Das Trockene-Augen-Syndrom ist eine Störung der Hornhautbefeuchtung, wodurch diese austrocknet und ihre Funktionen verliert. In einem gesunden Auge erfolgt eine ständige Befeuchtung, was eine Grundvoraussetzung für die normale Funktion darstellt. Bei Feuchtigkeitsmangel entwickelt sich das sogenannte Trockene-Augen-Syndrom, das mit einer Reihe von Symptomen sowie schwerwiegenden Folgen einhergeht.
Es kann sich entweder als primäre, eigenständige Erkrankung oder als Symptom einer anderen Krankheit manifestieren; unabhängig vom zugrundeliegenden Auslöser kann es zu einem teilweisen oder vollständigen Sehverlust führen und erfordert daher zwingend eine ärztliche Aufmerksamkeit.
Die Befeuchtung des Auges erfolgt durch einen Schutzfilm, der die Hornhaut bedeckt und aus Tränenflüssigkeit besteht; dieser Film befeuchtet sie ständig. Der Schutzfilm setzt sich aus drei Schichten zusammen:
Neben dem System der Tränenproduktion umfasst das Auge auch ein Abflussystem für überschüssige Feuchtigkeit: Über den Tränenkanal fließen diese Überschüsse in die Nasenhöhle ab, was besonders beim Weinen bemerkbar wird und zu einem Nasenausfluss führt. Zudem erneuert die Tränenflüssigkeit das Abflussystem und erfüllt die Funktion der Ernährung der Hornhaut.
Eine Störung in irgendeinem Stadium der Tränenproduktion oder des Abflusses kann zur Entstehung des Syndroms des trockenen Auges führen. Dies kann auf eine Störung der Tränenbildung, eine schlechte Qualität des Schutzfilms (zum Beispiel eine verdünnte Lipidschicht, was zu dessen Austrocknung führt) oder eine ungleichmäßige Verteilung des Schutzfilms über die Hornhaut zurückzuführen sein.
Als Ursachen für das Syndrom des trockenen Auges kommen verschiedene Umstände und Erkrankungen in Frage.
Zu den häufigsten Ursachen des Trockenen-Augen-Syndroms gehören Vitaminmangelkrankheiten, insbesondere Störungen im Fettstoffwechsel.
Das Alter gilt nicht nur als Auslöser für das Trockene-Augen-Syndrom, sondern auch als Risikofaktor: Je höher das Lebensalter, desto häufiger treten die Fälle auf. Nach dem 40. Lebensjahr sind etwa 30 % der Bevölkerung betroffen. Aufgrund der verminderten Stabilität des hormonellen Hintergrunds und der direkten Abhängigkeit der Tränenflüssigkeit von Hormonen zeigen Frauen Symptome dieses Syndroms häufiger als Männer.
Das Fortschreiten des Trockenen-Augen-Syndroms zwingt die Betroffenen meist dazu, auf den Komfort beim Tragen von Linsen zugunsten von Brillen zu verzichten. Selbst geringfügige Merkmale dieser Erkrankung können das Tragen der Linsen verstärken und damit unangenehm machen. Doch moderne Technologien bieten Lösungen: Es ist durchaus möglich, unkomfortable Momente bei der Büroarbeit mit Kontaktlinsen zu vermeiden, indem man Linsen wählt, die aus dem Material Hypergel gefertigt sind. Dieses Material entspricht vollständig den Eigenschaften der Hornhaut und imitiert die physikalische Lipidschicht des Tränenfilms. Zu diesen Linsenzubehör gehören beispielsweise die eintägigen Linsen Biotrue ONEday. Diese Linsen kommen allen zur Hand, die eine Kontaktlinsenkorrektur nutzen, da sie nicht nur einen guten Sauerstoffdurchlass bieten, sondern auch über ein optimales Gleitverhalten verfügen, das der Feuchtigkeit der menschlichen Hornhaut entspricht. Das Empfinden von Komfort in diesen Linsen bleibt selbst bei mehrstündigem Tragen erhalten – dank ihrer einzigartigen Fähigkeit, Feuchtigkeit festzuhalten und den Augenzustand am Tagesende positiv zu beeinflussen.
Zu den Symptomen des Syndroms des trockenen Auges gehören folgende Merkmale:
Nach dem Schweregrad der Symptome werden folgende klinischen Formen des Trockenen-Augen-Syndroms unterschieden: leicht, mittel, schwer und sehr schwer
Die Diagnostik des Trockenen-Augen-Syndroms erfolgt in mehreren Schritten: Zunächst wird die Hornhaut inspiziert und auf trockene Herde untersucht, wofür spezielle Färbelösungen verwendet werden. Anschließend werden Produktion und Abfluss der Tränenflüssigkeit unter Anwendung spezieller Proben getestet. Es folgt eine umfassende ophthalmologische Untersuchung, die auch labormedizinische Analysen des Tränenstands einschließt. Bei Verdacht auf systemische oder endokrine Erkrankungen als Auslöser des Syndroms werden entsprechende immunologische und endokrinologische Untersuchungen durchgeführt.
Die Behandlung des Trockenen-Augen-Syndroms erfolgt je nach Ursache entweder mit einer der folgenden Methoden oder in Kombination mehrerer Verfahren:
Die effektivste Behandlungsmethode bei mittleren bis schweren Formen des trockenen Auges ist die Verhinderung des Tränenabflusses. Dies kann chirurgisch durch eine Obturation (Verschluss) der Tränendrüsen erfolgen, wodurch das Sekret nicht mehr in die Nasenhöhle gelangt; oder orthopädisch durch Einsetzen eines speziellen Obturators, eines winzigen 'Pfropfs', der den Tränenkanal überdeckt. Die zweite Methode wird derzeit bevorzugt, da sie erstens keine irreversiblen Veränderungen hervorruft, zweitens dank moderner Silikonmaterialien allergische Reaktionen vermeidet und drittens auf eine operative Intervention verzichtet.
In vielen Fällen, in denen keine organische Pathologie vorliegt, jedoch eine Austrocknung der Hornhaut auftritt, handelt es sich um eine falsch organisierte Tätigkeit am Computer oder beim Lesen.
Eine Behandlung des Trockenen-Augen-Syndroms ist auch bei leichteren, scheinbar unbedeutenden Fällen unbedingt erforderlich. Wird dies unterlassen, drohen schwere Erkrankungen der Augenlidbindehaut und der Hornhaut sowie im weiteren Verlauf ein Sehverlust.
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