Theophyllin

Teofillin gehört zur Gruppe der Broncholytika; es blockiert purinerge Rezeptoren und verringert die Kontraktionen der glatten Bronchialmuskulatur. Das Präparat fördert den Blutfluss in den Herzkranzgefäßen, nimmt bronchiale Krämpfe ab und unterstützt die Sauerstoffversorgung des Atemsystems. Formel von Theophyllin

Zusammensetzung und Darreichungsform

Der Wirkstoff ist Teofillin.

Hilfsstoffe: Laktosemonohydrat, Magnesiumstearat, Talkum und Natriumcarboxymethylcellulose.

Teofillin wird in Tabletten mit verlängerter Wirkung (0,1–0,25 g), Kapseln (0,125–0,5 g) sowie als Zäpfchen bis zu 0,2 g verabreicht.

Pharmakologische Wirkungen von Teofillin

Teofillin schwächt die Bronchialmuskulatur und wirkt gefäßerweiternd sowie bronchodilatatorisch. Das Präparat unterstützt die normale Funktion des Atemzentrums, lindert Schmerzen im Zwerchfell und verbessert die Leistungsfähigkeit der Zwischenrippenmuskulatur.

Bei regelmäßiger Anwendung von Teofillin sinkt das Risiko allergischer Reaktionen in den Organen des Atemsystems. Das Präparat kann eine harntreibende Wirkung entfalten.

Die Wirkstoffe von Teofillin normalisieren die Atemfunktion, senken den Kohlensäurespiegel und verstärken die Lungenventilation.

Teofillin wirkt gefäßstärkend auf den Koronarkreislauf, senkt den Gefäßtonus des Gehirns, Herzens und der Nieren. Bei Langzeittherapie werden die Gallengänge erweitert, der Mikrozirkulation normalisiert und die Erythrozytenstandfestigkeit erhöht. Bei hypotoniegeneigten Patienten kann sich der arterielle Blutdruck senken.

Die gleichzeitige Anwendung von Teofillin mit Antibiotika und Beta-Blockern kann das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen.

Hinweise zur Anwendung von Theophyllin

Theophyllin wird zur Behandlung verschiedener Formen des obstruktiven Bronchialsyndroms (Asthma, Bronchitis, Lungenemphysem), der pulmonalen Hypertonie, der Nierenwasseransammlung sowie bei Apnoe und Hypoxie verschrieben.

Anwendungshinweise zu Theophyllin

Nach den Anweisungen wird Theophyllin für Erwachsene und Kinder ab 14 Jahren mit einer Dosierung von 300 mg zwei- bis dreimal täglich verabreicht; es ist wichtig, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen. Auf Empfehlung des behandelnden Arztes kann die Dosierung auf bis zu 500 mg zweimal täglich erhöht werden. Bei Patienten mit einem Körpergewicht unter 60 kg sollte die Dosierung auf 100 mg zwei- (morgens und abends) pro Tag festgelegt werden.

Die Therapie beginnt mit niedrigeren Dosen, die schrittweise gesteigert werden. Die Verabreichung des Präparats erfolgt in Intervallen von 2 bis 3 Tagen.

Gemäß den Anweisungen zu Theophyllin müssen während der Behandlung regelmäßige diagnostische Verfahren durchgeführt werden: Blutanalyse, Messung des arteriellen Blutdrucks, EKG, Röntgenaufnahme, Bestimmung des Hämoglobin- und Cholesterinspiegels. Der therapeutische Effekt von Theophyllin zeigt sich innerhalb von 2 Tagen.

Bei der gleichzeitigen Anwendung von Theophyllin mit Spasmolytika wird die Behandlungseffektivität erhöht; das Präparat verringert jedoch die Wirkung gegenseitig antagonistischer Medikamente. Während der Therapie ist Vorsicht bei der Einnahme koffinhaltiger Lebensmittel und Antidepressiva geboten. Molekül von Theophyllin

Kontraindikationen

Als Kontraindikationen für Theophyllin gelten Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffkomponenten, Magengeschwüre, Epilepsie, Gastritis, Kolitis, Arrhythmien, Tachykardie, Schlaganfall, Herzinfarkt, Schwangerschaft sowie die Stillzeit und das Kindesalter bis zum 14. Lebensjahr.

Das Präparat wird bei fortgeschrittenem Alter, Niereninsuffizienz, Atherosklerose, Organblutungen sowie schwerwiegenden Kreislaufstörungen mit Vorsicht angewendet.

Nebeneffekte von Theophyllin

Theophyllin kann folgende Nebenwirkungen hervorrufen:

  • Seitens des Zentralnervensystems – Schwindel, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Ohnmacht, Angstzustände, Tremor, Bewusstseinsstörungen und Epilepsie;
  • Seitens des Herz-Kreislaufsystems – Arrhythmien, Tachykardie, Angina pectoris sowie eine starke Senkung des arteriellen Blutdrucks;
  • Seitens des Verdauungssystems – Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Durchfall, Meteorismus, Kolitis und Gastritis.

Bei Langzeitgabe können allergische Reaktionen wie Juckreiz, Brennen, Nesselsucht, Hautentzündungen, Fieber sowie vermehrte Schweißbildung auftreten.

Ob Sie sollten wissen:

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