Sarkoidose

Allgemeine Charakteristik der Erkrankung

Lungen-Sarkoidose

Die Sarkoidose zählt zu den chronisch entzündlichen Erkrankungen. Sie betrifft meist die Lungen von Menschen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren. Kinder sowie Personen fortgeschrittenen Alters sind deutlich seltener betroffen. In Deutschland wird die Erkrankung bei etwa fünf Menschen pro 100.000 Einwohnern diagnostiziert.

Die Ursache für das Entstehen einer Sarkoidose in den Lungen ist bisher unklar. Forscher haben lediglich aufgeklärt, dass bei der Entzündung die Aktivität der Lymphozyten – der weißen Blutkörperchen – erheblich zunimmt und diese Substanzen produzieren, die die Bildung von Granulomen in verschiedenen Organen auslösen. Eine Übertragbarkeit der Erkrankung vom Menschen auf den Menschen ist nicht bewiesen. In einigen Fällen ist eine Behandlung des Patienten sowie seiner Familienmitglieder notwendig; Ärzte erklären dies jedoch entweder durch Erblichkeit oder ungünstige Umweltbedingungen am Wohnort.

Symptome der Sarkoidose

Wie bereits erwähnt, sind die Lungen das Hauptorgan, das von der Sarkoidose betroffen ist. In 90 % der Fälle verläuft die Lungensarkoidose symptomfrei. Bei ähnlichen Fällen kann die Erkrankung nur durch eine radiologische Untersuchung festgestellt werden. Das Fehlen von Symptomen lässt sich auf eine intrapulmonale Lymphinfektion zurückführen, die in der überwiegenden Mehrheit der Fälle nur mit Hilfe spezieller apparativer Methoden nachgewiesen werden kann, da bei den Patientinnen keine äußeren Erscheinungsformen beobachtet werden.

Wie erkennt man eine Lungensarkoidose? Die Symptome der Erkrankung treten im späten Stadium auf und manifestieren sich wie folgt:

  • Atemnot und rasche Erschöpfung
  • Trockener Husten sowie Brustschmerzen
  • Schilddrüsenvergrößerung
  • Lungenfibrose sowie Verschlechterung der normalen Funktionen des Atmungssystems

Zudem manifestiert sich die Sarkoidose in Form entzündlicher Veränderungen an Haut, Lymphknoten sowie Gelenken. Ein fehlendes adäquates Therapieverfahren kann zur vollständigen Erblindung führen und irreversible Schäden an Gehirn, Herz, Nieren und Leber verursachen.

Diagnostik und Behandlung der Sarkoidose

Behandlung der Sarkoidose

Die Diagnose einer Sarkoidose der Lungen wird erst nach umfassender Untersuchung und Analyse des Patientenzustands gestellt. Eine zwingende Voraussetzung ist die Durchführung einer biochemischen Blutanalyse sowie eines Röntgenaufnahmes des Brustkorbs. Zur Bestätigung der Sarkoidose, deren Symptome denen der Tuberkulose ähneln, kann dem Patienten eine Biopsie von gequetschten Lymphknoten verordnet werden; diese Untersuchungsergebnisse sollten negativ ausfallen. Es ist durchaus möglich, dass zur Klärung einer genauen Diagnose dem Arzt eine Untersuchung der Lungen mittels spezialisierter medizinischer Ausrüstung empfohlen wird. In modernen Kliniken wird hierfür in der Regel ein Bronchoskop eingesetzt: ein elastischer Schlauch, der in die Lungen eingeführt wird und es ermöglicht, das Gewebe auf entzündliche Klümpchen zu untersuchen.

Die Biopsie der Lungen erfolgt ausschließlich bei strittigen Fällen. Das Verfahren ist kurz, wird unter lokaler Betäubung durchgeführt und verursacht dem Patienten keine Schmerzen oder andere unangenehmen Empfindungen.

Hinsichtlich der Therapie: Bei vielen Patienten verläuft die Erkrankung spontan; es ist daher ratsam, die Behandlung unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen und nicht eigenmächtig zu riskieren, da nur der Arzt die Schwere der Organbeteiligung beurteilen und eine adäquate Rekonvaleszenz sicherstellen kann.

Diagnostik und Therapie der Sarkoidose

Zur Überwachung des Lungenzustands und der Entzündungsverteilung sind regelmäßige radiologische Untersuchungen erforderlich.

Prävention der Sarkoidose

Zur Vermeidung von Sarkoidose-Verschlimmerungen ist das Rauchen aufzugeben sowie ein gesundes Lebensstil zu führen. Zudem sind langfristige Kontakte mit Chemikalien und Präparaten zu meiden, die Leber, Lunge oder andere Organe beeinträchtigen können. Da die Sarkoidose zur Bildung von Konkrementen in der Harnblase führt, sollten während des Krankheitsverlaufs kalziumreiche Lebensmittel (wie Käse und Milch) sowie eine Sonnenexposition vermieden werden, da UV-Strahlen die Kalziumabsorption im menschlichen Blut fördern.

Ob Das sollten Sie wissen:

Der erste Rüttler wurde im 19. Jahrhundert erfunden. Er arbeitete mit einem Dampfmotor und war ursprünglich zur Behandlung weiblicher Hysterie bestimmt.


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