Die Milz

Die Milz ist ein lymphoides Organ, das reich mit Blutgefäßen versorgt wird. Sie befindet sich im linken Oberbauch. In diesem Organ findet sehr dichter Kontakt zwischen dem Blut und dem Lymphgewebe statt. Durch diesen Prozess erfolgt die Anreicherung des Blutes mit in der Milz reifenden Leukozyten. Zusätzlich reinigen Makrophagen der Milz das Blut von alternden Erythrozyten, fremden Teilchen sowie krankheitserregenden Mikroorganismen.

Milz

Der Aufbau der Milz

Die Abmessungen der Milz beim Erwachsenen betragen in der Breite 8 cm, in der Länge 10 bis 12 cm; ihre Dicke überschreitet 4 cm nicht. Im Laufe des Verdauungsprozesses tritt gewöhnlich eine Milzschwellung auf.

Nach Form erinnert die Milz an ein Kaffeebohne. Die Farbe ihrer Oberfläche ist dunkelrot mit deutlicher violetter Schattierung. In ihr sind zwei Ränder – oben und unten sowie zwei Enden – vorne und hinten abgegrenzt. Auf dem Bereich der Milz, der dem Magen angrenzt, befindet sich eine Rinne – das Tor, durch welches Nerven und Blutgefäße zu ihr gehören.

Außen ist die Milz nicht nur von einer serösen Hülle umgeben, sondern auch dicht von einer Bindegewebskapsel abgedeckt. Diese Kapsel dringt in das Organ ein und teilt das Milzgewebe in kleine abgesonderte Bereiche auf.

Die Funktionen der Milz

Bis heute sind alle Funktionen der Milz nicht vollständig erforscht. Derzeit wird angenommen, dass sie die hormonelle Regulation der Tätigkeit des Knochenmarks leistet. In den ersten Monaten der Schwangerschaft ist die Milz das Hauptorgan der Blutbildung der Frucht. Im letzten Monat der Schwangerschaft reift bei der Frucht das Knochenmark vollständig, in dem sich Leukozyten der granulozytären Reihe und Erythrozyten bilden. Von da an bilden sich in der Milz nur Monozyten und Lymphozyten. Jedoch beginnen bei einigen Blutkrankheiten wieder Bereiche der Blutbildung in der Milz zu entstehen.

Bei Erwachsenen erfüllt die Milz weitere Funktionen:

  • Hier erfolgt der Abbau (Phagozytose) von altersschwachen Blutplättchen und Erythrozyten sowie die Umwandlung von Hämoglobin in Hämosiderin und Bilirubin. Das im Hämoglobin enthaltene Eisen wird in den Milzkäfigen gespeichert, die ein Hauptdepot dieses Elements im menschlichen Organismus darstellen;
  • Die Milz ist eine der wichtigsten Quellen für zirkulierende Lymphozyten, insbesondere bei Kindern, Jugendlichen und Personen des jungen Alters;
  • Sie produziert Abwehrstoffe und gilt als Filter, der fremde Partikel und Mikroben einfängt. Eine wohlbekannte Tatsache ist, dass Menschen nach einer Splenektomie sehr empfänglich für verschiedene bakterielle Infektionen werden;
  • Sie fungiert als Reservoir für Erythrozyten, die in kritischen Zuständen zur allgemeinen Blutung beitragen.

Ursachen der Milzschwellung

Bei vielen Erkrankungen wird eine Milzschwellung (Splenomegalie) beobachtet. Zusätzlich tritt eine vergrößerte Milz bei 5 % der kerngesunden Menschen auf. Eine Splenomegalie entwickelt sich vor dem Hintergrund von autoimmun-, infektiösen, hämatologischen und onkologischen Erkrankungen sowie sehr häufig bei verschiedenen Leberinfektionen.

Erkrankungen der Milz: Behandlung

Erkrankungen der Milz werden sehr selten beobachtet. Bei einer Thrombose ihrer Gefäße kann ein Milzinfarakt entstehen. Dieser Zustand wird von starken Schmerzen im Bereich des linken Oberbauchs begleitet. In einigen Fällen beginnt das nekrotisierte Areal zu zerfallen, was zur Bildung eines Milzabszesses führt. In der Milz können sich auch Zysten und andere tumorartige Neubildungen bilden. Bei stumpfen Traumen kann eine Blutung in die Milz entstehen. Die Behandlung dieser Pathologien erfolgt operativ. Im Verlauf des chirurgischen Eingriffs wird eine Splenektomie durchgeführt.

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