Fernbestrahlung durchgeführt. Zusätzlich kommt bei Prostatakarzinomen im Stadium I und II die Brachitherapie zum Einsatz, bei der das Gewebe durch radioaktive Granulate lokal bestrahlt wird.

Bei metastasierten Prostatakarzinomen ist die Hormontherapie das Verfahren der Wahl. Ihr Ziel besteht darin, den Testosteronspiegel im männlichen Organismus maximal zu senken und das Fortschreiten des Tumors anzuhalten.

Die hormonelle Behandlung des Prostatakarzinoms lässt sich chirurgisch durch die vollständige Entfernung der Hoden (Orchiektomie) oder medikamentös durchführen. Bei der zweiten Form der Kastration werden Injektionen von Präparaten eingesetzt, welche die Hormonproduktion der in der Hypophyse befindlichen Testosteron-stimulierenden Faktoren blockieren. Der maximale hormonale Block wird durch die komplexe Anwendung beider Methoden erreicht.

Die hormonelle Behandlung des Prostatakarzinoms kann bis zu zwei Jahre dauern; nur bei Unempfindlichkeit der Geschwulst gegenüber den Präparaten erfolgt bei metastasiertem Prostatakarzinom eine Chemotherapie, die oral oder intravenös verabreicht werden kann.

Ein starkes Schmerzsyndrom ist eine der häufigsten Komplikationen beim Prostatakarzinom mit Metastasen. Die übliche Praxis in der palliativen Behandlung besteht darin, Analgetika von einfachen bis zu rezeptpflichtigen Opioiden zu verschreiben.

Ob Wissen Sie, dass:

Gebildete Menschen sind weniger anfällig für Hirnerkrankungen. Die intellektuelle Aktivität fördert die Bildung einer zusätzlichen kognitiven Reserve, die das Kranksein kompensiert.


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