Das Sitzbein

Das Sitzbein besteht aus drei Knochen, die zusammen mit dem Schambein und dem Hüftbeil den Beckenknochen bilden. Nach 16–17 Jahren verbinden sich diese Knochen unter Beteiligung von Knorpelgewebe; im weiteren Verlauf der vollständigen Ossifikation des Knorpels werden die Grenzen zwischen ihnen vollständig geglättet.

Sitzbein

Als Teil der Wirbelsäule und des Beckens dient das Sitzbein sowohl als Knochenbehälter für lebenswichtige Organe in diesem Bereich als auch als Stütze für diese Organe sowie zur Befestigung der unteren Gliedmaßen am Rumpf.

Der Aufbau des Sitzbeins

Beim Aufbau des Sitzbeins unterscheidet man:

  • den Körper des Knochens, der die Hüftgelenkpfanne bildet;
  • die Sitzbeinäste.

Die Sitzbeinfortsatzgrube (befindet sich eine Knochenausbuchtung) auf der Rückseite des Körpers des Knochens.

Hinter dem Sitzbeinkamm liegt der Tuberkel des Sitzbeins auf der Hauptkampflinie des Zweigs des Knochens.

Der Sitzbeinhöcker, in Form einer Verdickung mit unebener Oberfläche, befindet sich auf dem gebogenen Bereich des Astes (des Schambeinastes).

Der untere Bereich des Sitzbeinastes verschmilzt mit dem Schambein (dem unteren Ast).

Die Sitz- und Schambeine begrenzen das Hüftgelenk; nach dessen oberem Rand verläuft die breite Sitzbeinnarbe mit den gleichnamigen Behältern und Nerven.

Ursachen für Schmerzen im Sitzbein

Schmerzen in den Beckenknochen können durch verschiedene Faktoren, einschließlich Traumata, sowie entzündliche Erkrankungen des Hüftgelenks und infektiöse Prozesse verursacht sein.

Ein Bruch des Sitzbeins erfolgt infolge eines Aufpralls auf die Gesäßbacken oder bei einer Verrenkung des Beckens meist. Die Sitzbeine schmerzen in der Regel bei Bewegung, insbesondere beim Beugen des Unterschenkels. Die Diagnose wird mittels Röntgenaufnahmen gestellt.

Die Behandlung von Sitzbeinbrüchen sollte mit der Betäubung der Bruchstelle beginnen. Meistens reichen bei einseitigen und einigen zweiseitigen Brüchen ohne Absetzung der Knochenstücke eine mittlere physiologische Lagerung mit getrennten Gliedmaßen oder speziell orthopädische Betten aus. Die gesamte Behandlungszeit dauert üblicherweise nicht länger als einen Monat.

Die vollständige Wiederherstellung nach dem Bruch sowie die volle Belastbarkeit des Beins sind frühestens nach sieben Wochen möglich. Für die Rehabilitation nach einem Sitzbeinbruch werden Physiotherapie, Massage und Heilsport eingesetzt.

Bei der Absetzung der Knochenstücke muss die Behandlung mittels des Systems der Skelettdehnung für den Oberschenkelknochen durchgeführt werden. In Fällen, in denen die Behandlung nicht rechtzeitig erfolgt ist, kann dies zur Entwicklung einer Hüftgelenksarthrose mit ausgeprägter Störung der Stützfunktion des Gliedmaßes im Laufe der Zeit führen.

Die Sitzbeine können ebenfalls schmerzen:

  • Bei intensiven sportlichen Belastungen können Schmerzen entstehen, ausgelöst durch große Beanspruchung sowie entzündliche Prozesse wie eine Entzündung des Sitzbeinbeutels (Sitzbeinbursitis), die häufig bei Radsportlern auftreten;
  • Bei Tumoren der Knochen: Je nach Größe und Wachstumsrate kann der Schmerz sowohl am Knochen als auch in den ihn umgebenden Geweben empfunden werden; dies ist insbesondere beim Fibrosarkom oder beim Histiozytom charakteristisch;
  • Bei Blutkrankheiten, insbesondere bei akuter Leukämie (Knochenmarkserkrankung), Erythrozytose sowie langdauernder Myelose und Myelom-Krankheit;
  • Auf dem Hintergrund von Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und Osteomyelitis der Knochen;
  • Bei Stoffwechselstörungen des Knochens, die auf Resorptionsstörungen oder Defekte bei der Bildung der Knochengewebe zurückzuführen sind, verursacht durch Mineralstoffmangel in der Nahrung, gestörte Darmresorption oder einen Mangel bzw. eine Störung im Metabolismus von Ergocalziferol;
Ob Das sollten Sie wissen:

Das menschliche Gehirn macht etwa 2 % der gesamten Körpermasse aus, verbraucht jedoch rund 20 % des Sauerstoffs; diese Tatsache macht das menschliche Gehirn außerordentlich empfindlich gegenüber Sauerstoffmangel;


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