Der Sportmediziner

Der Sportmediziner – qualifizierter Experte für die Vorbereitung von Athleten auf Wettkämpfe.

Sportarzt – qualifizierter Spezialist, der für die Vorbereitung von Athleten auf Wettkämpfe verantwortlich ist

Die Sportmedizin ist ein eigenständiges, spezifisches Fachgebiet der Medizin. Ihr Hauptziel besteht in der Einschätzung der Wettkampfbereitschaft der Athleten sowie in einer differenzierten Beurteilung ihres Gesundheitszustands.

Zu den Arbeitnehmern der Sportmedizin zählen auch medizinisches Personal von Sporthallen und -einrichtungen, das verpflichtet ist, eine notwendige ärztliche Betreuung des Betroffenen sicherzustellen und ihn anschließend in das medizinische System zu integrieren.

Die Hauptbestandteile der Sportmedizin sind:

  • Die Sporttraumatologie
  • Die dringende ärztliche Betreuung im Zusammenhang mit dem Sport
  • Rehabilitative Maßnahmen zur Wiederherstellung der Athleten nach Verletzungen sowie zur Steigerung ihrer sportlichen Leistungsfähigkeit
  • Therapie somatischer Erkrankungen bei Sportlern
  • Dienste zur Dopingkontrolle

Hauptaufgaben des Sportmediziners

Der Sportmediziner muss Folgendes verstehen:

  • Die Erbringung einer zusätzlichen ärztlichen Betreuung bei akuten Zuständen im Rahmen sportlicher Aktivitäten
  • Regelung der Zulassung von Sportlern zu den jeweiligen Sportarten
  • Behandlung somatischer sowie infektiöser Erkrankungen bei Sportlern
  • Durchführung einer medizinischen Voruntersuchung bei Sportlern unter Berücksichtigung sportartspezifischer Besonderheiten sowie Fassung medizinischer Beschlüsse für Trainer
  • Kontrolle des Befindens und der Trainingsbereitschaft der Sportler
  • Durchführung einer termingemäßen Prophylaxe sowie Diagnostik pathologischer Zustände und Traumen des Stützapparats bei Sportlern
  • Kontrolle der Medikamentenverwendung durch Sportler

Arbeitsplatz des Sportarztes

Zu den Tätigkeitsfeldern eines Sportarztes gehören üblicherweise:

  • Sportliche Jugendschulen
  • Nationalmannschaften, Auswahlmannschaften auf Landesebene, regionale Auswahlteams sowie professionelle und Freizeitsportvereine
  • Sportmedizinische Zentren

Wissenschaftliche Forschung im Bereich der Sportmedizin

Neben der funktionellen und sportmedizinischen Diagnostik – den Hauptforschungsrichtungen der Sportärzte –, umfasst das Spektrum auch die Diagnostik und Therapie von

  • Immundefekten
  • somatische Erkrankungen
  • Verletzungen des Stütz- und Bewegungssystems

Außerdem werden Forschungstätigkeiten im Bereich der Rehabilitation von Sportverletzten sowie die Wiederherstellung nach Trainings- und Wettkampfbelastung betrieben.

Anforderungen an den Sportarzt.

Der Sportarzt gehört zu den wichtigsten Berufen im Sport. Angesichts des breiten Wissensspektrums in verschiedenen Bereichen der Sportmedizin lässt sich seine Tätigkeit mit der eines Hausarztes vergleichen. Neben der Traumatologie müssen fundierte Kenntnisse in Diätologie, Psychologie, Kardiologie, Pharmakologie, Funktionsdiagnostik und Chirurgie vorhanden sein; je nach Sportart kann jedoch die Schwerpunktlage des notwendigen Wissens in diesen Bereichen variieren:

  • Für Boxen, Fußball und andere traumasensitive Sportarten sind fundierte Kenntnisse in der Traumatologie unerlässlich.
  • Für Biathlon, Wassersport und Leichtathletik sind das Atmungssystem sowie das kardiovaskuläre System von besonderer Bedeutung.

Sportärzte großer Mannschaften müssen neben ihrem Hauptberuf über gute organisatorische Fähigkeiten verfügen. Zu ihren Aufgaben gehört die Betreuung kranker Sportler während Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation.

Der pädiatrische Sportarzt.

Der pädiatrische Sportarzt arbeitet üblicherweise an sportlichen Kinderschulen und begleitet Mannschaften bei Wettbewerben. Wie im Hochleistungssport ist eine hohe Qualifikation in zahlreichen medizinischen Bereichen erforderlich; zudem sollten Kenntnisse der Kinderheilkunde sowie der Psychologie von Kindern und Jugendlichen vorhanden sein.

Die Beratungsstelle des Sportarztes

Das Beratungszentrum des Sportarztes im medizinischen Zentrum umfasst in der Regel:

  • Die Gesundheitsüberwachung sowie die Beurteilung des funktionellen Zustands stellen eine wesentliche Prozedur nicht nur für Sportler, sondern auch für Personen mit hohen Anforderungen an den physischen Zustand dar. Durch die durchgeführte Diagnostik ist es möglich, Störungen im Stütz-Bewegungsapparat bereits in frühen Stadien aufzudecken sowie ungünstige Tendenzen des funktionellen Zustands des Organismus zu erkennen, was Folgeschäden und Traumata verhindert. Dank der durchgeführten Organismusanalyse kann der Sportarzt die Einsatzbereitschaft für Wettbewerbe bewerten.
  • Die Korrektur des Trainingsprozesses und die Einschätzung der Angemessenheit körperlicher Belastungen.
  • Die Auswahl medikamentöser Mittel entsprechend der Sportart und den Zielen der körperlichen Belastung;
  • Die Wiederherstellung des physischen Zustands und der Gesundheit durch pharmakologische sowie hardwarebasierte Maßnahmen nach schweren Trainingszyklen.

Nach dem Beratungszentrum des Sportarztes kann man einen Heilkurs in Physiotherapie absolvieren. Viele physiotherapeutische Methoden verfügen über schmerzstillende, beruhigende und antiphlogistische Effekte, was zur Steigerung der menschlichen Immunität beiträgt. Am ergiebigsten ist es, diese gleichzeitig mit anderen Heilmitteln anzuwenden.

In der Regel erstellt der Sportarzt auf Basis der Besonderheiten des Verlaufs der Haupterkrankung und begleitender Pathologien ein komplexes Programm physiotherapeutischer Prozeduren.

Ausübung des Berufs eines Sportarztes

Um als Sportarzt nach dem Abschluss einer medizinischen Hochschule tätig zu werden, ist eine Vollassistenz in der Sportmedizin und LFK (Leitung für Kinesitherapie) erforderlich. Die Ausbildung dauert üblicherweise zwei Jahre.

Für die Umschulung zum Arzt für Sportmedizin ist ein viermonatiger Kurs zur professionellen Fortbildung erforderlich.

Die Ausbildung zum Kinderarzt ist in Russland spezialisiert; um diesen Beruf auszuüben, sind Kenntnisse im Bereich der Pädiatrie erforderlich.

Ob Sie sollten Folgendes wissen:

Die seltenste Erkrankung ist die sogenannte 'Kura'-Krankheit. Nur Angehörige des Stammes der Fore in Neuguinea leiden daran. Der Patient stirbt vor Lachen. Es wird angenommen, dass die Ursache dieser Krankheit das Verzehr menschlichen Gehirns ist.


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