Seborrhöe

Kurze Charakteristik der Erkrankung

Seborrhoe auf der Haut des Rückens

Seborrhöe (eine Seborrhöe ist eine chronische Entzündung der Haut, die mit den Talgdrüsen des Menschen, Hautfalten und der behaarten Kopfhaut in Verbindung steht. Derzeit weist die Seborrhö ein sehr breites Verbreitungsspektrum auf, insbesondere bei Vertretern der stärkeren Geschlechter. Die Erkrankung zwingt die Talgdrüsen zur Produktion einer vermehrten Menge an Sekret, das einen hohen Gehalt an freien Fettsäuren aufweist. Folglich führt eine Seborrhöe, deren Behandlung bei jungen Männern im Alter von 25 bis 27 Jahren meist gefordert wird, zu Hautveränderungen, Haarausfall und weiteren ernsthaften Folgen.

Die Erkrankung kann sich auf der Hautoberfläche eines beliebigen Körperteils entwickeln; am häufigsten tritt sie jedoch in der sogenannten T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) auf. Zudem ist das Risikogebiet auch im Bereich des Dekolletés sowie von Brust und Rücken umfasst. Diese Lokalisation erklärt sich damit, dass sich an diesen Körperregionen eine große Anzahl von Talgdrüsen befindet.

Formen der Seborrhöe

In der Medizin werden üblicherweise zwei Formen dieser Erkrankung unterschieden:

  • Die ölige Seborrhöe manifestiert sich durch eine erhöhte Fettigkeit der Haut, anhaltenden Juckreiz und Haarausfall. Je nach Intensität des Prozesses kann es zu einem Verlauf kommen, bei dem die Seborrhoe im Laufe weniger Jahre zum vollständigen Haarausfall führt – was insbesondere im Jugendalter sehr belastend ist. Zudem verursacht diese Form Veränderungen der Hautoberfläche, die eine grauliche Färbung annehmen und wie gefaltete Apfelsinhaut aussehen. Fernhin treten bei dieser Erkrankungsform auf der Haut schwarze Flecken auf. Nicht selten wird dieser Prozess von der Bildung hellgelber Krusten begleitet.
  • Die trockene Seborrhöe (Seborrhoe sicca) wird durch die Brüchigkeit des Haares, das Auftreten von Kopfschuppen sowie weitere Defekte in den haartragenden Hautbereichen charakterisiert. An diesen Stellen ist die Haut gegenüber Wassermangel und der Einwirkung kosmetischer Mittel besonders sensibel; daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die Seborrhöe vor allem auf den behaarten Regionen manifestiert. Das häufige Waschen verstärkt die negativen Effekte der Erkrankungssymptome, führt zur Bildung von Komedonen sowie zu einem Spannungsgefühl und unangenehmem Juckreiz.

Seborrhoe – Symptome der Erkrankung

Zur Behandlung der trockenen und fettigen Seborrhöe werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Bei einem erhöhten Fettgehalt der Haut ist eine gezielte Reinigung sowie die Anwendung von fettregulierenden Kosmetika notwendig.
  • Schuppenbildung
  • Unangenehmes Juckgefühl
  • Haarausfall

Neben den oben genannten Symptomen führt die Seborrhoe zur Bildung von Kopfschuppen. Eine Behandlung sollte so schnell wie möglich erfolgen. Die Erneuerung der Hautzellen geschieht bei allen Menschen gleichermaßen; bei Seborrhoe verläuft dieser Prozess jedoch deutlich schneller.

Behandlung der Seborrhoe

Bei gestellter Diagnose Seborrhoe ähnelt das Therapieschema den Verfahren zur Behandlung von Kopfschuppen. Als wirksamste Mittel gelten Shampoos mit Zink-Pyrithion, Salicylsäure, Teer, Selen-Sulfid und Ketoconazol. Beachten Sie jedoch: Eine häufige Anwendung von Selen-Sulfid kann die Talgdrüsenaktivität steigern und den Krankheitsverlauf verschlimmern. Neben kosmetischen Mitteln erfolgt die Behandlung der Seborrhoe auch mit Glukokortikoiden.

Bei der Behandlung von Seborrhoe ist auf eine strenge Diät zu achten. Dabei sollten gebratene, würzige, scharfe sowie fettreiche Nahrungsmittel vermieden werden. Auch Süßwaren, einschließlich Schokolade, sind von der Ernährung auszuschließen, da diese Lebensmittel die Fettproduktion fördern und sich negativ auf den Zustand innerer Organe auswirken. Zu den nützlichen Lebensmitteln zählen Getreide, Obst, Gemüsesalate ohne Mayonnaise sowie pflanzliche Öle und Milchprodukte.

Bei diagnostizierter Seborrhoe zielt die Behandlung darauf ab, das normale Funktionieren der vegetativen und Verdauungssysteme wiederherzustellen. Zu diesem Zweck werden dem Patienten Medikamente verschrieben, die den Verdauungstrakt normalisieren, sowie Multivitamine und Spurenelemente wie Zink und Schwefel.

In frühen Stadien führen lokale Behandlungen sehr gute Ergebnisse: Die betroffenen Hautbereiche werden mit schwachen Lösungen von Salicylsäure, Borwasser oder Baldrian behandelt; das Aufpinseln reinigt nicht nur die Hautoberfläche, sondern beugt zudem entzündlichen Reaktionen vor. Gleichzeitig ist es empfehlenswert, nach dem Waschen mit Alkohol abschälende Mittel zu verwenden. Besonders nützlich sind Vitamin- und Kräutercremes mit antiseptischen Substanzen; oft werden antifungale Präparate verschrieben, doch bei der Seborrhoe stehen prophylaktische Mittel im Vordergrund, um ein erneutes Auftreten der Krankheit zu verhindern.

Ob Wissen Sie das?

Selbst wenn das menschliche Herz nicht schlägt, kann eine Person über einen langen Zeitraum leben, wie der norwegische Fischer Jan Reisdal beweisen konnte: Sein Herz blieb vier Stunden stillstand, nachdem er sich im Schnee geirrt und eingeschlafen war.


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